Dienstag, 12. Dezember 2017
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24h Le Mans
15.06.2017

Simon Trummer: „Die LMP2 wird diesmal das Highlight“

Alle Jahre wieder – und zwar traditionell Mitte Juni – blickt die Sportöffentlichkeit gespannt nach Le Mans zum berühmtesten und wichtigsten Langstreckenrennen der Welt. Auf der 13,6 Kilometer langen Strecke wird diesmal vor allem die stark besetzte LMP2 Klasse im Mittelpunkt stehen, in der auch Simon Trummer und sein Team, CEFC Manor TRS Racing, in den Kampf um die begehrte Trophäe eingreifen möchten.

Nur noch zehn Tage bis die Ampel auf dem „Circuit des 24 Heures“ auf grün schaltet. Welche Erkenntnisse hast du von der jüngsten Test-Generalprobe aus Le Mans mitgenommen?
Simon Trummer: „Die neuen LMP2 Fahrzeuge sind unglaubliche 8 Sekunden pro Runde schneller als im Vorjahr und erreichen auf den Geraden 340 Stundenkilometer. Die Dallaras waren bei den Topspeeds sogar teilweise über dieser Marke, dafür ist unser Oreca-Chassis deutlich schneller in den Kurven. Wir haben bewusst auf einen Qualirun verzichtet, waren bei den Longrungs aber in den Top-Drei. Zuversichtlich stimmt mich auch der Speed unseres Silber-Fahrers, Roberto Gonzalez. Wir haben alle drei viele Testkilometer abgespult und sind nun bestens für den Klassiker gerüstet.“

Wäre es vermessen, nach der gelungenen Generalprobe nun vom Klassensieg zu träumen?
Simon Trummer: „Träumen darf man immer, wobei man nicht vergessen darf, dass die LMP2 in dieser Saison mit 25 identisch motorisierten Fahrzeugen ohne jeden Zweifel die am härtesten umkämpfte Klasse sein wird. Die Strecke in Le Mans und die lange Distanz strapazieren bekanntlich das Material bis an die Grenzen. Außerdem sind Fahrfehler und Unfälle im Pulk mit anderen Prototypen und mit den GT-Autos nie ausgeschlossen. Es wäre also wirklich vermessen, von einer Favoritenrolle zu sprechen.“

Es ist mit Sicherheit eine Privileg, zum Fahrerkader von CEFC Manor TRS Racing zu gehören. Immerhin habt ihr mit Jean Eric Vergne und Vitaly Petrov zwei ehemalige Formel-1-Piloten im Kader.
Simon Trummer: „Es zeigt nur, wie kompromisslos unser Team auf Erfolg getrimmt ist. Für mich ist die teaminterne Zusammenarbeit und der Vergleich mit Fahrern dieser Qualität auch eine zusätzliche Motivation und Bestätigung. Ohne die Unterstützung unserer Partner und Sponsoren wäre diese konsequente Herangehensweise jedoch gar nicht möglich. Es ist schon beiendruckend, auf welches Niveau sich die LMP2 inzwischen entwickelt hat.“

Für dich geht es schon am Sonntag zurück an die Sarthe. Wie groß ist dein Lampenfieber vor diesem Klassiker? 
Simon Trummer: „Es sind bei mir eigentlich nur positive Gedanken und der Fokus darauf, alle Abläufe noch einmal durchzuspielen, um dann möglichst fehlerfrei zu agieren. Die Stimmung im Team könnte nicht besser sein und dementsprechend groß ist die Vorfreude.“