Mittwoch, 27. Mai 2020
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08.04.2020

KMSC Sim Challenge feiert drei Sieger in Spa

Eine ereignisreiche Rennwoche liegt hinter den Akteuren der KMSC. Belgien sah gleich drei Rennsieger in drei verschiedenen Ligen. In allen Klassen kämpfen jeweils 20 Kartfahrer um wichtige Punkte zum Einzug in das große Finale. Die 7,004 Kilometer lange Ardennenachterbahn in Spa-Francorchamps forderte gleich mehrere Opfer, vor allem die anspruchsvolle Kurvenkombination Eau-Rouge stellte viele vor eine Herausforderung.
 
Nach einer vielbeachteten Premiere startete die Kart-Magazin.de Sim Challenge nun in die zweite Rennwoche. Das Feld aus 60 Kartfahrern wurde in drei Gruppen aufgeteilt und lieferte sich in F12019 von Codemasters packende Fights und knappe Duelle.
 
Mit seinem Sieg am Donnerstagabend machte Kevin Baranowski einen wichtigen Schritt in Richtung Finale. Der Deutsche startete aus Position fünf deutlich hinter dem Polesetter Nikita Gense, der jedoch im Rennverlauf einem Technikfehler zum Opfer fiel. Baranowski machte hingegen keinen Fehler während mehrerer Safety-Car-Phasen und fand sich in der Topgruppe wieder. Zwar kam er auf der Strecke hinter Luca Wehrli ins Ziel, jedoch handelte sich der Fahrer aus Südafrika Zeitstrafen ein, wodurch sich Baranowski einen hauchdünnen Sieg sicherte. Platz drei ging an Carl Louis Kölschbach.
 
Am frühen Sonntagmorgen war der Sieg in Liga zwei zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Can Sener deutete bereits im Qualifying an, dass es ihn im Rennen zu schlagen gilt. Mit einer halben Sekunde Vorsprung zu Lukas Gridjan fuhr der Youngster auf die Pole. In jeder Situation der 22 Rennrunden behielt der Kartfahrer den Überblick und brachte einen deutlichen Sieg nach Hause. Für andere Favoriten auf das Podium war Spa dagegen ein Rennen zum Vergessen. Leon Bauchmüller schied aufgrund einer Kollision aus und Rene Blumenstiehl verlor mit einem Frontflügelschaden jegliche Chancen auf die Top-Drei. Thiemo Blumenstiehl etablierte sich hingegen auf der Strecke auf Rang zwei vor Gaststarter Marcell Korchukov. Dank angehäufter Strafen gab er diese Position jedoch an seinen Verfolger ab.
 
Zum Abschluss des Sonntags kam es in Liga eins zum Schlagabtausch. Schon im Qualifying entschieden nur Tausendstelsekunden über die Startpositionen. Vincent Andronaco sicherte sich die Bestzeit vor Hugo Sasse. Doch beide Talente verfehlten am Ende den Sieg. Andronaco entschied sich in der letzten Safety-Car-Phase für neue Medium-Reifen. Seine Verfolger blieben hingegen draußen – zu groß war die Lücke für Andronaco um seine Kontrahenten wieder einzuholen. Am Ende sprang Rang drei für den ADAC Kart Masters-Champion aus 2018 heraus. Hugo Sasse kam nicht auf die gewünschte Rennpace und havarierte sich im späteren Verlauf des Rennens seinen Frontflügel. Den Sprung an die Spitze schaffte am Ende erneut Hockenheim-Sieger Ian Baruk. Ohne viel Risiko fuhr er an die Spitze des Feldes und feierte seinen zweiten Sieg in Folge. Der jüngste Fahrer im Feld Kiril Gense landete ebenfalls wieder auf dem Siegerpodium. Mit seinen elf Jahren hielt er die ältere Konkurrenz in Schach und sah als Zweiter die Zielflagge.
 
Weiter geht es für die Kartfahrer der KMSC nach Ostern in China. Dort entscheiden sich dann die Meisterschaften in den drei Ligen. Die besten 20 Fahrer aus den drei Gruppen treten im Anschluss bei einem großen Finale gegeneinander an.
 
Alle Rennen noch einmal in voller Länge sehen: https://www.youtube.com/user/KartMagazin