Dienstag, 25. Januar 2022
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Histo Cup Austria
15.04.2014

Gerd Reinpreicht erster „Man of the Race“

Ein Motorsportfest der Superlative feierte der Histo-Cup am vergangenen Wochenende vom 12. bis 13. April 2014 auf dem Red Bull Ring: Beim Drivestyle Saison-Opening, dem ersten von insgesamt acht Wochenenden, gaben knapp 300 Fahrzeuge in sechs Serien Vollgas – und bewiesen wieder einmal, welche Anziehungskraft der Histo-Cup in seiner bereits 17. Saison ausübt.

Rund drei Monate vor dem Comeback der Formel 1 fanden tausende Zuschauer auf die Grand Prix-Strecke in Spielberg, die sich vor allem im Bereich der neuen Haupttribüne bei der Start-Ziel-Geraden mit völlig neuem Gesicht präsentierte. Ob historische Tourenwagen, Formel-Boliden, Young-Timer oder die Gleichmäßigkeits-Künstler der Classica Trophy – die versammelte Histo-Cup-Fahrergemeinschaft zeigte extrem spannende Rennen.

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Erstmals wurde auch das Prädikat „Man of the Race“ für besondere fahrerische Leistungen vergeben: Erster Titelträger ist Formel Historic-Pilot Gerd Reinprecht aus Eisenstadt mit seinem Martini MK 9 Formel 3. Der 51-jährige Formel 3-Pilot Reinprecht erhält die ab 2014 bei jedem Rennwochenende vergebene Auszeichnung für seine herausragende fahrerische Leistung im verregneten ersten Formel Historic-Rennen des Drivestyle Saison-Openings. „Im ersten Rennen hatten wir leider das Pech, dass es kurzfristig angefangen hat zu regnen – und das ist mit den Formel-Fahrzeugen auf Slick-Reifen sehr spannend. In der Folge war es sehr haarig zu fahren, unglaublich rutschig und mehr als einmal im absoluten Grenzbereich“, so Reinprecht, der seit der Einführung der Formel Historic im Jahr 2008 zu den Stimmpilot zählt.

Zahlreiche Piloten hatten daraufhin mit der spiegelglatten Strecke zu kämpfen und begangen teilweise schon in der Aufwärmrunde Fahrfehler. Nicht so Reinprecht: Der Sieger der Formel 3-Gesamtwertung von 2009 rollte von Startplatz neun das Formel Historic-Feld von hinten auf und wurde schließlich Gesamtdritter und Zweiter seiner Klasse. „Mein Formel 3 Baujahr 1972 ist mit nur 1,6 Litern Hubraum ja das älteste und schwächste Auto im gesamten Feld, dafür jedoch im Regen leichter kontrollierbar. Die moderneren Formel 3 müsste man für regnerische Verhältnisse komplett umbauen“, erklärt sich der selbstständige Kfz-Meister seine Sternstunde.

Wenngleich der historische Martini MK 9 F3 beim ersten Saisonrennen der „rasenden Einbäume“ wie für den Regen geschaffen schien, hofft der „Man of the Race“ doch auf trockene Bedingungen beim nächsten Rennwochenende in 14 Tagen in Brünn: „Es war dieses Mal sehr spannend und ein toller Nervenkitzel, aber es muss nicht jedes Mal ein Regenrennen sein.“