Dienstag, 2. Juni 2020
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27.02.2012

Christopher Mies gewinnt Krimi in "Down Under"

Jubel am anderen Ende der Welt: Christopher Mies hat seinen Erfolg aus dem Vorjahr wiederholt und erneut das 12-Stunden-Rennen im australischen Bathurst gewonnen. Nach einem halben Tag im Cockpit des Audi R8 LMS betrug der Vorsprung im Ziel gerade einmal eine gute Minute.

26. Februar 2012 Er war extra eine Woche früher nach Australien gereist, um sich zu akklimatisieren und das Land ein wenig kennen zu lernen. Die erste Begegnung mit einem Känguru aber hatte Christopher Mies dann ausgerechnet während des Zeittrainings, als zwei der Nationaltiere plötzlich vor sein Auto sprangen. Doch der 22 Jahre alte Heiligenhauser ließ sich durch rein gar nichts aus der Ruhe bringen: Zusammen mit Christer Jöns und Darryl O’Young holte er im R8 des Phoenix-Teams erst die Pole Position und dann auch den Rennsieg bei dem Klassiker in „Down Under“.
 
„Dieser Sieg ist fantastisch, denn es war ein Rennen mit Höhen und Tiefen“, freute sich Mies, der im Ziel die Tränen nicht verbergen konnte. Der R8 des Trios war über die gesamte Distanz schnell, auch die Boxenstopps der Mannschaft von Ernst Moser klappten perfekt. „Wir lagen weit vorn, als beim Anbremsen der letzten Kurve einmal meine Hinterräder blockierten und das Auto ins Kiesbett rutschte“, berichtet Mies von einer Schrecksekunde in einem Rennen, das wegen starker Regenfälle zu einer Mutprobe wurde.
 
Im Ziel hatte die Startnummer 1 nach zwölf Stunden und insgesamt 270 Runden auf dem 6,213 Kilometer langen Kurs einen Vorsprung von 1.13 Minuten auf den besten Mercedes SLS. „Dieser Sieg war ultra-hart erkämpft bei unglaublich schlechtem Wetter und gegen starke Konkurrenten“, sagt Christopher Mies.
 
Die Wiederholung des Vorjahrestriumphes in Bathurst bedeutet für Christopher Mies nicht nur einen Traumstart in die Rennsaison, sondern macht ihn auch zu einem der erfolgreichsten R8-Piloten überhaupt: Mit dem gut 500 PS starken Sportwagen gewann der Youngster unter anderem 2009 die FIA-GT3-Europameisterschaft, ein Jahr später den Vizetitel und das Teamchampionat im ADAC GT Masters und im Vorjahr zum Beispiel in Australien. Fortsetzung folgt.