Montag, 11. Dezember 2017
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Sonstiges
01.12.2017

Vier Räder, die schon immer für Faszination sorgten: Oldtimer

Früh begeisterte sich die Menschheit für das Fahren auf vier Rädern. Nicholas Cugnot baute im Jahr 1769 das erste, nicht mit Muskelkraft angetriebene Fahrzeug. Von da an veränderten sich Bauart und Ausführung permanent. Die Entwicklung des Verbrennungsmotors durch Carl Benz sorgte nicht nur für große Aufmerksamkeit, sondern auch für die Serienproduktion der zukünftigen Transportmittel.

Diese Produktion führte dazu, dass die Fuhrwagen und Pferdekarren von der Bildfläche verschwanden und dem Automobil die Straßen überließen. Das Grundgerüst des Automobils beinhaltet alle zugehörigen mechanischen Details, wie Fahrwerk und -gestell, Motor, Karosserie, Getriebe und Innenraum.


Im Wandel der Zeit: Moderne versus Rarität

Heutzutage sind moderne Automobile oder Modelle für den Motorsport mit vielen elektronischen Bauteilen ausgestattet. Diese reichen von Kombiinstrumenten wie den digitalen Anzeigen im Auto bis hin zur Motorsteuerung, die direkt auf das Zündsystem zugreift und die Zündung computergesteuert auslöst. Sicherheitstechnisch hat der Airbag die Standards in den Automobilen verbessert. Assistenzsysteme wie die automatische Einparkhilfe oder der Spurfahrassistent helfen dem Fahrer, unebene Straßenabschnitte und verschiedene Wetterverhältnisse zu meistern. Das Antiblockiersystem sorgt zusätzlich für Sicherheit und eine gute Straßenlage. Fällt das ABS aus, fehlt der Bremsdruck und die Bremse ist kaum Spürbar. Multimediageräte wie CD- oder Mp3-Spieler bieten ein kompromissloses Entertainmentsystem. Inzwischen haben die verschiedenen PKW Modelle mehrere Kilometer Kabel für die einzelnen elektronischen Elemente. Alle diese technischen Errungenschaften der Ingenieurskunst waren den Automobilen aus vergangenen Zeiten noch nicht vergönnt. 

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Die ersten Modelle waren mit bis zu vier Stahlrädern oder Reifen zum Fortbewegen ausgestattet. Ein Rahmen und eine sperrige Kabine dienten zur Abwehr und zum Schutz von Wind und Wetter. Später folgten die Modelle, die heute als wahre Prachtstücke gelten. Dazu zählt unbestritten der Mercedes Benz Pagode, denn diesen Oldtimer zu kaufen, bedeutet ein echtes Stück Mercedes-Geschichte zu besitzen. Der Pagode gehörte zu den ersten SL-Modellen, die von den neuen, vielseitigen Sicherheitsstandards profitierten.


Welche Vorteile bringt der Oldtimer mit H-Kennzeichen? 

Jedes Gefährt hat verschiedene Vorteile. Ein Motorrad suggeriert den Hauch der Freiheit, ein modernes Auto überzeugt mit viel PS und Hubraum, ist ein sportliches Highlight und vereint Optik mit Power. Ein Oldtimer besticht im Gegensatz mit nostalgischem Charme. Die Vorteile eines alten Schätzchens sind nicht von der Hand zu weisen. Mit einem H-Kennzeichen bestückt, genießen die Raritäten einige nennenswerte Vorteile gegenüber neuen, schicken Sportwagen. Über drei Millionen Oldtimer mit H-Kennzeichen fahren durch Deutschland und sind von den unerbittlichen Auflagen der Umweltzonen in verschiedenen Städten befreit. Deshalb fahren Oldtimer auch ohne die grüne Plakette in den ausgezeichneten Zonen. Ein weiterer Vorteil des Oldtimers mit H-Kennzeichen ist, dass der Wert nach Erteilung der Oldtimer-Plakette in vielen Fällen ansteigt und der PKW zu einer Wertanlage wird. Auch steuerliche Vorteile sind positive Aspekte. Hubraum, PS oder Abgaswerte spielen bei dem Oldtimer nicht die übergeordneten Rollen wie bei anderen Autos. Die jährliche Steuer beträgt pauschal 192 Euro. Um das ersehnte Oldtimer-Kennzeichen zu erhalten, sind die Punkte dieser Checkliste zu erfüllen: 

Checkliste 
  • Eine dokumentierte Fahrzeughistorie
  • Mindestens 90 % originale oder originalgetreue Fahrzeugteile
  • Mindestens 30 Jahre alt seit der Erstzulassung
  • Das Auto sollte sich in einem Zustand befinden, der erhaltenswert und pflegbar ist

Nicht nur in Puncto Steuern ist der Oldtimer ein günstiger, fahrbarer Untersatz, denn meist ist er auch in der Versicherung erschwinglicher. Um diesen Vorteil zu nutzen, muss der Fahrzeughalter eine Dauerkarte für den öffentlichen Nahverkehr oder ein zweites Fahrzeug ohne H-Kennzeichen vorweisen, um dem Vorwurf des Missbrauchs in Puncto Oldtimer-Tarif zu entgehen.