Dienstag, 22. Oktober 2019
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
Rallye Allgemein
11.11.2013

Zum dritten Mal der beste Porsche von Kremer Racing

Im Motorsport nehmen die unheimlichen Serien zu: Sebastian Vettel wird reihenweise Formel 1-Weltmeister, Berlandy / Schaaf gewinnen immer die Rallye Köln-Ahrweiler und der beste Porsche bei dieser Kultveranstaltung des historischen Motorsports kommt nun schon zum dritten Mal hintereinander von Porsche Kremer Racing. 

Und eine weitere Konstanz: die Fahrerbesatzung dieses besten Porsche heißt immer Michael Küke und Joachim „Jojo“ Carl. Es geht aber mit Riesenschritten aufwärts. Während 2011 der fünfte Gesamtrang herauskam, 2012 dann der Vierte, erreichten Küke / Carl in diesem Jahr den Gesamtrang zwei. Jetzt steht nur noch der Dauersieger und amtierende Deutsche Rallyemeister Georg Berlandy vor dem Kremer-Porsche und so ergibt sich wohl auch gleich das  Ziel für 2014!

Anzeige
Es ist immer die einzige Rallye in der jeweiligen Saison für das Team Porsche Kremer Racing, welches in 51 Jahren Renngeschichte Siege auf allen Rennstrecken der Welt eingefahren hat inklusive der 24 Stunden Rennen in Le Mans und Daytona. Die beiden ersten Teilnahmen wurden mit einem für die Rallye Köln-Ahrweiler aufgebauten Porsche 911 SC aus dem Jahr 1975 durchgeführt, der aber technisch noch recht seriennah vorbereitet war. Für 2013 hat der Essener Michael Küke mit seinem Copiloten Joachim Carl und Kremer ein ganz neues, wesentlich kompromißloseres Fahrzeug auf Basis eines Porsche 911 aus dem Jahr 1971 aufgebaut.

„Leider wurde das Auto erst zwei Tage vor der Rallye fertig“, relativierte Michael Küke seine Chancen vor dem Start. Doch das sollte untertrieben sein. Nach einer blitzsauberen Fahrt ohne einen Kratzer und auf dem zweiten Gesamtrang kam das Team ins Ziel der mittlerweile zum Kult gewordenen Youngtimer-Rallye rund um den Weinort Mayschoß an der Ahr. Eine Gesamtbestzeit in WP 6 (die einzige Nicht-Berlandy-Bestzeit) zeigt auf, wo die Reise mit etwas mehr Erfahrung in 2014 hingehen sollte.

Doch auch das zuvor verwendete Auto wurde nach Kremer-Manier seinem vorgesehenen Zweck zugeführt: Kremer Inhaber Eberhard A. Baunach setzte sich kurzerhand mit dem erfahrenen Essener Beifahrer Wolfgang Köser in den silbernen Porsche und fuhr die erste Rallye seines Lebens. Da ist die erreichte Platzierung 26. Gesamtplatz, dritter Klassenrang und drittbester Porsche bei dieser untrainierbaren Veranstaltung mit ihren aus der Eifel bekannten  Wetterkapriolen aller Ehren wert.

„Rallye ist extrem anstrengend, ich hätte nicht gedacht, wie hoch die körperliche Anspannung und der nötige Konzentrationsbedarf sind“, sagte ein erschöpfter, aber zufriedener Eberhard A. Baunach im Ziel. Immerhin fährt er ja Langstreckenrennen mit historischen Rennwagen auf der Nordschleife schon mal drei Stunden am Stück ohne Fahrerwechsel. „Aber ich kenne jetzt auch den Begriff 'big moments' nun näher, ein kurzer Ausritt mit anschließender Begegnung mit einem Weidezaun war nicht ganz ohne“, so Baunach.

Die zahlreichen Fans der Rallye kamen in diesem Jahr dank des Sponsorengagements von Porsche Kremer Racing endlich wieder in den Genuss der Prüfung „Feste Nürburg“, einer fast kompletten Runde Nordschleife „verkehrt herum“, also in Gegenrichtung. Für Eberhard A. Baunach ein Muss, dass diese Prüfung von Kremer präsentiert wurde. Vertreter der langjährigen Kremer-Partner Tandler Antriebstechnik, Bilstein, Motul, Sonax, OK Ring Taxi und Quadro Office freuten sich mit dem Team.