Sonntag, 23. Januar 2022
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Histo Cup Austria
18.08.2015

Slovakiaring: Sechstes Histo-Cup-Rennwochenende

Wochenende und Sonnenschein, dazwischen ein Wolkenbruch und jede Menge historischer Motorsport auf höchstem Niveau – das und noch einiges mehr bot das sechste Rennwochenende der laufenden Histo Cup-Saison. Nicht weniger als 140 Teilnehmer und ihre „Maschinen“ kämpften auf der beliebten Strecke vor den Toren Bratislavas mit der Mordshitze – und dem einen oder anderen Konkurrenten.

Mehr als nur „Aufputz“ waren an diesem Wochenende die Gleichmäßigkeits-Künstler der Classica Trophy sowie die Gäste der Ferrari-Trophy. Hochspannung brachte erneut das RAVENOL 1-Stunden-Rennen am Samstagabend: Die Pole dafür holte sich der Tscheche Milan Valasek, gefolgt von Andreas Fojtik, beide Ginetta G50.
 
Ravenol 1-Stunden Rennen:
 
Im Rennen konnte sich zuerst Markus Weege mit seinem BMW M3 E36 in Führung setzen, nach einigen Runden übernahm jedoch der tschechische Polesetter die Spitze und gewann das Rennen vor Andreas Fojtik (beide Ginetta G50) und dem Duo Markus Weege/Michael Bahnholzer, BMW M3 E 36. Der als Letzter gestartete Italiener Giancarlo Pedetti zeigte mit seinem Ferrari 550 eine tolle Show: Er kam bis auf den dritten Platz nach vorne, ehe er beim Boxenstopp wegen der Radaufhängung einen längeren Aufenthalt hatte. Letztlich reichte es noch für den fünften Gesamtrang.
 
Michael und Markus Fischer gewannen die Klasse Young Timer über 3000 ccm. Hinter Weege / Bahnholzer platzierten sich in der Klasse Young Timer bis 3000 ccm Stefan Piepenbrink, BMW M3 E30 als Zweiter und das Duo Markus Kalkert/Bianca Maier als Dritte. Die BMW Challenge Wertung war eine klare Sache für das Team Josef Unterholzner/Luca Rettenbacher vor Christian Lobentanz/Leopold Unger und Wolfgang und Alexander Maier.
 
Die historische Wertung bis 2500 ccm holten sich Thomas Dätwyler/Robert Dubler, Opel Kadett. Die Historischen über 2500 ccm gewannen Robert Dubler/Amanda Hennessy, Chevrolet Corvette vor Egmont Wimmeder, Jaguar E Type vor Gerhard und Astrid Witzany, Ford Mustang. Die Wertung der Tourenwagen Open bis 3000 ccm holten sich Thomas Dätwyler/Amanda Hennessy, Renault Clio. Die Schweizer zeigten in diesem Rennen, dass man mit ausgeklügelten Strategien und Fahrerwechseln mit allen Fahrzeugen auf das Podest fahren kann.
 
Ein tolles Rennen ging mit der Siegerehrung gegen 18.00 Uhr zu Ende. Danach „duftete“ es im Fahrerlager herrlich nach Gegrilltem und so manche Bierchen bzw. „Spritzer“ halfen den Rennfahrern und Teammitgliedern über die letzten Stunden der Hitze hinweg. In der Nacht kam dann das erlösende Gewitter mit der dringend notwendigen Abkühlung.
 
Histo Cup K und STW, Rennen 2:
 
Polesetter Roger Bolliger, Pontiac Trans AM setzte sich knapp vor Wolfgang Lange (Chevrolet Can AM) in Führung, gefolgt von Michael Steffny und Erwin Warislowich, beide BMW 320 Gruppe 5 und Manfred Irger, Ford GT 40. Bolliger flog im Infield ab und somit gewann Wolfgang Lange vor einem toll fahrenden Erwin Warislowich und Michael Steffny.
 
Die Klasse K bis 2000 ccm gewann Christoph Eckhart vor Helmut Gähr, beide Ford Escort. K bis 4000 ccm gewann sicher Walter Schropper, Jaguar E Type vor Alfred Weissengruber, BMW 635i und Peter Dubsky, Jaguar D-Type. K über 4000 ccm gewann David Becvar vor Jaroslav Rejka, beide Jaguar XJS und Gerhard Witzany, Ford Mustang.
 
