Mittwoch, 20. Februar 2019
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12h Bathurst
03.02.2019

Mercedes-AMG mit Platz drei und vier zum Saisonauftakt

Die sechs Mercedes-AMG GT3 zeigten zur 17. Auflage des 12-Stunden-Rennens von Bathurst eine starke Performance. Bereits in den Trainings standen die Fahrzeuge aus Affalterbach an der Spitze des Zeitentableaus.

Vier Teams qualifizierten sich für das Top 10 Shootout, das Raffaele Marciello in der Startnummer 999 (Mercedes-AMG Team GruppeM Racing) für sich entschied und damit die begehrte Allan Simonsen Pole Position Trophy gewann. Mit Platz zwei (#77, Mercedes-AMG Team Craft Bamboo BLACK FALCON), vier (#777, The Bend Motorsport Park) und sieben (#19, Griffith Corp. Team Nineteen, BLACK FALCON) erkämpften sich auch die weiteren Mercedes-AMG GT3 eine hervorragende Ausgangsposition für den Rennstart am frühen Sonntagmorgen (5:45 Uhr Ortszeit).

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Die Startfahrer Maximilian Buhk (#999) und Luca Stolz (#77) zeigten auf der noch komplett dunklen Strecke einen außergewöhnlich guten Start. Sie konnten sich innerhalb weniger Runden vom Feld absetzen. Nach rund einer Stunde betrug der Vorsprung auf den Drittplatzierten acht und auf den Viertplatzierten knapp 30 Sekunden. Auch Yelmer Buurman (#19) und Luke Youlden (#777) hielten sich vielversprechend in den Top Ten. Mit den ersten Boxenstopps übernahm Stolz anschließend die Führung vor Buhk und löste auch die jeweiligen Restarts nach den ersten Safety Car-Phasen souverän.

Ein ereignisreiches zweites Renndrittel mischte das Feld durcheinander: SunEnergy1 Racing #75 und das Mercedes-AMG Team Craft Bamboo BLACK FALCON #77 mussten ihre Fahrzeuge aufgrund von Defekten abstellen. Die im Kampf um den Gesamtsieg liegende Startnummer 999 bekam zwei Durchfahrtsstrafen, konnte sich aber in Schlagdistanz zu den Podiumsrängen halten. Das Mercedes-AMG Team Vofadone #888 konnte sich im Laufe des Rennens wieder bis in die Top 5 zurückarbeiteten, nachdem es frühe Boxenstopps eingelegt hatte. Bis zum Schluss des 12-Stunden-Rennens blieben sieben Fahrzeuge des Feldes innerhalb der Führungsrunde und es zeichnete sich ein extrem spannender Schlussstint ab.

Mit dem letzten Boxenstopp entschied sich das Mercedes-AMG Team GruppeM Racing dazu, die #999 ohne neue Reifen zurück auf die Strecke zu schicken, um Zeit einzusparen. Der Plan ging auf und Schussfahrer Marciello reihte sich auf Platz zwei wieder ins Feld ein. Nach dem Ende einer Safety Car-Phase 20 Minuten vor Rennschluss musste Marciello bei abbauenden Reifen alles geben, um sich den Angriffen der Konkurrenten zu erwehren. Mit einer starken Leistung schaffte er es, den dritten Platz nach 312 Runden ins Ziel zu bringen. Mit frischen Reifen hingegen konnte die Startnummer 888 mit Schlussfahrer Shane van Gisbergen nochmal voll Angreifen und kämpfte sich in einem beeindruckenden Schlusssprint bis auf Platz vier nach vorne. Yelmer Buurman fuhr den Mercedes-AMG GT3 #19 auf einen guten 13. Gesamtplatz (5. Rang Pro-Am), nachdem das Team durch eine Berührung mit einem Kontrahenten Zeit verloren hatte.

Somit startet Mercedes-AMG als Tabellenführer in die neue IGTC-Saison. Das nächste Rennen der Intercontinental GT Challenge findet mit den Laguna Seca Raceway California 8 Hour (28.-30. März) in Nordamerika statt, bevor es zu den Total 24 Hours of Spa (25.-28. Juli), den Suzuka 10 Hours (23.-25. August) und dem Finale mit den Kyalami 9 Hour (21.-23. November) geht.

