Sonntag, 20. September 2020
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Kartsport Allgemein
12.08.2020

ADAC eKart-Series in Würzburg: Kartsport auf hohem Niveau

Am 9. August 2020 starteten die Fahrer der ADAC eKart-Series aus der Corona-Zwangspause mit den Rennläufen drei und vier im eKart-Center MAINFRANKEN MOTODROM in Würzburg wieder durch. An diesem Renntag wurden ein Sprint-Rennen über 20 Runden, sowie ein Endurance-Rennen über 60 Runden auf der 330 Meter Indoor-Karbahn auf zwei Ebenen ausgetragen.

Dabei war mit sieben Teams á zwei Fahrern das Starterfeld wieder gut gefüllt und die Fahrer gingen mit großer Motivation in die Trainings- und Wertungsläufe. Im 20 Minütigen freien Training konnten sich die Fahrer noch an die hochmodernen SODI-Elektrokarts und den Streckenverlauf gewöhnen. Kurz darauf wurde es aber schon ernst: Im spannenden 1-Runden-Shoot-Out-Qualifying war das Können jeweils eines Fahrers aus jedem Team gefragt, in nur einer Runde mit dem für alle identischen Kart eine schnelle Runde in den Rennstreckenasphalt zu brennen.

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Am besten gelang dies Robin Kiwitz (DE) vom Team Youngsters-Racing, der sich die Pole-Position vor dem Team Top-Express Logistiklösungen by AC Bensheim mit Marcus Müller (DE) am Steuer und dem Pfister-Racing Team mit Sascha Zwirblis (DE) in der weiteren Startaufstellung sichern konnte.


Hochspannender Sprint-Lauf mit Überraschungssieger

Für das Sprint-Rennen mit nur 20 Rennrunden und Fahrerwechsel war die Startposition natürlich von großer Wichtigkeit. Alle Teams und Fahrer warteten gespannt auf die Freigabe des stehenden „Grand Prix Starts“ doch auch die Fans Zuhause konnten die Rennen im Livestream auf Facebook hautnah mitverfolgen.


eKart-Center Team siegt im Sprint mit taktischer Meisterleistung

Nach Freigabe des Starts konnten zunächst die führenden Teams ihre Positionen, wenn auch knapp, halten. Das gesamte Feld blieb jedoch nah zusammen, was für das hohe Niveau der Fahrer bei diesem Rennen sprach. Im Infight um die Positionen versuchte sich dann Moritz Haindl (DE) für sein Team Hessisch Dynamite Racing auf der zweiten Ebene der Rennstrecke außenherum an Richard Allrich (DE) vorbeizuschieben, was allerdings mit einer Kollision mit den Reifenstapeln endete.

Die direkt darauf folgende Gelb-Phase auf der Rennstrecke wurde von den Teams eKart-Center, Pfister-Racing und Aurora-Racing perfekt genutzt, um ihren Boxenstopp zu absolvieren und dadurch wichtige Sekunden zu den anderen Teams zu gewinnen. Dadurch schaffte es Markus Lausen (DE) für das Team eKart-Center nach dem Boxenstopp die Führung des Rennens zu übernehmen. Doch er stellte eindrucksvoll unter Beweis dass er auch unter Druck an der Spitze fahren kann. Lausen schaffte es gemeinsam mit seinem Teamkollegen Christian Schneider (DE) den ersten Sieg für das Team eKart-Center nach Hause zu fahren, vor dem Youngster-Racing Team und dem Pfister-Racing Team, die das Podium komplettierten.

Auf den weiteren Platzierungen erreichte Aurora-Racing mit Frederik Böhme (DE) und Maltje Köhn (DE) die ersten Wertungspunkte vor dem Team Top-Express by AC Bensheim mit Jan & Marcus Müller (DE) sowie Hessisch Dynamite Racing (HDRT) und dem Harrer-Racing Team mit Michael Harrer (DE) und Sebastian Harrer (DE).


Ausdauer der Teams wird im Endurance-Rennen auf die Probe gestellt

Die Karten neu gemischt wurden dann im anschließenden Endurance-Rennen. Einerseits bekam das Sieger-Team aus dem Sprint-Race ein Erfolgs-Gewicht von 10 Kilogramm auf das Kart, und andererseits wurde die Startaufstellung in umgekehrter Reihenfolge des Zieleinlaufs vorgenommen.

Diese Faktoren sorgten natürlich für den zusätzlichen Faktor an Spannung und die Fahrer gingen mit großer Freude und Motivation ins Rennen. Von der Pole-Position aus startete Michael Harrer für das Harrer-Racing Team und konnte seine Position in den ersten Rennrunden auch vor seinen Verfolgern halten. Eine schwierige Anfangsphase erwischte allerdings das Youngsters-Racing Team, und kämpfte mit dem Team eKart-Center um Platz sechs, die sich trotz Zusatzgewicht tapfer schlugen.

Im Rennverlauf holte sich dann Moritz Haindl für HDRT die führende Position, die er vorerst auch Runde um Runde ausbauen konnte. Doch auch die Verfolger schafften es immer schnellere Rundenzeiten zu fahren, und das Team Top-Express by AC Bensheim übernahm den Platz an der Sonne vor Aurora-Racing und dem Youngsters-Racing Team.