Mittwoch, 12. Dezember 2018
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Rallycross
01.10.2018

Peugeot bei US-Rallycross-Rodeo Vierter und Sechster

Der erste Auftritt der Rallycross-Weltmeisterschaft in den USA war ein wildes Rodeo für das Team Peugeot Total mit Höhen, aber auch Tiefen. Wechselhaftes Wetter erschwerte die Bedingungen zusätzlich. Davon unberührt schafften Sébastien Loeb und Teamkollege Timmy Hansen auf dem Parcours inmitten des Geländes der US-Grand-Prix-Strecke Circuit of the Americas in Austin den Sprung ins Finale. Dort erkämpfte Loeb Platz vier. Hansen wurde nach einem Kontakt mit Mattias Ekström und einer dafür erhaltenen Zeitstrafe Sechster.

Sowohl Loeb als auch Timmy Hansen waren in den USA mit der jüngsten Evolutionsstufe des Peugeot 208 WRX am Start. Team-Youngster Kevin Hansen trat wie gewohnt mit einem Peugeot 208 WRX in einer vorherigen Ausbaustufe an und schaffte souverän den Einzug ins Halbfinale. Als Siebter verpasste er den Einzug ins Finale der besten Sechs denkbar knapp. 

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Loeb in Bedrängnis: Der Rallye-Rekordweltmeister wurde über das gesamte Wochenende hinweg immer wieder unverschuldet in Zwischenfälle verwickelt und fand sich im Anschluss des Öfteren im Gewühl der Konkurrenz wieder – und das auf einer engen Strecke, auf der Überholen so gut wie unmöglich ist. Dass Loeb, obendrein mit einer Fünf-Sekunden-Strafe belegt wurde und dennoch den Einzug ins Finale geschafft hat, unterstreicht seine außergewöhnlichen fahrerischen Qualitäten und die Leistungsstärke des Peugeot 208 WRX. 

Starker Einsatz der Mechaniker-Crew: Nur eine Stunde blieb dem Team am Sonntagmorgen zwischen Q3 und Q4, um den Motor im Auto von Timmy Hansen zu wechseln. Und sie schafften es. Der Lohn: Hansens Einzug ins Finale. 

Timmy Hansen war mit einem besonderen Motivationsschub zum US-Lauf der Rallycross-WM gekommen: Eine Woche zuvor hatte der Schwede bei den Nitro World Games RX in Salt Lake City die Goldmedaille gewonnen und sich dabei unter anderem gegen seinen WM-Rivalen Mattias Ekström durchgesetzt. Höhepunkt der 1,6 Kilometer langen Strecke auf einem Salzsee war ein 30-Meter-Sprung.

Für den elften und vorletzten WM-Lauf kehrt die Rallycross-WM zurück nach Europa. Gastgeber der Vorschlussrunde ist am 13. und 14. Oktober der traditionsreiche Estering in Buxtehude bei Hamburg. Auf der weniger als einen Kilometer langen Strecke wird seit über 40 Jahren Rallycross gefahren, seit 2014 tritt auch die WM an. Der Rundkurs ist schnell und flüssig zu befahren, die Joker-Runde ist allerdings eng.