Donnerstag, 21. September 2017
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
VLN
04.09.2017

Norbert Siedler mit Aufholjagd auf der Nordschleife

Mit einer Aufholjagd kämpfte sich Norbert Siedler am Samstag gemeinsam mit seinem Teamkollegen Daniel Keilwitz (DE) beim sechsten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft von Platz 16 bis auf den neunten Rang. Nach Pech im Qualifying gewann der Österreicher vor allem in der Startphase viele Positionen und zeigte in der zweiten Rennhälfte das Potenzial des Frikadelli-Porsche.

Schon im Anschluss an den VLN-Lauf vor 14 Tagen hatte Norbert Siedler die Wichtigkeit der Startposition betont. Doch auch an diesem Wochenende wurde der Frikadelli-Porsche im Zeittraining vom Pech verfolgt und kam nicht über den 16. Startplatz hinaus. „Es ist ein Glücksspiel“, ärgerte sich der Tiroler. „In den letzten Minuten gab es an zwei Stellen größere Aufräumarbeiten. Manche Fahrer hatten nur normale Gelbphasen, andere sind durch Code-60-Zonen gekommen. Wir hatten wieder einmal Pech.“


Starker Auftritt in den ersten Runden – Probleme mit zu hoher Reifentemperatur

Die Startphase verlief für Norbert Siedler optimal: Schon auf der Grand-Prix-Strecke verbesserte sich der Langstrecken-Spezialist um vier Positionen und bog auf Rang zwölf auf die Nürburgring-Nordschleife ein. Bis zum ersten Boxenstopp kämpfte sich der Rennfahrer aus Oberau sogar auf den achten Platz. „In den ersten Runden konnte ich sehr viele Positionen gewinnen, danach haben die Reifen überhitzt und ich hatte kaum noch Haftung. In meinem zweiten Stint haben wir dann die Mischung gewechselt und das Fahrzeug war plötzlich sensationell“, berichtete der Porsche-Pilot.

Anzeige
Im zweiten Teil des Rennens setzte Norbert Siedler immer wieder die schnellsten Rundenzeiten und reduzierte den Rückstand auf die Spitzengruppe. Nach vier Stunden und 28 absolvierten Runden überquerte Teamkollege Daniel Keilwitz die Ziellinie schließlich auf dem neunten Rang. „Mit diesem Resultat sind wir hinter unseren Ansprüchen zurück geblieben“, bilanzierte Siedler enttäuscht. Trotzdem zeigte er sich zuversichtlich: „Zeitweise waren wir schnell genug für das Podest. Wir müssen eine Abstimmung finden, mit der wir unter allen Bedingungen so attackieren können.“

In zwei Wochen führt die Reise für Norbert Siedler an den Sachsenring. Dort wird sich der 34-Jährige bei der sechsten Saisonveranstaltung des ADAC GT Masters wie üblich einen Lamborghini Huracán GT3 von HB Racing mit Marco Mapelli (IT) teilen. Nur eine Woche später findet das Saisonfinale des GT Masters auf dem Hockenheimring statt.