Montag, 17. Januar 2022
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ROTAX MAX Challenge
18.09.2014

Schweizer RMC: Titelkämpfe spitzen sich zu

Bei sonnigem und idealem Wetterbedingungen lieferten sich die Piloten der Schweizer ROTAX MAX Challenge am vergangenen Wochenende vom 13. bis 14. September 2014 anlässlich des fünften von sechs Saison-Läufen viele spannende und unfallfreie Rennen mit knappen Entscheidungen. Gefahren wurde auf der 1.100 Meter langen Piste in Vesoul (FR) rund 130 km westlich von Basel.

Die ROTAX MAX Challenge Schweiz neigt sich dem Ende zu. Entsprechend fokussiert kämpfen die Piloten und Pilotinnen um die Meisterschaft. Die ist bei den Meisten noch lange nicht in trockenen Tüchern. In diversen Klassen sind noch beinharte Duelle um die begehrten Titel im Gange. Es sind knappe Entscheidungen im letzten Rennen zu erwarten, zumal jedem Pilot zwei Streichresultate zur Verfügung stehen.

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In der Königsklasse DD2 tauchte Tabellenführer Kevin Lüdi nach einem Zwischenfall auf Rang acht ab, während beim Zanardi-Piloten Pascal Carigiet vom Kart-Club Oerlikon alles nach Wunsch lief und er souverän den Tagessieg feiern konnte. In der Klasse DD2 Master wiederholte Andreas Brändli seinen Sieg von Lévier. Dies gelang auch Nikolaj Rogivue in der Senior-Klasse. Die weiteren Klassensiege feierten Max Säuberli in der Kategorie Master, Eric Müller in der Kategorie Club, Yannik Brandt bei den Junioren, Jasin Ferati bei den Mini und erstmals Michael Hunsperger in der Micro-Klasse.

In der Micro-Klasse bestritt der bei der Talentsichtung in Bonaduz entdeckte Sacha Clavadetscher seine allerersten Rennen und verbesserte sich dabei konstant. Ganz vorne machte ein anderes, ebenfalls bei der Nachwuchsförderung in Bonaduz entdecktes, Jungtalent von sich reden. Michel Hunsperger wurde zwar nach der Trainingsbestzeit im ersten Vorlauf nur Vierter, danach hatte der Schaffhauser Maranello-Pilot aber wieder alles im Griff, gewann den zweiten Vorlauf, jubelte auch im Finale als Sieger und sicherte sich obendrein die Extrapunkte für die schnellste Rennrunde. Der Tabellenführer Mattia Banella musste sich einmal geschlagen geben. Nur im ersten Vorlauf konnte der Tony Kart-Pilot gewinnen, ansonsten blieb ihm Rang zwei vor Agustin Mellors.

In der Mini-Klasse war Jason Ferati vom Spirit Racing Team nach Sundgau und Lévier auch in Vesoul nicht zu schlagen. In sämtlichen Entscheidungen hatte der Kosmic-Pilot einmal mehr die Nase vorne, während sich der bisherige Tabellenführer Mario Sidler mit Rang zwei begnügen musste. Immerhin konnte sich der CRG-Pilot Sidler vom Kart-Club Oerlikon mit der schnellsten Rennrunde und den damit verbundenen Extrapunkten einigermaßen schadlos halten. Trotzdem wird die Luft nun auch in der Meisterschaft eng, wobei auch der drittplazierte Alexander Fach noch Titelchancen hat.

In der großen und entsprechend hart umkämpften Junior-Klasse scheint der Favorit und Tabellenführer Yannik Brandt vom Team Spirit Racing durch nichts zu stoppen zu sein. Auch in Vesoul setzte der Kosmic-Pilot seine Siegesserie fort, gewann sämtliche Entscheidungen und sicherte sich auch die schnellste Rennrunde. Teamkollege Julien Apotheloz musste sich erneut ein schmerzliches Streichresultat notieren lassen. Im Zeitfahren und den Vorläufen jeweils Zweiter kam er nach einem Zwischenfall im Finale nur auf Rang 13. Position zwei und damit seine bisher beste Finalplatzierung sicherte sich Bryan Gerber vom Kartteam Meier. Finaldritter wurde sein Teamkollege Luca Mühlemann, der schon im Zeitfahren Dritter war, im ersten Vorlauf aber nur auf Rang elf kam.

