Freitag, 24. November 2017
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VLN
05.09.2017

Jung/Wolf gewinnen Kampf gegen ABS am Nürburgring

Am Ende wurden Nils Jung/Florian Wolf (Pohlheim/Linden) mit Platz zwei unter den vier Autos des KTM X BOW Cup im Rahmen des 40. RCM/DMV- Grenzlandrennens, dem sechsten Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring belohnt. Bis dahin war es jedoch teilweise ein harter Weg. Das freie Training am Freitag stand zunächst nicht auf dem Plan. Doch Teamchef Uwe Isert war der Ansicht, dass das mittelhessische Duo so viele Kilometer wie möglich mit dem KTM X Bow sammeln sollte. „Das Auto war jedoch ziemlich zickig, weil wir wenig Gewicht auf der Vorderachse haben und die Vorderreifen ständig auf Temperatur halten mussten“, analysierte Wolf, der seinen Fahrstil entsprechend umstellen und die Kurven direkter fahren musste.

Das Wetter am Samstagmorgen zum Pflichttraining zeigte sich eifeltypisch mit Regen, Nebel sowie Kälte und musste wegen schlechter Sicht um 20 Minuten verschoben werden. Bei teils nassen Bedingungen ging Jung wie üblich als Startfahrer auf die rund 25 Kilometer lange Strecke, der Kombination aus GP-Kurs und Nordschleife. „Ich fuhr meine Sollzeit, um qualifiziert zu werden“, beschrieb der Pohlheimer sein Pflichtprogramm. Danach übernahm Wolf mit profillosen Slicks. „Auf nassen Stellen war es wie auf Glatteis und ich fuhr auf Sicherheit. Zumal ich schon beim vorherigen Sechs-Stunden Rennen nicht zum Fahren kam“, meinte Wolf. Dessen Partner konnten den KTM nach 8:47 Minuten auf Cup-Platz vier abstellen.

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Zu Beginn des vierstündigen Rennens verlor Jung zehn Plätze, weil das ABS (Anti Blockier System) ausfiel und er musste Tempo raus nehmen. „Der Bremsdruck ließ sich schwer regulieren und man spürte das Bremspedal weniger“, beschrieb Jung die Situation. Das Isert-Team beschloss, das Steuergerät in den Ausgangszustand zurück zu versetzen, konstante Runden zu fahren und kein Risiko einzugehen. Zum Zeitpunkt des Fahrerwechsels lag man auf Cup-Rang drei. Der Lindener testete auf der GP-Strecke zunächst ohne Erfolg das ABS, das im Auto jedoch stufenweise eingestellt werden kann. „Mit dem Regler von Stufe sechs auf fünf und wieder zurück konnte ich ohne Probleme weiter fahren“, freute sich Wolf. Am Ende reichte es nach 4:07:39,821 Stunden und 26 Runden zum erfreulichen zweiten Cup-Platz hinter den Teamkollegen Ferdinand und Johannes Stuck (München). Die bis kurz vor Schluss Zweitplatzierten Arne Hoffmeister/Benjamin Mazatis (Mainleus/Bruckmühl) fielen trotz Schlussattacke mit 8:31 Rundenzeit mit einem Cent-Defekt aus.

In der Gesamtwertung des KTM X-BOW Cup führen nach drei Läufen die Stuck-Brüder mit 24 Punkten vor Jung/Wolf mit 16 Zählern sowie Axel und Max Friedhoff (Bergweiler) mit 13 Punkten. Der Gesamtsieg ging nach 28 Runden und 4:02:41,099 Stunden an Connor de Philippi/Robin de Frijns (USA/NL) im Audi R8 von Land Motorsport. Der nächste VLN- Lauf findet am 23. September statt.