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24h Nürburgring
23.05.2013

Guttroffs Genugtuung für Dubai

Wer am vergangenen Wochenende wissen wollte, was ein „perfektes“ Rennen ist, der musste einfach bei Bonk motorsport und der Guttroff-Corvette vorbeischauen. Tobias Guttroff, Joachim Kiesch, Volker Strycek und Arno Klasen wechselten sich beim 24-Stunden-Rennen am Steuer des US-Boliden ab und sicherten sich bei extrem schwierigen Bedingungen einen verdienten Klassensieg.

Im Gesamtklassement preschten die vier sogar bis auf Rang 21 vor. „Das war eine Genugtuung für Dubai“, Tobias Guttroff war nach dem Rennen sichtlich erleichtert. Denn bei dem großen Rennen in der Wüste hatte die Corvette C6 nach guter Anfangsphase Probleme am Getriebe offenbart. Die hatte die Mannschaft diesmal aber im Griff. Und auch taktisch lief es trotz des unkalkulierbaren Wetters nahezu perfekt.

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„Wir haben nicht einen Boxenstopp zu viel gemacht“, freute sich Guttroff. Das war gar nicht so leicht, denn nachdem das Rennen um 17.00 Uhr bei perfekten Wetterbedingungen gestartet wurde, setzte wenige Stunden später, starker Regen ein. Zwischenzeitlich kam kein Auto mehr die Start- und Zielgeraden entlang, waren fast alle 173 Autos gleichzeitig zum Wechsel an der Box. Wenig später war es aber auch für die besten Regenreifen zu viel. Die Rennleitung unterbrach das Rennen für fast 11 Stunden.

Nach dem Restart am zweiten Renntag setzte sich die Guttroff-Corvette schnell von der Konkurrenz ab. Auch diesmal sollte es nicht einfach bleiben, denn die zum Re-Start noch nasse Piste, trocknete zügig ab. Kaum hatten die Mannschaften auf die profillosen Slicks gewechselt, durften sie auch schon wieder die Regenreifen parat stellen. Bei der Guttroff-Corvette passte es jedoch immer in den ohnehin geplanten Boxenstopp. „Das war diesmal absolut perfekt“, freute sich Tobias Guttroff.

Auch mit den beiden neuen Fahrerkollegen Klasen und Strycek war Guttroff mehr als zufrieden. Klasen gilt als Experte auf ganz schnellen Autos, sitzt er doch seit Jahren auch am Steuer von den ganz starken GT3-Boliden. Opel-Motorsportchef Volker Strycek ist ohnehin als hervorragender Rennfahrer bekannt. „Was kannst Du mehr, als gewinnen. Es war wirklich super“, meinte er dann auch.

Tobias Guttroff wird sich jetzt auf das nächste 24-Stunden-Rennen vorbereiten. Schließlich will er mit der Corvette und einem starken Team auch 2013 in Barcelona antreten. Vielleicht bleibt ihm ja das Glück vom Nürburgring treu.
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