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DTM
11.05.2013

Heimspiel für Audi-Neuzugang Jamie Green

Eine Woche vor dem Champions-League-Finale steht London ganz im Zeichen des Motorsports: Auf ihrer Tournee durch Europa macht die DTM am 18. und 19. Mai Station vor den Toren der britischen Hauptstadt. Nach dem enttäuschenden Saisonauftakt brennt die Audi-Mannschaft auf Wiedergutmachung und setzt dabei auch auf Neuzugang Jamie Green, der in Brands Hatch sein erstes Heimspiel für Audi absolviert.

Das erste Rennen der neuen Saison hat gezeigt: Die Fans erleben bei der DTM in diesem Jahr noch mehr Action, Überholmanöver und Überraschungsmomente. Dafür sorgen Optionsreifen und ein im Fahrbetrieb verstellbarer Heckflügel (DRS). Jetzt sind Fans und Fahrer gleichermaßen neugierig darauf, wie sich die Neuerungen auf dem mit 1,929 Kilometer kürzesten Kurs im DTM-Kalender auswirken und wie die Kräfteverhältnisse auf der charakteristisch einzigartigen Strecke aussehen.

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Audi Sport und die Audi Sport Teams Abt Sportsline, Phoenix und Rosberg gehen den Auftritt in Brands Hatch hoch motiviert an. Zwar hatte Timo Scheider in Hockenheim mit der Pole-Position ein erstes Ausrufezeichen gesetzt, doch mit Platz sechs als bester Audi-Platzierung und nur einer weiteren Position in den Punkterängen blieben die acht Piloten im Rennen klar unter ihren Möglichkeiten. Das soll sich in Großbritannien ändern. Die Vorzeichen sind positiv: Schon drei Mal trug sich ein Audi-Fahrer in die Siegerliste des Rennens ein, darunter die beiden zweimaligen Champions Mattias Ekström und Timo Scheider. Zuletzt war Martin Tomczyk auf dem Weg zum Titelgewinn in der Saison 2011 in Brands Hatch erfolgreich. 2012 war Mike Rockenfeller vom vierten Startplatz ins Rennen gegangen und belegte im Ziel Platz drei.

Die DTM fährt in Brands Hatch erneut die kurze Streckenvariante. Der sogenannte „Indy Circuit“ hat deutlich mehr Rechts- als Linkskurven und bietet im Gegensatz zu der langen Parabolika in Hockenheim nur wenige Abschnitte, auf der die Fahrer das DRS wirklich zum Überholen nutzen können. Die 98 Runden am Sonntag fordern von den Fahrern extreme Konzentration. Gleiches gilt auch für die Mannschaft in den Boxen und am Kommandostand. Auf keiner anderen Strecke sind die Strategie und das richtige Timing der beiden Pflichtboxenstopps so wichtig wie in Brands Hatch.

Erstmals seit dem Einsatz von Oliver Jarvis 2011 startet Audi in diesem Jahr wieder mit einem Briten in der DTM: Neuzugang Jamie Green absolviert in Brands Hatch sein erstes Heimspiel für die Marke mit den vier Ringen. Viele Fans und Freunde begleiten den 30 Jahre alten Audi-Werksfahrer, der bei seinem Debüt in Brands Hatch 2006 den Triumph nur denkbar knapp verpasste. Sieger damals: sein heutiger Teamkollege Mattias Ekström.

Der Audi RS 5 mit der Startnummer 20 präsentiert sich in Brands Hatch in einem neuen Design: Fußballfan Miguel Molina wirbt auf seinem Rennauto für den Audi Cup, der am 31. Juli und 1. August in München ausgetragen wird. Auf Einladung von Audi treffen sich der FC Bayern München, Manchester City, AC Mailand und der brasilianische Top-Club FC São Paulo zu einem Kurzturnier in der Allianz Arena.

Die ARD überträgt das DTM-Qualifying am Samstag (18. Mai) ab 14:30 Uhr live im „Ersten“, das Rennen am Sonntag (19. Mai) zur gewohnten Zeit ab 13:15 Uhr. Aufgrund der TV-Übertragung in Deutschland beginnt das Rennen bereits um 12:30 Uhr Ortszeit (13:30 Uhr MESZ).

Stimmen der Verantwortlichen

Dieter Gass (Leiter DTM): „Wir reisen optimistisch nach Brands Hatch. In Hockenheim haben wir besonders am Samstag gesehen, dass unser RS 5 DTM grundsätzlich eine gute Performance hat. Das war wichtig. Jetzt liegt es an uns, dieses Potenzial auszuschöpfen. Ich gehe davon aus, dass wir in Brands Hatch ein sehr enges Rennen erleben werden. Die Neuerungen wie DRS kommen dort nicht so zum Zug, weil die Gerade nicht lang genug ist. Aber ich bin mir sicher, die Fans können sich trotzdem auf viele interessante Zweikämpfe freuen.“

Hans-Jürgen Abt (Teamchef Audi Sport Team Abt Sportsline): „Die Zeit zwischen dem Saisonauftakt mit seinen vielen Neuerungen im Reglement und dem nächsten Rennen in Brands Hatch ist nicht besonders lang. Für uns gilt es deshalb, gemeinsam und mit voller Konzentration alle Erfahrungen und Daten aus Hockenheim auszuwerten, zu analysieren und natürlich zu optimieren. Und dann werden wir perfekt vorbereitet nach England kommen.“

Ernst Moser (Teamchef Audi Sport Team Phoenix): „Mit dem Wissen um die grundsätzliche Performance unseres Autos freuen wir uns auf Brands Hatch. Mit den Optionsreifen auf diesem kurzen Kurs werden wir bestimmt viele unterschiedliche Strategien erleben. Die Fans können sich auf ein spannendes Rennen freuen.“

Arno Zensen (Teamchef Audi Sport Team Rosberg): „An Brands Hatch habe ich gute und schlechte Erinnerungen. Eine gute ist, dass Filipe (Albuquerque) im Vorjahr lange in der Spitzengruppe mitgefahren ist, bevor er durch einen langsamen Boxenstopp zurückgeworfen wurde. Das werden wir dieses Mal besser machen.“