Harter Kampf bei den STW-Piloten bis 2000 ccm: Sieger wurde Albert Gallersdörfer, Opel Kadett vor Sebastian Langoth, VW Golf und Erich Pedrakovits, Ford Escort. STW bis 4000 ccm gewann Erwin Warislowich vor Michael Steffny. STW über 4000 ccm gewann Manfred Irger, Ford GT 40 vor Michael Baumann, Ford Mustang und Roger Bolliger, der nach seinem Abflug es noch in die Wertung schaffte.
 
BMW 325 Challenge, Rennen 1:
 
Fulminanter Start, Polesetter Heribert Haimerl setzt sich vor Luca Rettenbacher in Führung. Einen tollen Start hatte Dieter Karl Anton, der sich von Platz sieben auf den dritten Platz setzte. Dahinter ein sehenswerter Kampf um die Positionen. Matthias Heinemann kämpfte mit Gyögy Makai um den vierten Rang, sensationell unterwegs war Gerald Hofer, der anfangs auf Position sechs lag.
 
Luca Rettenbacher überholte Haimerl in der dritten Runde, Josef Unterholzner, Lehel Laczko und Matthias Heinemann gerieten in der zweiten Kurve aneinander, Laczko touchierte Heinemann, der aber weiterfahren konnte. Heinemann startete eine tolle Aufholjagd und konnte noch Dieter Karl Anton vom dritten Platz stoßen. Lehel Laczko fightete etwas zu hart mit Unterholzner und beide flogen ab. Die Rennleitung lud beide Herrschaften zu einem Gespräch, diesmal gab es eine Strafe gegen den jungen Ungarn, er wurde wegen unsportlichem Verhalten und wegen Unsportlichkeit des Teamchefs disqualifiziert und aus der Veranstaltung ausgeschlossen.
 
Rettenbacher liegt nach dem Sieg vor Haimerl und Heinemann punktgleich an der Gesamtwertung. Die Rookiewertung gewann Fabian Ohrfandl vor Hans Wagner und Gabor Meklvi. Die 50 Plus-Wertung holte sich mit einem feinen vierten Gesamtrang Dieter Karl Anton.
 
Für das zweite Rennen wurden die ersten acht Positionen umgedreht somit stand Tim Meyer auf der Pole-Position und Gerald Hofer neben ihm in der ersten Reihe. Für besondere Spannung war gesorgt.
 
Young Timer, Rennen 1:
 
Die beiden Ginetta G50 mussten beim 1-Stunden Rennen der Hitze Tribut zollen. Andreas Fojtik rutschte beim Versuch, Gerhard Jörg zu überholen, in die Wiese. So gewann Michael Hollerweger, Porsche 996 Cup, das Rennen mit fünf Sekunden Vorsprung auf Markus Weege, BMW M3 E 30 und Rene Terlep, BMW M3 E 46.
 
Die Klasse bis 2000 ccm gewann Julo Koncek, Vectra STW, vor Herbert Leitner, Toyota Celica und Franz Grassl, BMW 320IS. Leitner zeigte eine tolle Aufholjagd von ganz hinten, da er im Qualifying keine Zeit hatte. Die Klasse bis 2500 ccm holte sich Stephan Piepenbrink, BMW M3 E30 vor Markus Kalkert, BMW 325i und Klaus Holzinger, beide BMW 325i. Hinter Markus Weege holte sich Michael Hofer, Seat Leon, den zweiten Platz in der Klasse bis 3000 ccm – knapp vor Andreas Absmann im BMW 325i Touring. Michael Fischer hatte Probleme und belegte nur den fünften Rang. Die Klasse über 4000 ccm gewann Christoph Gürtler BMW V8 vor Gerhard Jörg, Chevrolet und Klaus Rath im Audi Turbo.
 
Formel Historic, Rennen 1:
 
Sieger wurde der Wiener Roland Wiltschegg, Ralt RT1, vor Peter Peckary, Reynard und Walter Vorreiter, Ralt RT 31. Peckary lieferte sich mit Wiltschegg ein herzerfrischendes Duell, dass der Wiener Routinier für sich entschied. Sieger der Formel Ford 1600 wird Helmut Scheuch, Swift. Die Klasse Formel Ford bis 2000cc gewinnt Evita Stadler. Die Formel Libre holt sich Günter Ledl, Ralt. Die jüngeren Libre gewinnt Karl Neumayer als Gesamtvierter des Rennens.
 
