Sonntag, 15. September 2019
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FIA WTCR
12.09.2019

Golf GTI TCR startet in China zum zweiten Heimspiel

Nach einmal Afrika und fünfmal Europa jetzt viermal Asien: Der WTCR – FIA Tourenwagen-Weltcup geht auf der anderen Seite des Globus in die entscheidende Phase. Das „WTCR Race of China“ (13. bis 15. September 2019) in der Hafenstadt Ningbo läutet die Übersee-Tour der Rennserie ein, die anschließend noch Station in Suzuka (JP) und Macau (CN) sowie zum Finale in Sepang (MY) macht. Das Volkswagen Kundenteam Sébastien Loeb Racing schickt in Ningbo vier 250 kW (340 PS) starke Golf GTI TCR mit den Fahrern Mehdi Bennani (MA), Rob Huff (GB), Johan Kristoffersson (SE) und Benjamin Leuchter (DE) ins Rennen.

„Neben dem Lauf auf dem Nürburgring ist das WTCR-Rennen in China für Volkswagen beinahe so etwas wie ein zweites Heimspiel. Nicht nur, dass China für die Marke Volkswagen weltweit der wichtigste Markt ist. Auch im Motorsport hat Volkswagen in China bereits große Erfolge gefeiert, vom Formel-3-Grand Prix in Macau bis zur Rekordfahrt des Elektro-Rennwagens ID.R am Berg Tianmen. Dass der Golf GTI TCR in Ningbo konkurrenzfähig ist, hat Sébastien Loeb Racing bereits im vergangenen Jahr bewiesen“, sagt Sven Smeets, Volkswagen Motorsport-Direktor.

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Der International Speedpark nahe der rund sechs Millionen Einwohner zählenden Stadt Ningbo am Chinesischen Meer ist zum zweiten Mal Gastgeber eines Laufs zum WTCR – FIA Tourenwagen-Weltcup. Die 4,010 Kilometer lange Piste gilt als fahrerisch sehr anspruchsvoll und bietet viele Überholmöglichkeiten. Beim WTCR-Lauf im vergangenen Jahr erzielte Mehdi Bennani im Golf GTI TCR einen zweiten Rang.


Sébastien Loeb Racing Pilot Rob Huff als „Fahrlehrer“ für chinesische Talente

Auch für Sébastien Loeb Racing Pilot Rob Huff ist China eine Art zweite Heimat. „Ich bin drei bis vier Monate im Jahr in China“, sagt der Brite, der bereits vier Siege beim berühmten Tourenwagen-Grand-Prix in der chinesischen Sonderverwaltungszone Macau feiern konnte und außerdem Gaststarts in der nationalen Tourenwagen-Meisterschaft absolvierte. Der von den Motorsportfans im Land hoch angesehene Huff gibt inzwischen seine Erfahrung an chinesische Nachwuchspiloten in speziellen Rennfahrerschulen weiter. „Ich habe die Chance, den Motorsport in China zu unterstützen. Diese Möglichkeit ergreife ich gerne.“

Huff kennt – ebenso wie Teamkollege Mehdi Bennani – die Rennstrecke von Ningbo bereits aus der WTCC – FIA Tourenwagen-Weltmeisterschaft 2017 und von den drei WTCR-Rennen im vergangenen Jahr. Die WTCR-Neulinge Johan Kristoffersson und Benjamin Leuchter erleben beim Start im Golf GTI TCR am Wochenende dagegen ihre persönlichen Ningbo-Premieren. Huffs Rat an seinen schwedischen und seinen deutschen Teamkollegen: „Die Strecke enthält eine ganze Reihe von Doppelkurven. Wichtig ist, in jeweils der ersten dieser Kurven schon die optimale Linie für die zweite Kurve vorzubereiten. Was zählt, ist die Geschwindigkeit am zweiten Kurvenausgang.“