Montag, 10. Dezember 2018
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ADAC GT Masters
21.09.2018

5 Fragen an ... Robert Renauer

Porsche-Pilot Robert Renauer kämpft an diesem Wochenende auf dem Hockenheimring um den Titel im ADAC GT Masters. Zusammen mit seinem Teamkollegen Mathieu Jaminet führt der Herberth Motorsport-Pilot die Gesamtwertung mit vier Punkten vor Markus Pommer/Maxi Götz im Mercedes-AMG GT3 an. Wir haben den 33-Jährigen aus Jedenhofen kurz vor dem großen Finale befragt.
Robert, wie geht ihr in das finale Wochenende in Hockenheim?
„Wir sind sehr gut vorbereitet, werden natürlich schauen, dass wir zweimal ein gutes Resultat heimbringen. Im Endeffekt liegt's in unseren eigenen Händen, was wir daraus machen. Wir gehen mit vier Punkten Vorsprung ins Finale. Das ist bei 50 zu vergebenen Punkten zwar nichts, aber es ist trotzdem ein bisschen Erleichterung, wenn du weißt, dass du nach dem Samstagsrennen auf jeden Fall am Sonntag auch noch theoretische Meisterschaftschancen hast, egal was passiert.”
Mit was bist du am Sonntagabend zufrieden? Zählt nur der Titel?
„Wir wollen auf jeden Fall den Titel dieses Jahr gewinnen, wir waren da 2013 schon mal knapp dran,  haben es dann leider nicht ganz geschafft und die Corvette hat gewonnen. Das wollen wir dieses Jahr natürlich umdrehen und wir wären natürlich enttäuscht, wenn es nicht klappt mit dem Meistertitel. Aber bei dem klasse Starterfeld ist es auch eine gute Leistung, dass wir jetzt beim Finale noch Titelchancen haben. Darauf können wir auf jeden Fall stolz sein dieses Jahr.”
Welche Schlagzeile würdest du gerne mal über dich lesen?
„Anerkennung für das, was man hier macht hört jeder gerne. Das haben wir auch letztes Jahr bei der Porsche-Weihnachtsfeier schon gehört. Das ist wahrscheinlich das, was mich am meisten emotional bewegt, wenn man für den harten Einsatz, den man hier bringt – auch nicht nur fahrerseits, sondern auch teammäßig – Anerkennung bekommt.”
Nenne bitte drei Stichworte, die dich als Rennfahrer beschreiben!
„Emotional, voll einsatzbereit und taktisch mitdenkend.”
Was sind deine Pläne für 2019 und auch die eures Teams?
 „Wir werden als Team auf jeden Fall ein dickes Winterprogramm stemmen. Es fängt im Dezember an mit dem Nations-Cup-Finale in Bahrain, da bringen wir das Team Australia an den Start. Dann geht es weiter mit dem Dubai 24-Stunden-Rennen im Januar. Momentan arbeiten wir auch noch an einem Einsatz in Daytona mit unseren Kunden. Und ansonsten würden wir auf jeden Fall wieder das gleiche Programm abfahren wie dieses Jahr. Wenn's geht vielleicht noch ein Pro-Auto in der Blancpain-Serie an den Start bringen – ähnlich wie hier im ADAC GT Masters mit dem Pro-Auto, weil es sehr viel Spaß macht sich auch mit einem Porsche-Werksfahrer das Auto zu teilen. Ansonsten kann alles so bleiben wie bisher. Ein zweites Auto im ADAC GT Masters wäre schön, wenn ja, weil man nicht nur alles für ein Auto macht und ein paar Kosten aufteilen könnte. Aber es ist nicht so ganz einfach in der heutigen Zeit. Wir sind eigentlich auch schon die letzten Jahr daran am arbeiten, aber es ist uns bisher noch nicht gelungen. Das Paket muss passen, weil es macht nichts, wenn du jetzt ein zweites Auto an den Start bringst, nur damit es dabei ist und belastest noch dein erstes Auto. Oder du hast halt eine schlechte Stimmung im Team, weil irgendeiner der vier Fahrer nicht reinpasst, dann ist das schon wieder kontraproduktiv."

Dieses Interview führte: Susanne Roßbach