Dienstag, 11. August 2020
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GT World Challenge
30.07.2020

Pole-Position für Kim-Luis Schramm

Mit knapp 50 GT-3 Sportwagen startete am vergangenen Wochenende (25.-26.07.) die GT World Challenge Europe im italienischen Imola in ihre Saison. Ein hochkarätiges Fahrerfeld bei dem auch der Wümbacher Kim-Luis Schramm mit seinen Fahrerkollegen Mattia Drudi und Frederic Vervisch für das Hannoveraner Attempto Racing Team für Furore sorgen wollte. 

Ihre Ambitionen in der hart umkämpften Meisterschaft unterstrich das Fahrertrio am Samstagabend im Zeittraining.  „Der Modus im Zeittraining gefällt mir sehr gut. Jeder von uns hat 15 Minuten Zeit das Beste aus dem Auto zu holen, woraus dann die schnellste Rundenzeit ermittelt wird. Dass wir am Ende die Pole-Position geholt haben, hat uns wahnsinnig gefreut“, berichtet der 23-Jährige.

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Den Start des drei Stunden Rennens beschreibt der Thüringer so: „Frederic Vervisch führte lange Zeit das Rennen an. Alles sah sehr gut aus. Als er den zweiten Stint an mich übergab, gab es beim Boxenstopp Verwechslungen mit den Reifen. Hinzu kamen kleinere Probleme mit der Technik und schon hatten wir mindestens 20 Sekunden Zeit verloren. Einen weiteren Streich spielte uns der Funk im zweiten Sektor, so dass Frederic in seinem Stint nicht schnell genug auf eine Gelbphase reagieren konnte und ich gleich zu Beginn meines Stints die ausgesprochene Durchfahrtsstrafe übernehmen musste“.

Wie anspruchsvoll das GT World Challenge Rennen ist zeigte sich auch 90 Minuten nach dem Start. Die ersten zwanzig GT-3 Boliden waren wie an einer Perlenkette aufgereiht und auf den Führenden waren es gerade einmal zehn Sekunden Differenz.  Der Attempto-Pilot sagte zu seinem Stint: „Zu diesem Zeitpunkt lagen wir auf Platz zwanzig und ich konnte die zweitschnellste Zeit im Feld fahren, sodass wir insgesamt einige Plätze gut gemacht haben“.

Ein Super Stint des Thüringers sowie eine Gelbphase genau zum richtigen Zeitpunkt spülte das Team um Kim-Luis Schramm beim zweiten Boxenstopp bis auf Platz neun vor. „Leider hat 30 Minuten vor Schluss ein technischer Defekt uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Erfolg im Motorsport ist leider von vielen Faktoren abhängig. Dennoch können wir mit unserer Leistung sehr zufrieden sein“, sagte der Audi-Pilot und fügte lächelnd hinzu: „Immerhin kann ich eine hart umkämpfte Pole-Position in meine Vita eintragen“.