Mittwoch, 17. Juli 2019
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FIA GT1 WM
29.05.2012

Pole Position und WM-Punkte für Reiter Engineering

Die dritte Runde der FIA GT1-Weltmeisterschaft fand am vergangenen Wochenende im nordspanischen Navarra statt. Am Freitagabend zeigte sich das Wetter noch von seiner dunklen Seite, denn starker Regen und Gewitter zogen über das Fahrerlager und setzten dies teilweise unter Wasser. Im weiteren Verlauf am Samstag und Sonntag hatten dann alle Protagonisten h errliches Wetter mit viel Sonnenschein.

Die Qualifying-Sessions liefen für Peter Kox und Darryl O’Young sehr gut. Peter Kox fuhr in jedem seiner Stints (Q1 und Q3) jeweils die Bestzeit und holte dabei noch beste Sekorzeiten. Darryl O’Young lag in seinem Q2 nur knapp dahinter und fuhr mit der drittschnellsten Zeit über die Ziellinie. Für das Qualifying-Rennen hatten sich die beiden somit für die Poleposition qualifiziert. 

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Albert von Thurn und Taxis und Tomas Enge hatten im Qualifying mit dem Getriebe ihres Gallardo zu kämpfen und schafften P13 als Startplatz für das Qualifying-Rennen, das wegen des sehr knappen, zweitätigen Zeitplans bereits am frühen Samstagabend stattfand. Der Fehler wurde schnell gefunden und behoben, ein Defekt im Kabelbaum der Elektronik führte dazu, dass das Getriebe nicht mehr richtig schalten konnte.

Darryl O’Young ging von P1 mit Platzverlusten beim fliegenden S tart ins Rennen: „Ich hatte einen guten guten Start, bin aber von anderen eingeholt worden. Ich weiß nicht, ob die zu früh gestartet waren.“ Er verlor kurzzeitig einige Platzierung und holte sich gleich P2, den er fast bis zum Fahrerwechsel verteidigte. Auf P3 liegend übernahm Kox den Wagen von O’Young. Der Fahrerwechsel verlief nicht ganz perfekt, sodass einige Plätze in der Box verloren gingen. Peter Kox ging auf die Strecke, pushte, machte einige verloren gegangene Plätze wieder gut und fuhr nur acht Zehntel hinter dem Gesamtdritten ins Ziel.

Das Schwesterauto (#24) startete von Thurn und Taxis von P13, hielt aber laut Rennleitung seine Platzierung während des Startvorgangs nicht korrekt und bekam eine Durchfahrtsstrafe auferlegt, die er noch vor der Übergabe des Lambos an Tomas Enge absolvierte. Nach dieser Durchfahrtsstrafe war auch für den Tomas Enge im Gesamtfeld nichts mehr zu holen. P12 zeigt e ihm das Team beim Beenden seiner letzten Runde an.

Der Start des zweiten Rennens war von dichtem Gedränge gekennzeichnet, in dem Peter Kox im Gallardo (#25) einige Plätze verlor. Auf P7 machte er dann seinem Vordermann mächtig Druck, konnte sich aber hier nicht verbessern. Zum obligatorischen Fahrerwechsel zur Hälfte des Rennens kam Kox zur Box des Reiter Engineering Team und übergab den Wagen an Darryl O’Young, der sich im Feld gut behaupten konnte, dann aber mit den Bremsen kämpfte. P7 am Ende war für die Fahrer und das Team nicht zufriedenstellend.

Der Lamborghini mit Tomas Enge am Steuer kam vom Start gut weg, wurde aber in Runde 2 kräftig berührt und drehte sich raus. Die Heckschürze wurde dabei in Mitleidenschaft gezogen. Dennoch konnte sich Enge in seinem Stint einige Plätze nach vorne kämpfen. Thurn und Taxis übernahm und blieb im hinteren Fahrzeugfeld hängen , bekam dann auch noch wegen einer Regelverletzung während des Boxenstopps erneut eine Durchfahrtsstrafe.

Tomas Enge #24: „Typisches Navarra-Wochenende für mich. Wie im letzten Jahr, wie schon vor zwei Jahren. Das Auto läuft sehr gut, aber bisher hatten wir einfach noch kein Glück und bekamen dann am Wochenende auch noch zwei Durchfahrtsstrafen. Also, wir werden nun wieder nach vorne sehen und freuen uns auf den Slovakiaring“.

Albert von Thurn und Taxis #24: „Ich bin sehr enttäuscht und muss zum nächsten Rennen besser zu werden. Mit meinem momentanen Stand bin ich nicht zufrieden.“

Peter Kox #25: „Wenn wir die guten Ergebnisse vom Qualifying betrachten, dann sind die Ergebnisse in den Rennen sehr enttäuschend. Bei Darryls und meinem Start waren Fahrzeuge, die hinter uns waren, beim Umschalten auf Grün plötzlich schon vor uns. Es kommt mir so vor, als wenn beim Start mancher Automarken von den Offiziellen nicht so genau hingesehen wird und dann geschieht hier nichts.

Darryl O’Young #25: „Wir hatten mit dem Auto eigentlich eine gute Pace, aber ich weiß nicht genau, was bei den Starts bei den Rennen passiert ist, kann ich nicht so richtig sagen, plötzlich sind in dem Moment, als die Startampel grün wurde, Fahrzeuge vorbeigefahren, was eigentlich nicht sein kann. Bei meinem Stint hatte ich etwas mit der Bremse zu kämpfen und musste versuchen, das Fahrzeug noch gut ins Ziel zu bringen.

Das nächste Rennen in der FIA GT1-Weltmeisterschaft findet vom 8.-10. Juni 2012 auf dem Slovakia-Ring statt. Peter Kox wird dann von Stefan Rosina ersetzt (SLK), weil der Niederländer am gleichen Wochenende mit Marc A. Hayek für das Team Reiter Engineering beim ADAC GT Masters auf dem Sachsenring (DEU) an den Start gehen wird.