Dienstag, 18. Dezember 2018
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FIA WEC
15.11.2018

Porsche hat in China einen weiteren Erfolg im Visier

Das Porsche GT Team geht mit großer Zuversicht in den fünften Lauf der FIA WEC Super Season 2018/2019. Beim Sechs-Stunden-Rennen am 18. November in Shanghai (CN) peilt das Werksteam aus Weissach einen weiteren Erfolg mit zwei rund 510 PS starken 911 RSR an. Durch einen Sieg im vergangenen Rennen in Fuji (JP) zum Abschluss der ersten Saisonhälfte hat Porsche seine Spitzenposition in der GTE-Pro-Klasse der Sportwagen-Weltmeisterschaft gefestigt.

Der Vorsprung auf die Konkurrenz von Ferrari, BMW, Aston Martin und Ford soll im letzten WEC-Rennen des Jahres 2018 weiter ausgebaut werden. Außerdem kämpfen drei Kundenteams mit vier weiteren Porsche 911 RSR am Rennwochenende in der Kategorie GTE-Am um Punkte für die Meisterschaft.


Das Rennen

Das Porsche GT Team hat mit dem Shanghai International Circuit noch eine Rechnung zu begleichen. Im vergangenen Jahr lagen beide 911 RSR phasenweise auf Siegkurs. Richard Lietz (AT) und Frédéric Makowiecki (FR) verloren durch einen unverschuldeten Kontakt mit einem LMP1-Prototypen im letzten Renndrittel rund 15 Sekunden und wurden Zweite. Das Schwesterauto schied vorzeitig aus. In der Saison 2014 feierte das Porsche GT Team auf dem Formel-1-Kurs in China einen Doppelerfolg, im Jahr darauf fuhren der Däne Michael Christensen und Lietz zum Sieg. Die Sportwagen-Weltmeisterschaft (WEC) gastiert seit 2012 jährlich in Shanghai. Der Grand-Prix-Kurs gilt als sehr fordernd für die Reifen, bietet aber zahlreiche Überholmöglichkeiten.


Die Fahrer des Porsche GT Teams

Im Porsche 911 RSR mit der Startnummer 91 wechseln sich Richard Lietz und Gianmaria Bruni (IT) ab. Der Österreicher stand bei den bisherigen sechs WEC-Rennen in Shanghai viermal auf dem Siegerpodest. Bruni wartet noch auf seinen ersten Erfolg auf der abwechslungsreichen Strecke vor den Toren der chinesischen Metropole. Im Schwesterauto mit der Startnummer 92 gehen Kévin Estre und Michael Christensen an den Start. Das Duo aus Frankreich und Dänemark hatte nach dem Triumph bei den 24 Stunden von Le Mans, den sie gemeinsam mit Laurens Vanthoor (BE) feierten, auch das vergangene Rennen in Japan gewonnen. 


Die Kundenteams

In der GTE-Am-Klasse bringen drei Kundenteams vier weitere Porsche 911 RSR an den Start. Das deutsche Team Project 1, das in Fuji seinen ersten WEC-Sieg einfuhr, setzt auch beim Rennen in China im Fahrzeug mit der Startnummer 56 auf die Dienste von Porsche-Werksfahrer Jörg Bergmeister (Langenfeld), Egidio Perfetti (NO) und Patrick Lindsey (USA). Porsche-Junior Thomas Preining wird seinen zweiten Einsatz in der Sportwagen-Weltmeisterschaft angehen. Der Österreicher teilt sich das Auto mit der Startnummer 86 von Gulf Racing mit den beiden Briten Ben Barker und Michael Wainwright. Die beiden Porsche 911 RSR des Teams Dempsey-Proton Racing peilen weitere Erfolge an. Porsche Young Professional Matt Campbell (GB), Porsche-Junior Julien Andlauer (FR) und Christian Ried (Schöneburg) führen die Meisterschaft im Fahrzeug mit der Startnummer 77 an. Im Schwesterauto (#88) wechselt sich Porsche Young Professional Matteo Cairoli aus Italien mit seinem Landsmann Riccardo Pera und Khaled Al Qubaisi (Vereinigte Arabische Emirate).


Der Porsche 911 RSR

Der Porsche 911 RSR feierte 2017 in Silverstone sein Debüt in der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC. In der aktuellen Saison belegte der Rennwagen aus Weissach in Le Mans die ersten beiden Plätze in der Kategorie GTE-Pro und holte sowohl beim Langstreckenklassiker in Frankreich als auch beim Rennen in Silverstone den Klassensieg in der Kategorie GTE-Am. Der RSR mit Vierliter-Boxermotor basiert auf der siebten Generation der Sportwagenikone 911 und leistet je nach Restriktor rund 510 PS. Mit insgesamt sechs Fahrzeugen stellt die Marke Porsche das größte Kontingent an GT-Fahrzeugen in der Sportwagen-Weltmeisterschaft.


Die Zeiten

Das Sechsstundenrennen der WEC in Shanghai startet am Sonntag, 18. November 2018, um 4:00 Uhr MEZ (11:00 Uhr Ortszeit).