Histo Cup K und STW, Rennen 2:
 
Bei herrlichem Wetter und erneut sommerlichen Temperaturen wurde pünktlich um 13.30 Uhr das zweite Rennen gestartet. Gewonnen hat wieder Wolfgang Lange mit dem STW Sportwagen Chevrolet Can AM vor Roger Bolliger, Pontiac Trans Am, der von ganz hinten gestartet ist. Dritter wurde Erwin Warislowich mit seinem BMW 320 Gruppe 5. Die Klasse K bis 2000 ccm gewann der Wiener Christoph Eckhart vor Helmut Gähr. Bis 4000 ccm siegte nochmals der Niederösterreicher Walter Schropper vor Alfred Weissengruber und Peter Dubsky. K über 4000 gewann David Becvar vor Jaroslav Rejka und Robert Dubler. Becvar baute damit seinen Vorsprung im Gesamtklassement weiter aus.
 
Die Klasse STW bis 2000cc gewann der Deutsche Albert Gallersdörfer vor Walter Spatt und Peter Pöschl, Ford Escort. STW bis 4000 gewann Erwin Warislowich vor Michael Steffny, beide BMW Gruppe 5. STW über 4000cc gewinnt Roger Bolliger vor Manfred Irger und Gerhard Witzany.
 
BMW 325 Challenge, Rennen 2:
 
Mega-Action gleich in der ersten Kurve, Luca Rettenbacher verbremste sich auf Position acht und fand sich am Ende des Feldes wieder. DKA führte anfangs, dann Tim Meyer, ehe Heribert Haimerl die Führung übernahm. Matthias Heinemann fuhr von Position fünf aus Schritt für Schritt nach vorne, überholte Dieter Karl Anton, Tim Meyer und nahm die Verfolgung von Haimerl auf. In der letzten Kurve versuchte er noch eine Attacke, aber Haimerl konterte. Er gewinnt denkbar knapp vor Heinemann und dem Ungarn György Makai. Die Rookie-Wertung holte sich wieder Fabian Ohrfandl vor Hans Wagner und dem Ungarn Gabor Melkvi. Dieter Karl Anton war als Gesamtvierter wieder schnellster 50 Plus-Pilot.
 
Young Timer, Rennen 2:
 
Spannend hielt Giancarlo Pedetti das Rennen mit seinem Ferrari 550, der lange den Führenden Michael Hollerweger folgte. Gegen Ende des Rennens traten jedoch Probleme auf und er musste sich noch das feine Überholmanöver von René Terlep, BMW M3 E46, gefallen lassen. Gesamtsieger Michael Hollerweger siegt auch in der Klasse bis 4000cc vor Markus Fischer, BMW.
 
Die Klasse bis 2000 ccm gewann diesmal Herbert Leitner, Toyota Corolla, vor Franz Grassl und Florian Stahl, beide BMW 320IS. Die Klasse bis 2500 ccm gewann Stephan Piepenbrink vor Karl Holzinger und Karl Oppitzhauser, alle BMW. Bis 3000 ccm gewann Michael Hofer, Seat Leon vor Andreas Absmann, BMW. René Terlep holte sich als Gesamtzweiter den Sieg in der Klasse bis 3500 ccm. Die Young Timer über 4000 ccm gewann Gerhard Jörg, Chevrolet vor Christoph Gürtler, BMW.
 
Formel Historic, Rennen 2:
 
Große Probleme für den Leader Roland Wiltschegg, er musste seinen Ralt RT 1 in der siebten Runde abstellen. Walter Vorreiter, Ralt RT 31, gewann das Rennen vor Peter Peckary und Richard Grafinger. Die Formel Ford Wertung holt sich Helmut Scheuch. Günter Ledl gewinnt die Formel Libre.
 
Classica Trophy:
 
Die Classica Trophy fährt an einem Rennwochenende drei Wertungsläufe, die addiert werden. Die Solowertung gewann – nach dem Ausfall von Favorit Bernhard Zimmermann – Franz Altmann, der mit dem LEDL RS vor dem Salzburger Manfred Engl, Alfa Romeo und Astrid Witzany, Ford Mustang.
 
Die Wertung der Teilnehmer mit Co-Pilot holte sich das Grazer Team Wilfried Lind/Wolfgang Ringwald mit vier Hunderstelsekunden Vorsprung auf die Salzburger Herbert Margreiter/Konnie Aistleitner, Alfa 75 und den Wienern Georg Gimenez/Eva Ponesch, Alfa Romeo.