In der Club-Klasse fand der Titelkampf zwischen Laura Ehren vom Spirit Racing Team und Eric Müller vom Kart-Club Oerlikon seine Fortsetzung. Nach zwei Finalsiegen in Mirécourt und Lévier musste sich die schnelle Kosmic-Pilotin diesmal wieder Verfolger Eric Müller und seinem Maranello-Kart beugen. Laura Ehren gewann zwar das Zeitfahren, nach einem Ausrutscher im ersten Vorlauf war im Finale nur noch Rang zwei hinter Eric Müller und vor Fabian Hegglin drin. Dafür schnappte sich Laura Ehren die wichtigen Extrazähler für die schnellste Rennrunde.

Die Rennen der Master-Klasse waren eine Fortsetzung der Rennen in Lévier. Einmal mehr spitzte sich der Zweikampf zwischen Max Säuberli vom Kart-Club Frick und Roger Heiniger vom Kart-Club Wohlen zu. Diesmal schaffte es Säuberli, seine Weste sauber zu halten und sämtliche Entscheidungen inklusive der schnellsten Rennrunde für sich zu entscheiden. Roger Heiniger leistete sich nach Startplatz zwei einen ärgerlichen Ausfall im ersten Vorlauf, von dem er sich zwar bestens erholte, mehr als Rang zwei im Finale war aber nicht zu machen. Während Richard Müller nach zwei zweiten Plätzen in den Vorläufen schließlich im Finale ausfiel, fuhr Max Urech letztlich auf Platz drei vor.

Auch in der Klasse Senior dominierte der Tabellenführer wie schon im Sundgau und in Lévier. Nikolaj Rogivue, der Kosmic-Pilot von Spirit Racing, gewann sämtliche Entscheidungen und triumphierte auch im Finale. Finalzweiter wurde Michel Biffiger, der damit sein bisher bestes Saisonergebnis feierte. Über Rang drei freute sich Giuliano Cucciolillo, während sich der trainingszweite Elio Hahn im Finale mit Platz fünf begnügen musste. Die schnellste Rennrunde im Finale sicherte sich Fabio Steger als Siebter.

Bei den besonders schnellen Schaltkarts der Klasse DD2 fuhr der Dominator und Tabellenführer Kevin Lüdi einer seiner seltenen schlechten Renntage ein. Nach Rang drei im Zeitfahren kam der Spirit-Racing-Pilot auch in den Vorläufen nicht über Rang zwei hinaus und im Finale musste er sich nach einem Zwischenfall gar mit dem ungewohnten achten Rang begnügen. Eine hervorragende Vorstellung nach viel Pech zeigte Pascal Carigiet, bei dem auf einmal alles nach Wunsch lief. Der Zanardi-Pilot vom Kart-Club Oerlikon gewann das Zeitfahren, beide Vorläufe und jubelte auch im Finale als Sieger, was ihm in der Meisterschaft zu einem großen Sprung nach vorne verhilft. Auf Rang zwei nach zwei Mal Platz drei in den Vorläufen fuhr der meisterschaftszweite Damian Frizzi, der zusätzlich die schnellste Rennrunde abstaubte. Als Finaldritter punktete Dario Santoro vom fünften Startplatz aus und nach einem Ausrutscher (Platz neun) im zweiten Vorlauf.

Keine Überraschungen gab es in der Klasse DD2 Master: Tabellenführer Andreas Brändli vom Kart-Club Oerlikon konnte sich erneut die Maximalpunktzahl gutschreiben lassen, womit der Maranello-Pilot den Titel bereits feiern kann. Alex Gansloweit fuhr erneut als Zweiter über die Ziellinie, Brändlis Teamkollege Stefan Boller folgte als Dritter.