Samstag, 7. Dezember 2019
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TCR Germany
19.09.2019

HP Racing International am Hockenheimring

Beim vorletzten Saisonwochenende der ADAC TCR Germany auf dem Hockenheimring wurde die Entscheidung im Titelkampf vertagt. Der Tabellenführer Antti Buri (FI) reiste mit einem Punktepolster von 22 Zählern an, konnte jedoch in beiden Wertungsläufen nicht überzeugen und musste die Führung vor dem Finale am Sachsenring an den Hyundai-Piloten Max Hesse (DE) abgeben.

Etwas überrascht zeigte sich das Team von HP Racing International sowohl bei den Tests als auch den freien Trainings. Obwohl die Bop (Balance of Performance) der Kontrahenten Audi und Honda besser geworden ist, war klar ersichtlich, dass der Rennsieg nur über Hyundai führen wird. Das Team rund um Teamchef Tobias Niederberger machte gegenüber dem Event am Nürburgring klare Fortschritte und fand am Hyundai i30 N das richtige Setup. Die souveräne Umsetzung erfolgte prompt durch Hari Proczyk in den beiden Qualifyings. Mit perfekten Runden erzielte er sowohl in Q1 als auch Q2 die Bestzeit, welche ihm in der diesjährigen Saison die bereits dritte Pole-Position einbrachte. Anscheinend liegt dem Routinier diese Rennstrecke, denn es war die dritte Pole-Position in Folge am Hockenheimring.

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Der Start zu Lauf 1 war von Proczyk zwar nicht optimal, aber es reichte, um in Turn 1 die Führung behalten zu können. Er konnte sich das Rennen von Anfang an einteilen, was speziell wegen dem Thema Bremsen und Bremstemperaturen in Hockenheim sehr wichtig ist. An der Führung des Titelverteidigers konnten auch zwei Safety-Car-Phasen nichts ändern und so fuhr er seinen zweiten Saisonsieg für das Team HP Racing International ein. „Mit diesem Start-Ziel-Sieg ist es uns gelungen, endlich auch für das Rennen ein perfektes Setup gefunden zu haben“, so ein strahlender Proczyk.

Teamkollege Lukas Niedertscheider (Ö), der von Startplatz 7 ins Rennen gegangen ist, lag gut im Rennen, bis er in Runde 11 von einem Kontrahenten abgedrängt wurde und kurzzeitig die Strecke verlassen musste. Mit schmutzigen Rädern schätzte er den darauffolgenden Bremsweg etwas falsch ein und es kam zu einer unglücklichen Kollision. Für Niedertscheider war damit nicht nur das Rennen beendet, sondern er konnte aufgrund der starken Unfallschäden auch am zweiten Lauf nicht an den Start gehen.

Im Sonntagsrennen, welches Proczyk von Startposition 9 in Angriff nahm, kam es gleich in der Anfangsphase zu einer Berührung, bei der der Hyundai i30 N von Proczyk etwas in Mitleidenschaft gezogen wurde. In Runde 7 schloss der Österreicher bereits zu den beiden führenden Piloten auf und dieses Trio konnte sich vom restlichen Feld absetzen. Durch idente Rundenzeiten der Führenden war es aber unmöglich einen Angriff zu starten und so begnügte sich Proczyk mit Rang 3. Das Rennen gewann Max Hesse. Beim Finale am Sachsenring kommt es damit zu einem Vierkampf um den Meistertitel.

Nach dem ein oder anderen Fehler am Nürburgring hat sich das Team mit harter Arbeit beeindruckend zurückgekämpft. Auch in der ADAC GT4, wo HP Racing International zwei Autos einsetzt, feierte das Team zwei Pole-Positions und einen Rennsieg in Hockenheim. Damit war dies das erfolgreichste Rennwochenende seit Bestehen von HP Racing International.