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Formel 1
27.05.2014

Ricciardo beschert Renault zweite Podiums-Platzierung

Beim Großen Preis von Monaco sicherte sich Daniel Ricciardo im Red Bull Racing-Renault den dritten Platz. Damit feierte der junge Australier gemeinsam mit Motorenpartner Renault bereits die zweite Podiumsplatzierung in Folge. Nach 78 Runden hatte der Youngster weniger als eine halbe Sekunde Rückstand auf den Zweitplatzierten Lewis Hamilton.

Romain Grosjean zeigte im Lotus-Renault ebenfalls eine starke Vorstellung: Von Platz 19 kämpfte er sich bis auf Rang acht nach vorne und bescherte dem Lotus F1 Team damit wichtige Punkte in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft. Das Caterham F1 Team freute sich in Monaco über das bislang beste Saisonergebnis. Marcus Ericsson überquerte die Ziellinie als Elfter.

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Der sechste Formel 1-Grand Prix der Saison war geprägt von zahlreichen Ausfällen und Safety-Car-Phasen. Ein Drittel der 22 gestarteten Fahrzeuge musste das Rennen aufgrund von Kollisionen oder technischen Problemen vorzeitig aufgeben. Beim Start fiel Daniel Ricciardo zunächst von Platz drei auf die fünfte Position zurück. Sowohl Teamkollege Sebastian Vettel als auch Kimi Räikkönen zogen zunächst am Australier vorbei. Der amtierende Weltmeister Vettel musste das Rennen jedoch in der fünften Runde vorzeitig aufgeben. Probleme an der Power Unit sorgten für einen Leistungsverlust. Unterdessen kam Räikkönen während der frühen Safety-Car-Phase zu seinem zweiten Stopp in die Box. Somit übernahm Red Bull Racing-Pilot Ricciardo wieder den dritten Platz.

Der Abstand zum Zweitplatzierten Hamilton blieb zunächst konstant, doch in den letzten zehn Runden gelang es Ricciardo, mit einer Reihe sehr schneller Runden, die Lücke zum Briten zu schließen. Die beiden trennte weniger als eine Sekunde. Beim Überqueren der Ziellinie betrug der Abstand nur noch eine Wagenlänge – eine der knappsten Entscheidungen der bisherigen Saison.

Das italienische Team Scuderia Toro Rosso erlebte in Monaco einen äußerst harten Grand Prix. Aufgrund von Auspuff-Problemen kamen beide Autos nicht ins Ziel. Daniil Kvyat musste das Rennen in der zehnten Runde vorzeitig beenden, Teamkollege Jean-Eric Vergne steuerte die Box im 50. Umlauf an. Der Franzose lag lange Zeit aussichtsreich in den Top-Ten. Doch dann verhängten die Rennkommissare gegen ihn eine Durchfahrtsstrafe, in deren Folge er weit zurückfiel. Der Grund für die Strafe: Beim Boxenstopp in der 34. Runde hatte ihm sein Team zu früh das Zeichen zum Losfahren gegeben und es kam dadurch fast zu einer Kollision in der Boxengasse.

Im Lotus F1 Team lieferte Romain Grosjean beim Großen Preis von Monaco eine hervorragende Vorstellung ab. Der Franzose ging von Startplatz 14 aus ins Rennen, musste jedoch aufgrund eines Reifenschadens bereits in der ersten Runde seine Box ansteuern. Dieser unplanmäßige Stopp warf ihn bis auf die 19. Position zurück. Doch Grosjean gab nicht auf, sondern kämpfte sich in dem von zahlreichen Unfällen und Safety-Car-Phasen geprägten Rennen an beiden Caterham und Marussia vorbei. Als Räikkönen und Kevin Magnussen wenige Runden vor Schluss in der Haarnadelkurve kollidierten, eroberte der Lotus-Pilot die achte Position und fuhr damit bereits zum zweiten Mal im Laufe dieser Saison in die Punkte. Teamkollege Pastor Maldonado musste auf den Start zum Großen Preis von Monaco aufgrund eines Problems am Kraftstoffsystem verzichten. Im Rahmen der weiteren Untersuchung konnte das Team die Benzinpumpe als Ursache ausmachen. Vor dem nächsten Rennen wird dieses Problem genau analysiert und behoben.

Das britisch-malaysische Team Caterham F1 zeigte in Monaco die bislang beste Performance der Saison. Kamui Kobayashi und Marcus Ericsson gingen vom Ende des Feldes aus ins Rennen. Beide blieben von den zahlreichen Kollisionen verschont und lieferten sich mit Kimi Räikkönen und Romain Grosjean packende Positionskämpfe. Letztere hatten zuvor aufgrund von unplanmäßigen Boxenstopps zahlreiche Positionen verloren. Beide Caterham-Piloten blieben bis ins Ziel hoch konzentriert und beendeten den Großen Preis von Monaco auf den Rängen elf (Ericsson) und 13 (Kobayashi) – für das Team das beste Ergebnis der laufenden WM.

Rémi Taffin, Leiter des Formel 1-Einsatzteams von Renault: „Ein bittersüßer Rennsonntag. Daniel Ricciardo fuhr sehr schnelle Rundenzeiten und hatte seine Reifen während des gesamten Grand Prix gut im Griff. Dies war unser bislang stärkstes Rennen in dieser Saison. Da das Überholen in Monaco naturgemäß sehr schwierig ist, gelang es Daniel leider nicht, am Ende noch an dem vor ihm liegenden Lewis Hamilton vorbeizugehen. Platz drei ist ein gutes Resultat, aber dies sollte nicht zum Standard werden: Wir müssen uns noch härter anstrengen und noch erfolgreicher werden. Der achte Platz von Romain Grosjean und die Vorstellung der beiden Caterham-Piloten runden das starke Ergebnis dieses Rennwochenendes ab. Marcus Ericsson und Kamui Kobayashi verfehlten die Punkteränge nur knapp.“

Und weiter: „Leider blieben wir nicht von Schwierigkeiten verschont. Sebastian Vettel hatte bereits beim Start mit Problemen an der Power Unit und damit einhergehendem Leistungsverlust zu kämpfen. Er musste das Rennen aufgeben. Die Ursache liegt vermutlich im Bereich des Turboladers und der MGU-H (Motor Generator Unit – Heat). In den kommenden Tagen werden wir dies in Viry-Châtillon genau analysieren. Auch am Auto von Pastor Maldonado gab es beim Start Probleme. Diese könnten auf einen Defekt an der Kraftstoffpumpe zurückgehen, der letztlich einen zu geringen Benzindruck zur Folge hatte.“

„Alles in allem haben wir an diesem Wochenende in mehreren Bereichen Fortschritte erzielt. Allerdings tauchten auch wieder einige Probleme mit der Zuverlässigkeit auf. Es wird also eine lange Woche in Viry werden – mit dem Ergebnis, dass wir beim nächsten Grand Prix in Kanada dank neuer Upgrades noch stärker zurückkehren werden“, sagt Taffin abschließend.
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