Stefan Wendl, Leiter Mercedes-AMG Customer Racing: „Unsere Vorfreude war groß und wir wurden nicht enttäuscht. Spannende Positionsduelle und sieben Fahrzeuge in der Führungsrunde nach 12 Stunden zeigt die extreme Leistungsdichte des Teilnehmerfeldes in der Intercontinental GT Challenge. Unsere Teams haben eine super Leistung gezeigt, auch wenn die extremen Bedingungen hier in Australien ihren Tribut forderten und einige Fahrzeuge ausfielen. Mit Platz drei, vier und 13 haben unsere Mercedes-AMG GT3 ein tolles Ergebnis eingefahren. Mit diesem guten Ergebnis und wertvollen Punkten in der Herstellerwertung der IGTC gehen wir damit in das zweite Rennen auf dem Laguna Seca Raceway Ende März.“

Raffaele Marciello, Mercedes-AMG Team GruppeM Racing #999: „Es war ein sehr hartes Rennen. Wir haben zwei Strafen bekommen, die uns zurückgeworfen haben. Mein letzter Doppelstint war wirklich sehr schwer und herausfordernd. Ich hatte alte Reifen und musste mich verteidigen. Es ist schön, die IGTC-Saison mit einem Podium zu starten.“
Maximilian Buhk, Mercedes-AMG Team GruppeM Racing #999: „Ich habe am Anfang richtig gepusht und konnte mit Luca im zweiten Mercedes-AMG GT3 gleich einen guten Vorsprung herausfahren. Die beiden Strafen sind dann ärgerlich, aber das müssen wir akzeptieren. Heute hat man wieder gesehen, dass man trotz Rückschlägen nicht aufgeben darf. Wir haben uns zurückgekämpft. Ein spezielles Dankeschön geht an das Team und meine Teamkollegen, besonders Raffaele, der mit den abbauenden Reifen dem Druck standhalten konnte. Das war eine sehr starke Leistung.“

Maximilian Götz, Mercedes-AMG Team GruppeM Racing #999: „Wir sind wirklich super happy, mit Mercedes-AMG auf dem Podium zu stehen, vor allem nach diesem spannenden Schlussstint. Mit Platz drei und vier haben wir für die Marke ein gutes Teamergebnis eingefahren. Damit ist uns ein guter Start in die IGTC-Saison gelungen und das wollen wir in Laguna Seca fortführen.“

Maro Engel, Mercedes-AMG Team Craft Bamboo BLACK FALCON #77: „Es ist natürlich nicht das Ergebnis, das wir uns gewünscht haben. Wir sind enttäuscht, aber es ist kein einfaches Rennen hier in Bathurst und ein Ausfall oder technischer Defekt ist bei diesen Extremen schnell passiert. Nichtsdestotrotz ein riesen Dankeschön an Luca und Gary, Mercedes-AMG für das perfekte Fahrzeug und an Craft Bamboo und BLACK FALCON für ihren tollen Einsatz. Es ist etwas Besonderes, wenn zwei so erfahrene Teams für dieses legendäre Rennen zusammenarbeiten. Es hat erneut riesen Spaß gemacht, den Mercedes-AMG GT3 über den Mount Panorama zu jagen und das Top 10 Shootout zu fahren.“
Jamie Whincup, Mercedes-AMG Team Vodafone #888: „Wir hatten im Rennen Probleme mit den Bremsen und mit der Kühlung im Auto, es war unglaublich heiß. Aber trotzdem lief der Mercedes-AMG GT3 gut und je länger das Rennen dauerte, desto mehr kam es uns entgegen. Es war ein guter Zug, im Schlussstint neue Reifen aufzuziehen, das hat uns nochmal in Schlagdistanz zum Podium gebracht. Das gesamte Team, Craig und Shane im Schlussstint haben einen unglaublichen Job gezeigt. Ich bin sehr froh über den vierten Platz.“

Yelmer Buurman, Griffith Corp. Team Nineteen, BLACK FALCON #19: „Es war ein fantastisches Erlebnis für mich. Ich hatte es schon lange auf meiner Liste, hier einmal zu fahren. Der Mercedes-AMG GT3 lief super. Am Ende hatten wir leider etwas Pech. Wir wurden von einem anderen Fahrzeug am Heck getroffen und haben dadurch viel Zeit verloren. Ansonsten hätten wir eine gute Chance auf das Klassenpodium gehabt.“

Kenny Habul, SunEnergy1 Racing #75: „Es war mein zweites 12-Stunden-Rennen in Bathurst mit Mercedes-AMG und es war wieder ein sehr aufregendes Rennen. Wir konnten das Rennen leider nicht beenden, ein Stein hat den Kühler beschädigt, weshalb der Motor überhitzte und wir abstellen mussten. Aber ich bin sehr stolz auf das Team und meine Teamkollegen Thomas und Dominik. Wir hatten eine gute Pace in der Pro-Am-Klasse, lagen schnell auf Platz drei in der Klasse und hatten eine gute Chance auf das Podium.“