Mittwoch, 14. November 2018
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Memorial
14.10.2018

Strahlendes Graf Berghe von Trips Memorial 2018

Ein phänomenales Graf Berghe von Trips Memorial ging an diesem Wochenende (13./14. Oktober 2018) in Kerpen zu Ende. Das Traditionsveranstaltung des Kart-Club Kerpen erfreute sich mit über 160 Teilnehmern großartiger Starterzahlen. Das ließ nicht nur den Veranstalter strahlen, sondern auch Wettergott Petrus. Dieser bescherte den Fahrerinnen und Fahrern ein traumhaftes Spätsommerwochenende, das für beste Rennbedingungen sorgte und die große Fahrerlagerparty am Samstag in ein sommerliches Grillfest verwandelte.
 
Sportlich gesehen wurde einiges geboten: Insgesamt gingen 13 Klassen an den Start. Neben den aktuellen Kategorien der Bambini light, Bambini, Rok Mini, Rotax Micro, X30 Junioren, Rok Junioren, Rotax Junioren, OK Junioren, X30 Senioren, Rotax Senioren, OK, KZ2 und KZ2 Gentlemen waren mit den Youngtimern der GKC 100 und den Klassik-Karts noch zwei weitere Epochen des Kartsports vertreten, die zahlenmäßig richtig auftrumpfen konnten

Packende Kämpfe in den Nachwuchsklassen

Das Feld der Jüngsten, in dem Bambini-, Rok- und Rotax-Piloten gemeinsam an den Start gingen, zählte stolze 24 Nachwuchstalente. Schnellster Mann im Feld war Rotax-Pilot Max Reis (Nees Racing Team). Er fuhr im Zeittraining und in jedem Rennen die schnellste Runde, weshalb er folglich auch souverän seine Klassenwertung vor Finn Grube (Jesolo) und Luis Romeo Reichel (Team luis7race) gewann. In der Rok-Mini-Klasse feierte Benjamin Gärtner (Tony Kart) einen Dreifachsieg und setzte sich demnach auch ungeschlagen gegen Philipp Salzmann und Justin Gerritz (beide Tony Kart) durch.
 
In der mit elf Piloten besetzten Bambini-Wertung behauptete sich Marc Schmitz (Maxim Racing Sport) an der Spitze. Der Neuwieder holte sich einen zweiten Platz und zwei Siege, womit er Maddox Wirtz (Mach1) und Marcell Korchukov (MK 22 Racing Team) auf die Ehrenplätze verwies. Bei den Bambini-light-Fahrern sah alles nach einem Erfolg für Niklas Hirsch (DS Kartsport) aus. Der Altenkirchener siegte in den ersten beiden Rennen, bevor er im letzten Durchgang einen Ausfall zu verzeichnen hatte und alle Hoffnungen auf den Tagessieg begraben musste. Davon profitierte am Ende Erik Gassen (Birel), der sich den Memorial-Sieg vor Johannes Flamm (Kartsport Flamm) und Alex Mohr (RMW Motorsport) sichern konnte.

Vier glückliche Junioren-Sieger

Spiel, Satz und Sieg – das war das Motto von Jakob Bergmeister (Schumacher Racing Team) im Feld der Junioren. Der Youngster aus Langenfeld konnte sich nach der Trainingsbestzeit alle Laufsiege sichern und gewann damit eindeutig die Tageswertung der OK Junioren.  Neben ihm nahmen am Abend Piet Matthes (Tony Kart / TM) und Niklas Kalus (DS Kartsport) die Ehrenplätze auf dem Podium ein. Souverän war auch die Leistung von Tim Hartelt bei den X30 Junioren. Auch er holte sich einen Dreifachsieg und gewann damit unangefochten vor Herolind Nuredini (HTO Kartteam) und Robin Müller (Solgat Motorsport).
 
