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SCC
18.05.2016

Fiedler stoppt Siegesserie von Plentz in Spielberg

Auf dem Red Bull Ring riss die Siegesserie von Fabian Plentz (Norma BMW). Während Plentz das erste Rennen zur Sports Car Challenge gewann, siegte im zweiten Durchgang Andreas Fiedler (PRC Turbo). In der Division 2 teilten sich Simon Stoller (PRC Honda) und Jay Boyd (Norma Honda) die Siege. 

Nach den beiden Erfolgen zum Saisonauftakt schien sich auf dem Red Bull Ring die Erfolgsserie von Fabian Plentz fortzusetzen. In beiden Trainingssitzungen markierte der Vorjahresmeister die Bestzeit. Das erste Rennen war dann auch ein Ebenbild der beiden Qualifying-Sitzungen. Gleich auf den ersten Metern fuhr der auf Regenreifen gestartete Plentz einen Abstand zur Konkurrenz heraus. Gerade in der Anfangsphase erwies sich die neu asphaltierte Strecke noch als sehr rutschig. Während Plentz an der Spitze vornewegfuhr, schnappte sich Turi Breitenmoser im PRC Cosworth die zweite Position. Der Eidgenosse setzte auf Intermediates. Damit lag Breitenmoser goldrichtig und setzte sich vom restlichen Feld ab. Doch ein Ausflug ins Kiesbett kostet zunächst Rang zwei, als Siegmar Pfeifer (Norma BMW) den Fehler ausnutzte und vorbeizog. Doch Breitenmoser konterte kurz darauf und nach einem engen Zweikampf sah der PRC-Pilot das Ziel als Gesamtzweiter.

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„Am Anfang war ich mit viel Risiko ziemlich schnell unterwegs. Ohne den Ausrutscher hätte es vielleicht für mehr gereicht. Ob die Intermediates die beste Option waren, weiß ich nicht“, so Breitenmoser.  Rang drei ging an Siegmar Pfeifer. Durch einen kleinen Quersteher verlor Pfeifer etwas Zeit, so dass der Abstand zu Platz zwei etwas größer ausfiel. „Als Schnellster mit Slicks und Dritter im Gesamt bin ich im Prinzip schon zufrieden. Es ging am Anfang nicht mehr mit den Slicks. Später war es in Ordnung“, urteilte Pfeifer über seinen dritten Platz.

Der zweite Heat schien bei trockenen Bedingungen an der Spitze einen ähnlich Verlauf zu nehmen. Wieder fuhr Fabian Plentz recht souverän vorneweg. Doch ein Reifenschaden nach der Hälfte der Distanz zwang den dreimaligen Saisonsieger zur Aufgabe. Damit gewann das Duell zwischen Siegmar Pfeifer und Andreas Fiedler noch einmal an Brisanz. Fiedler hatte im ersten Rennen auf Slicks gesetzt. In der Schlussphase war der PRC-Pilot damit ganz klar schnellster. Doch mehr als Gesamtrang vier war nicht drin.

Im zweiten Rennen setzte sich Fiedler hinter Pfeifer. Bis zur 13. Runden hielt der blaue Norma dem Druck stand. Im 14. Umlauf schnappte sich Fiedler den Norma von Pfeifer und fuhr damit seinen ersten Saisonsieg ein. Auf knapp über zwölf Sekunden konnte Fiedler dabei den Vorsprung aufbauen. „So kann sich das Blatt wenden. Nach Rennen eins gejammert, jetzt aber hat man den Vorteil von den 18 Zoll Rädern gesehen. Ich konnte damit die Performance vom Auto richtig ausnutzen. Ich hatte noch leichte Probleme mit der Lichtmaschine, so dass ich am Schluss nicht mehr so hoch drehen konnte. Aber ich habe gesehen, dass bei Siggi Pfeifer die Reifen nachgelassen haben. Im ersten Rennen hat es zu lange gedauert, bis meine Reifen warm wurden. Die letzten beiden Runden waren meine schnellsten Runden“, berichtete Fiedler. Durch die Ausfälle von Turi Breitenmoser mit Reifenschaden und Peter Kormann, der durch einen Getriebeschaden an seinem PRC Turbo lahmgelegt wurde, ging die dritte Position in der Division 1 an Roland Rupprechter (Norma Honda Kompressor).

Siege für Stoller und Boyd in der Division 2

In der Division 2 fuhr Simon Stoller zu seinem zweiten Saisonsieg. Der junge Eidgenosse hatte mit Slicks viel riskiert. Im letzten Jahr verlor Stoller noch den Titel, als er bei ähnlichen Bedingungen auf Regenreifen gesetzt hatte. Die Konkurrenz um Evi Eizenhammer (Norma Honda) und Jay Boyd vertrauten dagegen auf die profilierten Pneus. Zumindest in der Anfangsphase sahen sich Eizenhammer und Boyd bestätigt. Stoller fiel zunächst hinter Boyd auf Rang drei zurück, doch mit zunehmend trockener werdender Strecke lagen die Vorteile beim PRC-Piloten. Ab der siebten Runde übernahm Stoller das Kommando in der Division 2. Mit über 30 Sekunden Vorsprung wurde der schnelle Schweizer als Sieger vor Eizenhammer abgewinkt. „Auf der Strecke war es am Anfang sehr kritisch mit Trockenreifen zu fahren. Aber mit der Zeit wurde die Strecke trockener. Die Hauptgegner waren auf Nassreifen gestartet. Die bekamen mit der Zeit Probleme und ich konnte vorbei. Am Ende hat es sich für mich ausgezahlt“, so Stoller. Während Boyd mit einem Plattfuß aufgeben musste, schnappte sich Markus Kündig im Centenari Alfa Romeo den dritten Podestplatz in der Division 2 vor Andreas Hasler (Radical SR4).

Das zweite Rennen entschied Jay Boyd mit einem Start- und Zielsieg für sich. Über zehn Sekunden hatte Boyd am Ende der 25 Minuten Distanz Abstand zu Platz zwei. Durch die Ausfälle der großen Boliden landete der Vorjahressieger der Division 2 sogar auf dem dritten Gesamtrang. „Es waren teilweise bis zu zehn Sekunden. Die letzten drei Runden habe ich dann die Führung gesichert ins Ziel gebracht“, erklärte Boyd.  Zweiter wurde Simon Stoller, der nach Problemen in der Einführungsrunde das Rennen von ganz hinten angehen musste. Da die Sports Car Challenge im gemeinsamen Starterfeld mit der FIA Zonenmeisterschaft antrat, war es für den Schweizer ein schweres Stück Arbeit um auf die vorderen Ränge in der Division 2 aufzuschließen. Kurz vor dem Fallen des schwarz-weiß karierten Tuchs schnappte sich Stoller die bis dato auf Platz zwei liegende Evi Eizenhammer. „Mein Teamkollege, der normalerweise immer der Supergentleman ist, hat mir in der vorletzten Runde einen Klaps verpasst. Aber ich bin trotzdem glücklich mit dem dritten Platz“, so Eizenhammer. Den vierten Platz in der Division 2 holte sich diesmal Happy Behler.

Nach einem Monat geht es für die Sports Car Challenge erst wieder weiter. Dann steht der dritte Saisonlauf vom 18.-19. Juni in Most auf dem Programm. Hier wird man wieder mit der FIA Zonen Meisterschaft antreten.