Sonntag, 21. Juli 2019
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Sportwagen Allgemein
04.07.2019

Porsche GT Team kommt als Tabellenführer zum Kanada-Gastspiel

Nach zuletzt vier Siegen in Folge reist das Porsche GT Team als Spitzenreiter in der Hersteller- und Fahrerwertung zum sechsten Saisonlauf der IMSA WeatherTech SportsCar Championship nach Bowmanville. Beim einzigen Gastspiel des Jahres in Kanada setzt das nordamerikanische Werksteam zwei Porsche 911 RSR in der hart umkämpften GTLM-Klasse ein. Die rund 510 PS starken Neunelfer aus Weissach tragen auch im kanadischen Bundesstaat Ontario jenes Design, das an das legendäre Porsche-Kundenteam Brumos Racing angelehnt ist. In der GTD-Kategorie bringen die Kundenteams Pfaff Motorsports und Park Place Motorsports jeweils einen Porsche 911 GT3 R an den Start.

Der Canadian Tire Motorsport Park, besser bekannt unter dem Namen Mosport, wurde 1961 nahe der Metropole Toronto eröffnet. Zwischen 1967 und 1977 fanden auf der 3,957 Kilometer langen Strecke insgesamt acht Formel 1 Grand Prix statt. Das flüssige Layout mit zahlreichen Kuppen, Senken und nur zehn Kurven erlaubt eine hohe Durchschnittsgeschwindigkeit. Beim dortigen Sportscar Grand Prix, früher auch Grand Prix von Mosport genannt, hat Porsche eine lange Tradition. Der Sportwagenhersteller aus Weissach erzielte sieben Gesamterfolge und 17 Klassensiege. In der Saison 2015 feierte das Porsche GT Team mit den Werksfahrern Nick Tandy (GB) und Patrick Pilet (FR) einen Triumph in der GTLM-Klasse.

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Im Porsche 911 RSR mit der Startnummer 911 starten die Sebring- und Watkins-Glen-Sieger Patrick Pilet (FR) und Nick Tandy (GB). Das Duo liegt derzeit auf Rang eins der Fahrerwertung. Die Werksfahrerkollegen Earl Bamber (NZ) und Laurens Vanthoor (BE) im Schwesterauto mit der Nummer 912 liegen in der Meisterschaft nach ihren Triumphen in Long Beach und Mid-Ohio nur einen Punkt hinter der Spitze. In der GTD-Klasse starten zwei über 500 PS starke Porsche 911 GT3 R. Das Kundenteam Pfaff Motorsports (#9) geht mit den kanadischen Piloten Zacharie Robichon und Scott Hargrove in sein Heimspiel. In der Nummer 73 von Park Place Motorsports wechselt sich Porsche-Werksfahrer Patrick Long (US) mit seinem Landsmann Patrick Lindsey ab.

Der Porsche 911 RSR wurde für seine dritte Rennsaison in Nordamerika vor allem im Bereich Setup weiter optimiert. Der vor der Hinterachse eingebaute Motor leistet je nach Restriktorgröße rund 375 kW (510 PS). Für aerodynamische Effizienz und ein hohes Maß an Abtrieb sorgt der große Heckdiffusor in Kombination mit dem hängend angebundenen Heckflügel. Der 911 GT3 R wurde für die Saison 2019 neu entwickelt. Dabei wurden die Erkenntnisse aus den zahlreichen Einsätzen des Vorgängermodells konsequent für Verbesserungen in den Bereichen Aerodynamik und Kinematik genutzt. Der Sechszylinder-Motor im Heck des GT3-Rennfahrzeugs für den Kundeneinsatz leistet über 368 kW (500 PS).

Das Rennen startet am Sonntag, 7. Juli um 13:05 Uhr Ortszeit (19:05 Uhr MESZ).