Montag, 24. Juli 2017
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
Tourenwagen Allgemein
11.07.2017

Junior Nick Hancke holte sechsten Klassensieg

Nachdem es für A.V.P. Motorsport zuletzt wie am Schnürchen lief, musste das Team auf dem Hockenheimring einen kleinen Dämpfer einstecken. Den Klassensieg vor Augen kostete Arnd Meier und Sepp Römer ein zusätzlicher Stopp den möglichen Triumph. Zumindest Junior Nick Hancke durfte über einen weiteren Klassenerfolg jubeln.

Die extrem heißen Temperaturen beim vierten Lauf der DMV BMW Challenge setzte auch dem Team von A.V.P. Motorsport zu. Zumal diesmal die 200 Kilometer Distanz, also rund 90 Minuten Fahrzeit statt der üblichen Sprintrennen über 30 Minuten, anstand. Sepp Römer hatte sich mit dem zweimaligen Titelträger Arnd Meier verstärkt, so dass in Hockenheim einiges zu erwarten war. Im Qualifying konnte Meier sofort zeigen, dass er nach wie vor zu den schnellsten Piloten in der Serie zählt. Doch wegen Missachtung der Parc fermé Bestimmungen wurde, wie bei vielen anderen Teilnehmern, die Zeit gestrichen. Dadurch musste Meier das Rennen von ganz hinten aufnehmen. Doch gleich nach der Startfreigabe zeigte der Ex-Indy Car Pilot seine Klasse und nach drei Runden lag der E36 bereits an der fünften Stelle. Von da aus wäre Meier eigentlich auch ins Rennen gestartet.

Anzeige
In Runde vier kam Meier als Gesamtvierter und klar führender der GTR4 an die Box. Sepp Römer enterte das Cockpit. Doch nur zwei Runden später hinkte Römer mit einem E36 in Schieflage wieder an die Box. In der schnellen Parabolica hatte Römer das Rad verloren. Zwar konnte die Mannschaft das Auto wieder reparieren, doch hatte man fast eine halbe Stunde verloren. Zumindest strich Römer noch die Punkte für den fünften Platz in der Klasse ein.

„Wir hatten über eine Minute Vorsprung, als ich das Auto übernommen habe. Ich habe schon beim Rausfahren gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Dachte aber, dass es am Kies lag, der in der Kurve lag. Auf der Parabolika flog plötzlich das Rad weg. In der Box haben sie es noch repariert, so dass wir wenigstens nochmals rausfahren konnten, um wenigsten ein oder zwei für die Meisterschaft wichtige Punkte mitzunehmen“, so Römer. „Leider muss beim Boxenstopp das linke vordere Rad schräg drauf gewesen und so festgezogen worden sein. Bei der ersten Kurve beim Rausfahren hat es sich richtig auf die Nabe gesetzt, war aber dadurch locker. Das passiert halt mal, ist auch in der Formel 1 schon passiert. Da müssen wir jetzt mit leben und einfach auf das nächste Rennen schauen“, ergänzte Teamchef Hannes Karl.

Besser lief es für Junior Nick Hancke, der mit seinem 318er erneut den Klassensieg einfuhr. Der Youngster hatte mit Timo Raff einen starken Gegner, der zunächst die Führung bei den 318er behauptete. Erst in Runde neun fand Hancke einen Weg am schnellen Kontrahenten vorbei. Am Ende hatte Hancke allerdings den Vorsprung auf über 50 Sekunden ausgebaut, womit sich der Youngster den sechsten Sieg im siebten Rennen holte. „Nick Hancke hat seine Klasse gewonnen und liegt dadurch sehr gut im Rennen. Aber ich muss zugeben, dass ich ihn vor lauter Anspannung hier ganz aus den Augen verloren hatte. Umso schöner ist sein Ergebnis zu bewerten“, freute sich Hannes Karl.