Ausgeglichener ging es bei den Rotax Junioren zur Sache. Hier entschied Noah Saddik (Kosmic) das Memorial mit  2 : 1 nach Siegen für sich und verdrängte Gina Sophie Fulsche (Tony Kart) auf Position zwei. Platz drei ging mit Carina Kröning (Tony Kart) an ein weiteres schnelles Mädel. In der Klasse der Rok Junioren setzte sich Colin Blankenburg (Mach1) durch, indem er sich mit zwei Siegen und einem zweiten Rang die meisten Punkte sichern konnte. Nick Klein-Ridder (MadCroc) fuhr dahinter den zweiten Rang in der Tageswertung nach Hause und verdrängte Yannik Guckeisen (Mach1) auf den dritten Gesamtplatz.

Senioren: Sieger für Clevert, Ponkratz und Kulke

Louis Kulke (Valier Motorsport) behauptete sich in der Wertung der X30 Senioren in Front. Mit zwei Siegen und einem zweiten Platz gewann er die Tageswertung vor Sam Bollacke (Tony Kart) und Maximilian Kannegiesser (Parolin). In der Klasse der Rotax Senioren hatte Julia Ponkratz die Jungs im Griff. Die Kosmic-Pilotin siegte in allen Wertungsläufen vor Michael Cronjäger (NRW Hills Racing). Rang drei holte sich Leonie Gorka (CRG).
 
Lauren Clevert (Kartshop Ampfing) drückte der Klasse OK seinen Stempel auf. Zwei Siege und ein zweiter Rang bugsierten ihn auf Platz eins der Tageswertung. Jan David Fusen (TM Competition) und Moritz Wiskirchen (RMW Motorsport) landeten dahinter auf den Positionen zwei und drei.

Schaltkarts: Alexander Schmitz holt Taggesieg 

Bei den KZ2-Piloten führt kein Weg an Alexander Schmitz vorbei. Der international erfahrene Tony-Kart-Pilot setzte schon im Zeittraining den Maßstab mit 42,599 Sekunden und war dabei bemerkenswert schneller als die Konkurrenz. Das spiegelte sich sodann auch in den Rennen wider. Der Bottroper gewann die ersten beiden Läufe souverän und begnügte sich im letzte Rennen mit Position zwei. Damit gewann er die Tageswertung vor dem amtierenden DSKC-Vize-Champion Alessio Curto (Valier Motorsport) und Lokalmatador Leo Stein (Solgat Motorsport).
 
In der Wertung der KZ2-Gentlemen setzte sich Michael Schneider (CRG/TM) gegen Kevin Kohn (Praga/TM) und Marcus Mattern (M-Power Racing) durch.

GKC 100: Sascha Mohr holt sich den Tagessieg

Mit 33 Teilnehmern ging die Gentlemen Kart Challenge in Kerpen an den Start und holte den Charme der 100ccm-Ära mit ihren IC-A und Formel-A-Motoren zurück auf den Ertflandring. Schnellster der Meute war zu Beginn Sascha Mohr (Energy/TM), der nicht nur die Bestzeit im Qualifying markierte, sondern seine Pole-Position auch in den ersten beiden Rennen in zwei Laufsiege ummünzte. Damit konnte der Pilot aus Edermünde es im letzten Rennen etwas ruhiger angehen lassen. Er begnügte sich mit Platz drei und stand in der Addition aller Läufe als Tagessieger fest. Hinter Mohr holte sich Wilfried Kremers (Tom’s Garage) – nicht zuletzt dank des Sieges in Rennen 3 – den zweiten Platz auf dem Podium. Als Dritter komplettierte Patrick Labusch (KleeBusch Racing) das Gesamtergebnis.

Klassik-Karts: Gernot Stöcker siegt bei den Historischen Karts

Für historisches Flair sorgten die Klassik-Karts in Kerpen: Fast 40 Oldtimer-Karts ließen die guten, alten Zeiten auf dem Erftlandring wieder aufleben. Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten zeigten imposanten Rennen, die allerdings aufgrund der unterschiedlichen Leistungslevel und Baujahre der Karts als Gleichmäßigkeitsprüfungen gewertet wurden. Am Ende gewann Gernot Stöcker (Taifun / Iame) vor Bert Kok (Landia / Parilla) und Chris Stek (Birel / Rotax) die Tageswertung des nostalgischen Memorial-Auftritts.