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VLN
02.10.2012

Tobias Guttroff mit erfolgreichen Langstreckenrennen

Für Tobias Guttroff ist in den vergangenen Tagen die Motorsportsaison 2012 zu Ende gegangen. Mit einer Corvette C6 startete er sowohl beim 24-Stunden-Rennen in Barcelona, als auch beim neunten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. Die Ergebnisse der beiden Läufe hätten unterschiedlicher nicht sein können. Einmal kratzte Guttroff am Podium, einmal fiel er aus.

„Das war ein schönes aber auch anstrengendes Programm, was wir hinter uns gebracht haben“, meinte Guttroff nach dem für ihn letzten Rennen des Jahres. Ein absoluter Höhepunkt war das Rennen in Barcelona. Auf der bekannten Formel-1-Rennstrecke teilte sich Guttroff das Cockpit mit Joachim Kiesch, Peter Bonk und Jens Richter.

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Nach den ersten Trainingsrunden schien schon fast alles gelaufen zu sein. „Die Stimmung war auf dem Tiefpunkt“, erinnert sich Guttroff. Grund: Ein Bauteil in der Nähe des Getriebes hatte seinen Geist aufgegeben. Die Mannschaft musste das komplette Getriebe ausbauen, um das kleine Bauteil auszutauschen. „Die Jungs haben mir wirklich leidgetan. Sie haben die halbe Nacht geschraubt, damit alles wieder rund läuft.“ Dass es dann aber so rund laufen würde, hätte auch Guttroff nicht gedacht.

Bei den Boxenstopps im Rennen mussten nur Räder gewechselt, getankt und etwas geputzt werden – ansonsten lief das Auto rund. Nur ein Boxenstopp dauerte wegen eines kleinen Problems doppelt so lange. Entsprechend verlor die Corvette statt sechs ganze zwölf Runden. „Ich möchte gar nicht drüber nachdenken, aber das wäre sogar am Ende Gesamtrang drei geworden“, Tobias Guttroff ärgerte sich nur kurz, hatte er doch letztlich nicht mit dem vierten Platz gerechnet.

Dagegen lief es auf der Nürburgring Nordschleife nicht ganz so optimal. In der Klasse SP8 gestartet, gehörte die Corvette mit Joachim Kiesch, Peter Bonk und Tobais Guttroff am Steuer auf Anhieb zu den schnellsten Autos. Über zwei Stunden lang duellierte sich das Auto mit zwei Ferraris und einer weiteren Corvette. Bis Tobias Guttroff auf halber Strecke plötzlich auf eine Ölspur kam und sofort die Kontrolle verlor. „Wir waren mehrere Autos die nacheinander in die schnelle Linkskurve einbogen. Bei der Ölspur konnten wir alle nichts mehr machen.“ Dem Abflug folgte ein unsanfter Einschlag in die Leitplanke und das Rennende.

„Es ist natürlich schade, dass wir nicht ins Ziel gekommen sind, aber ich bin trotzdem nicht unzufrieden“, erstmals hatte Guttroff die Corvette in einer anderen Abstimmung auf der Nordschleife bewegt. Die Einstellungen brachten sofort eine deutliche Verbesserung. „Ich kann wirklich frohen Mutes in die kurze Winterpause gehen.“ Kurz deshalb, weil Tobias Guttroff bereits im Januar wieder am Steuer sitzt. Beim 24-Stunden-Rennen in Dubai will er den Erfolg von Barcelona wiederholen.
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