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23.12.2019

Fünf Fakten über den Red Bull Ring

Unsere fünf Fakten zum Red Bull Ring, die der/die ein oder andere vielleicht bisher noch nicht über die Rennstrecke in Österreich kannte ...


1. Eine Strecke – Viele Namen

Der Red Bull Ring wurde 1969 als Österreichring eröffnet. Von 1970 bis 1987 startete auf ihm die Formel 1, doch nach zwei Rennabbrüchen verschwand der Österreichring für 10 Jahren aus dem F1-Kalender. 1995/1996 wurde die Strecke umgebaut sowie verkürzt und der österreichische Mobilfunkanbieter A1 wurde Namensgeber: Also wurde der Österreichring zum A1-Ring. 2008 erhielt der Kurs nach dem Wiederaufbau den Namen Red Bull Ring, da Dietrich Mateschitz (Gründer von Red Bull) die Strecke nach dem Formel-1- Aus 2003 erworben hatte. 


2. Das Tor zum Red Bull Ring

Platz für 500 Personen, VIP-Lounges und ein Welcome Center – das bietet der „voestalpine wing“, der gegenüber der Boxengasse, oberhalb der Tribüne erbaut wurde. Das Gebäude erhielt seinen Namen, da es in der Form eines Heckspoilers die Brücke zwischen der Emotion des Rennsports und der Faszination für Technik und Innovation darstellt. Für den Bau des 92 Meter langen und 20 Meter breiten Gebäudes wurden 900 Tonnen Stahl benötigt. 


3. Skandalrennen 2002

Der Red Bull Ring (damals noch A1-Ring) war Austragungsort des Formel-1-Stallorder-Skandals. Nachdem der Brasilianer Rubens Barrichello, der von der Pole-Position gestartet war, lange wie der sichere Sieger aussah, erhielt er in der vorletzten Runde von Ferrari-Teamchef Jean Todt den skandalösen Funkspruch „Let Michael pass for the Championship!“. Zunächst wirkte es so, als würde Barrichello den Positionstausch mit Teamkollege Michael Schumacher nicht durchführen, doch in der letzten Runde, kurz vor der Zieldurchfahrt, ließ er den in der Fahrerwertung besser positionierten Schumacher vorbei. Das Publikum strafte Ferrari mit einem Pfeifkonzert ab und Barrichello wurde als Sieger gefeiert. Die Formel 1 verlor einmal mehr einen Teil ihrer Glaubwürdigkeit. 


4. Hoch und Runter

Eine Besonderheit des Red Bull Rings sind die Steigungen. Bereits am Ende der Start-Ziel-Geraden geht es in der Anbremsphase auf die erste Kurve den Berg hinauf. Darauf folgt die lange Bergaufpassage in Richtung Remus-Kurve, die den höchsten Punkt der Strecke markiert. Der Höhenunterschied von der höchsten zur tiefsten Stelle beträgt 65 Meter. Die maximale Steigung am Red Bull Ring beträgt 12 % und das maximale Gefälle liegt bei 9,3 %.


5. Heimsieg

Der Traum vieler Formel-1-Rennfahrer ist es, den Sieg vor dem heimischen Publikum einzufahren. Sebastian Vettel gelang dies am Nürburgring, Lewis Hamilton konnte in Silverstone zuschlagen und Michael Schumacher schaffte es sogar am Nürburgring und in Hockenheim zu gewinnen. Doch dieses Privileg sollte nur einem Östereicher zu Teil werden: Niki Lauda holte sich 1984 im McLaren mit Porsche Motor den Sieg am damaligen Österreichring. Zusätzlich gab es einen Teamsieg als Max Verstappen im vergangenen Jahr den Sieg für das Red Bull F1 Team holte.