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DTM
18.10.2013

DTM und Hankook feiern Saisonfinale

Die DTM-Saison geht an diesem Wochenende traditionell auf dem Hockenheimring zu Ende, wo sie im Mai begonnen hat. Die Fahrerwertung ist bereits entschieden: Mike Rockenfeller (Audi) liegt uneinholbar in Führung und steht als neuer Champion fest, auch der Gesamtzweite Augusto Farfus ist nicht mehr zu einzuholen.

Allerdings könnte dem BMW-Piloten, der bereits den Auftakt in Hockenheim für sich entschieden hat, mit einem Sieg am Sonntag das seltene Kunststück gelingen, innerhalb eines Jahres beide DTM-Rennen auf dem legendären Kurs im Hardtwald zu gewinnen. Der exklusive Reifenpartner Hankook blickt im dritten Jahr seines Engagements in der populärsten internationalen Tourenwagenserie auf eine erneut erfolgreiche Saison zurück.

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Mit dem neu entwickelten und superschnellen Optionsreifen hat der Premiumhersteller in jedem bisherigen DTM-Lauf für ein weiteres Spannungsmoment gesorgt und die ohnehin hohe Gesamtperformance seiner Pneus noch einmal gesteigert. Markenzeichen des 4,574 Kilometer langen Kurses in Hockenheim ist das abwechslungsreiche Streckenprofil, schnelle Geraden und Kurven wechseln sich mit langsamen Passagen und Spitzkehren ab. Kommt es in der Parabolika mit einem Top-Speed von mehr als 260 km/h auf eine perfekte Aerodynamik an, ist im engen Motodrom maximaler Grip gefragt. Wer in Hockenheim erfolgreich sein will, muss einen vernünftigen Kompromiss beim Fahrzeug-Setup finden. Das ist nicht leicht, wenn man so unterschiedliche Abschnitte wie die schnelle Parabolika und das langsame Motodrom hat. Aber das macht die Sache auch so interessant und anspruchsvoll“, erklärt Hankooks DTM-Renningenieur Christophe Stucki.

Spannend wird der Kampf um die Hersteller- und Teamwertung, der vor dem Finale von Hockenheim noch völlig offen ist. „Die Rennstrategie wird wie immer eine wichtige Rolle spielen, ich gehe aber davon aus, dass das Qualifying vorentscheidenden Charakter haben wird. Wer hier vorn ist, hat beste Chancen auf gute Platzierungen“, glaubt Stucki. Der Reifenverschleiß ist auf dem groben, teils schwarzen Asphalt in Hockenheim mittelmäßig hoch. Mit dem Basis-Slick Ventus Race waren hier in den vergangenen Jahren bis zum Schluss schnelle Rundenzeiten möglich. Der Optionsreifen wird auf diesem Untergrund konstruktionsbedingt etwas schneller abbauen.

Der DTM-Renningenieur: „Je nach Fahrzeug-Setup und Hersteller ist eine erhebliche Anzahl an Runden mit dem Ventus Race Plus möglich. Danach setzt der gewollte Drop-Off-Effekt ein. Allerdings spielt auch das Wetter eine Rolle, denn wegen der weicheren Laufflächenmischung zeigt der Optionsreifen erst bei Streckentemperaturen von über 20 Grad seine maximale Performance.“

Da der schnelle Hankook Pneu nur im Rennen gefahren werden darf, konnten die Teams bei den bisherigen Tour-Stopps nicht auf Referenzwerte zurückgreifen. Das ist in Hockenheim anders, da der Ventus Race Plus hier beim Auftakt im Mai zum ersten Mal eingesetzt wurde. Hankooks DTM-Renningenieur Christophe Stucki: „Man kann sicherlich auf einige Daten zurückgreifen, doch seit Mai sind zahlreiche Autos und Motorräder über den Kurs gefahren. Die Strecke ist heute nicht mehr dieselbe wie vor gut fünf Monaten. Das gilt auch für die äußeren Umstände wie die Temperatur, ja sogar die Tagesform der Piloten. Es gibt nie exakt dieselben Bedingungen und genau deshalb macht der Motorsport so viel Spaß: Man muss immer wieder dazu lernen.“