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VW Castrol Cup
24.06.2013

Polen war für Hermann Berger diesmal keine Reise wert

Es ist wahrscheinlich das, was man eine „verhexte“ Saison nennt: Im Debüt-Jahr von Hermann Berger im Volkswagen Castrol Cup will es für den schnellen Steirer einfach nicht richtig funktionieren. Nach Reifenproblemen und anderen Troubles im Qualifying überzeugte Berger bis jetzt aber in jedem Rennen und konnte immer wieder viele Plätze gutmachen.

Berger konnte sich in den vielen Zwei- oder Mehrkämpfen behaupten – womit er auch in der Gesamtwertung des heiß umkämpften VW-Markenpokals auf dem äußerst respektablen zehnten Rang platziert war.

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Doch nun kam es – anlässlich der Läufe sieben und acht im polnischen Poznan – genau zur Saison-Halbzeit knüppeldick. Dabei konnte Hermann Berger seinen Rückstand auf die Spitze im Qualifying weiter auf etwas mehr als eine Sekunde reduzieren: „Bei den letzten Rennen wäre ich mit so einem Rückstand immer in den Top-Ten gewesen. Nur dieses Mal lag das Feld so eng beisammen, dass ich bloß den 13. Startplatz hatte. Und da stehst du dann halt mitten im Getümmel“, so Berger. Die Skepsis des Unternehmers aus der Obersteiermark sollte sich bewahrheiten: Denn nach einem an sich guten Start wurde er schon in der zweiten Kurve von einem Konkurrenten gerammt und ins Aus befördert. Demensprechend sauer war er nach seinem Fußmarsch zurück in die Box: „Ich bin wirklich angefressen. Jeder weiß, dass diese Kurve heikel ist, weil sich das ganze Feld zusammenschiebt. Aber manche glauben nach wie vor, dass sie das Rennen von Platz 18 aus in der ersten oder zweiten Kurve gewinnen können. Was natürlich völlig schwachsinnig ist.“

Nachdem der erste Lauf Samstagmittag, der zweite Lauf aber schon am späten Samstagnachmittag angesetzt war, reichte die Zeit für die Mechaniker des VW Castrol Cups dann auch nicht aus, den orangen „WeltAuto“ Golf GTI von Hermann Berger zu reparieren – womit die gesamte Reise nach Polen dieses Mal umsonst war. „Ich bin wirklich sauer. Wobei man den Organisatoren und den Mechanikern überhaupt keine Schuld geben kann, die tun ihr Bestes. Sie haben in der Fahrerbesprechung unzählige Male darauf hingewiesen, dass man speziell in der zweiten Kurve aufpassen soll. Und die Mechaniker machen einen super Job. Die Beschädigungen waren aber einfach zu groß, um das in ein paar Stunden zu reparieren. Was, oder besser gesagt, wer mich ärgert, das sind manch übermotivierte Piloten, die glauben, sie müssen mit der Brechstange fahren. Denen muss man sagen, dass sie damit nicht einmal einen Blumentopf gewinnen werden.“

Spätestens bei den nächsten Läufen soll es für Hermann Berger besser laufen: Von 23. bis 25. August 2013 steht das Heimrennen am Red Bull Ring auf dem Programm.
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