Sonntag, 16. Dezember 2018
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GP3
02.10.2018

Top-Ten für Jannes Fittje in Russland

Im russischen Sotschi startete Jannes Fittje am vergangenen Wochenende beim vorletzten Saisonrennen der GP3-Series und schaffte nach aufregenden Rennen den Sprung in die Top-Ten. Nach seinem ersten Rennen außerhalb Europas blickt er nun mit großer Spannung dem Finale in Abu Dhabi entgegen.

Bereits im italienischen Monza zeigte Jannes Fittje das er nach nur drei Rennen in der GP3-Series angekommen ist. Der Nachwuchsrennfahrer aus dem Kader der Deutsche Post Speed Academy belegte in Italien Rang elf und wollte nun am Schwarzen Meer den Sprung in die Top-Ten schaffen.

Doch bevor es auf den Stadtkurs in Sotschi ging, galt es für den Youngster die Eindrücke am Fuße des Kaukasus zu genießen. „Das ist ein interessanter Ort für eine Rennstrecke. Vom Strand aus kann man schneebedeckte Gipfel sehen. Ich freue mich auf die Rennen, der Track Walk war bereits sehr lehrreich. Die Strecke hat eine tolle Charakteristik und seinen eigenen Charme“, fasste der 19-Jährige zusammen.

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Wirklich erfolgreich war der Start in die Renngeschehnisse dann aber nicht. Im Freien Training und dem Qualifying am Freitag hinkte Jannes der Konkurrenz hinterher und war am Abend ratlos: „Ich weiß nicht was los ist. Wir verlieren sehr viel Zeit auf die Spitze. Es ist nicht unser Anspruch letzter im Zeittraining zu sein.“

In der Nacht zum Samstag setzte sein Team Jenzer Motorsport alles daran die Probleme an seinem GP3-Boliden aus der Welt zu räumen. Die Mühen wurden am Ende belohnt. Jannes fuhr ein cleveres Rennen und bewies großes Geschick beim Reifenmanagement. In den letzten drei Runden nutzte der Rookie dann seinen Vorteil aus, zog an seinen Kontrahenten vorbei und verbesserte sich von Position 18 auf zwölf. „Die letzten Runden waren einfach unglaublich. Mein Auto lief perfekt und die Reifen haben bis zum Ende gehalten, weshalb ich voll attackieren konnte“, strahlte der Deutsche im Ziel.

Aus der sechsten Startreihe hatte er dann für das Sprintrennen am Sonntag eine gute Ausgangsposition. Jannes kämpfte bis zum Ende um Platz acht und schaffte letztlich als Zehnter den Sprung in die Top-Ten. „Mit dem Ergebnis haben wir unser Ziel erreicht. Ein großer Dank an das gesamte Team, alle haben einen super Job gemacht. Bevor es zum Finale nach Abu Dhabi geht, müssen wir aber noch analysieren, warum uns am Freitag so viel Zeit gefehlt hat“, sagte Jannes abschließend.

Vom 23. bis 25. November wartet nun das große Saisonfinale auf Jannes. Dann startet er wieder im Rahmen der Formel-1-Weltmeisterschaft auf dem Yas Marina Circuit in Abu Dhabi.