Mittwoch, 20. September 2017
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FIA Formel 3 EM
21.08.2017

Siebter Saisonsieg für McLaren-Junior Lando Norris

Der Brite Lando Norris (Carlin), der vom Formel-1-Team McLaren unterstützt wird, freute sich auf dem 4,307 Kilometer langen Circuit Zandvoort über seinen siebten Sieg in der FIA Formel-3-Europameisterschaft 2017. Rang zwei ging an Ferdinand Habsburg (Carlin), als Dritter wurde der Deutsche Maximilian Günther (Prema Powerteam) abgewinkt. Norris, der zugleich bester Rookie im Feld war, baute seinen Vorsprung in der Fahrerwertung der FIA Formel-3-EM auf seinen ersten Verfolger Günther auf elf Punkte aus.

Lando Norris setzte sich vom Start weg in Führung und kam bereits aus Runde eins mit einem Vorsprung von fast einer Sekunde zurück. Von Beginn an übernahm Ferdinand Habsburg den zweiten Rang, gefolgt von Maximilian Günther, Guanyu Zhou (Prema Powerteam) und Callum Ilott (Prema Powerteam). Jake Hughes (Hitech Grand Prix) reihte sich als Sechster ein, doch er musste schon frühzeitig den Kontakt zum Fünftplatzierten abreißen lassen. Hinter dem Briten, der im zweiten Lauf von Zandvoort noch einen Podestplatz erringen konnte, bildete sich eine Gruppe, die zusammen mit Hughes aus zehn Fahrern bestand.

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In Runde elf musste Callum Ilott zum Wechsel seines Frontflügels in die Boxengasse abbiegen und kam als Letzter wieder auf die Strecke zurück. Jake Hughes rückte so auf den fünften Rang vor, hatte zu diesem Zeitpunkt aber schon einen Rückstand von zehn Sekunden auf den auf Position vier fahrenden Guanyu Zhou.

An der Spitze hatte Lando Norris sich unterdessen einen Vorteil von über fünf Sekunden auf seinen Teamkollegen Ferdinand Habsburg erarbeitet. Der Österreicher konnte seinen Verfolger Maximilian Günther lange Zeit nicht abschütteln, aber er hielt ihn immer auf genügend großer Distanz, um nicht in Gefahr zu geraten. So waren die Plätze eins, zwei, drei und vier schon frühzeitig bezogen: Lando Norris gewann letztendlich klar vor Ferdinand Habsburg, Maximilian Günther und Guanyu Zhou.

Etwas enger waren die Positionskämpfe im Mittelfeld, in dem vor allem Nikita Mazepin (Hitech Grand Prix) immer wieder versuchte, seinen Teamkollegen Ralf Aron (Hitech Grand Prix) zu überholen. Doch der Este, der phasenweise auch Druck auf seinen Vordermann Harrison Newey (Van Amersfoort Racing) ausübte, konnte den Russen in Schach halten. Fünf Minuten vor Schluss versuchte Pedro Piquet (Van Amersfoort Racing) auf der Außenbahn der Tarzanbocht einen Angriff auf Jake Hughes, doch der Hitech-Pilot verteidigte sich mit Erfolg. Nikita Mazepin zog unterdessen gegen Rookie Joey Mawson (Van Amersfoort Racing) den Kürzeren und verlor seinen neunten Platz an den Australier. Mazepin wollte zwar kontern, doch dies gelang ihm nicht. Somit lautete die Reihenfolge ab Rang fünf im Ziel Jake Hughes vor Pedro Piquet, Harrison Newey, Ralf Aron, Joey Mawson und Nikita Mazepin.

Lando Norris (Carlin): „Über dieses Rennen gibt es nicht viel zu erzählen. Mein Start war ziemlich gut, weshalb ich meinen ersten Platz in der ersten Kurve nicht verteidigen musste. Dass mir die Starts hier in Zandvoort so gut gelungen sind, macht mich glücklich. Ansonsten wäre ich einmal fast abgeflogen, weil sich glaube ich der Wind drehte und mir deshalb ein Fehler unterlaufen ist. Aber es ist gut gegangen und ich freue mich über den zweiten Sieg an diesem Wochenende.“

Ferdinand Habsburg (Carlin): „In den ersten beiden Rennen des Wochenendes war meine Pace nicht so klasse, aber wir haben uns die Daten und die Videos angeschaut und eine deutliche Verbesserung geschafft. Nach ein paar Runden lief es wirklich klasse und auch in meinem Problemsektor zwei war ich richtig schnell. Wir haben in diesem Jahr einen guten Schritt nach vorne gemacht – ich habe eher im hinteren Bereich angefangen und bin nun schon zum dritten Mal auf dem Podest. Es macht viel Spaß, in der FIA Formel-3-EM zu fahren. Ich würde das Gelernte gerne im kommenden Jahr umsetzten und um den Titel fahren.“

Maximilian Günther (Prema Powerteam): „Dieses Wochenende war nicht das, was ich erwartet hätte. Am Ende sind immerhin zwei Podestplätze herausgekommen, aber ich wollte mehr. Dieses Rennen war für mich persönlich nicht allzu spannend, denn man kann hier nicht überholen. Damit war Rang drei das Maximum, das ich erreichen konnte.“