Samstag, 28. Mai 2022
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ROTAX MAX Challenge
08.06.2011

Lukas Wenig nicht ganz zufrieden

Beim dritten Lauf der Rotax Max Challenge gastierte die auf Chancengleichheit aufgrund von Einheitsmotoren ausgelegte Serie am vergangenen Wochenende in Templin. Eine Strecke im Osten, die der Langewiesener Lukas Wenig zwar von einem Rennen während seiner Bambinizeit kannte, aber seit mehreren Jahren nicht mehr befahren hatte.

Nichtsdestotrotz war der Nintendo Team Scheider Pilot am Freitag sofort in den vorderen Reihen der Ergebnislisten zu finden, nachdem in gewohnter Abstimmungsarbeit die richtigen Parameter für Reifenluftdruck, Übersetzung und Bedüsung des Vergasers schnell gefunden waren. 
Der von den Veranstaltern zugeloste Motor wies dann jedoch ein deutliches Leistungsdefizit auf und die mit eigenem Motor erarbeiteten Einstellungen schienen plötzlich nicht mehr zu funktionieren.

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Obwohl es im Zeittraining dann mit zwar knappem Abstand lediglich für die achte Startposition reichte, bewies Lukas Wenig einmal mehr die richtige Einstellung und ging voll motiviert in das erste Rennen.

Mit mutigen Manövern kämpfte sich der Youngster nach vorne, musste dann aber in einem Gerangel kurz in den Notausgang der fahrerisch sehr interessanten Strecke. Lukas biss die Zähne noch einmal zusammen und konnte sich schließlich bis zum Fallen der Zielflagge wieder auf den fünften Platz verbessern. Trotz zahlreicher Überholmanöver gelang dem M-Tec Kartpiloten dabei die zweitschnellste Rundenzeit des Rennens.

Der fünfte Platz war eine gute Ausgangsposition für eine Podiumsplatzierung im zweiten Rennen, welches auf 17:30 Uhr angesetzt war. Einsetzender Regen beim Rennen der Senioren - welches vor dem Finallauf der Junioren stattfand - warf jedoch den Zeitplan komplett durcheinander und machte aufgrund ewig dauernder Diskussionen die richtige Abstimmungstaktik zum reinen Nervenspiel.

Lukas Wenig setzte auf eine Regenabstimmung, da zwar auf der einen Seite der Strecke die Sonne schien, jedoch über einen großen Teil des Kurses eine dicke Gewitterwolke hing. Eine Taktik, die sicherlich aufgegangen wäre, wenn sich der Start des Rennens bei nun zunehmend abtrocknender Strecke nicht aufgrund der Diskussionen und des Zögerns der Rennleitung über eine Stunde verschoben hätte.

Die Strecke trocknete schließlich während des zweiten Rennens deutlich ab und aufgrund der gewählten Regenabstimmung ließen die Reifen an Lukas Kart mit zunehmender Renndauer mehr und mehr nach.  Ein sechster Platz war das maximal erreichbare Ergebnis, welches den motivierten Nachwuchsrennfahrer nicht komplett zufrieden stimmte: "Ein fünfter und sechster Platz sind nicht die Ergebnisse, die wir uns hier erhofft hatten. Wir haben sehr schnell eine funktionierende Abstimmung gefunden, wurden dann aber von dem zugelosten Motor, der einen Defekt hatte, ziemlich aus dem Konzept gebracht. Die ewig dauernde Verzögerung vor dem zweiten Rennen hatte uns außerdem bei unserer Regentaktik einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Zusammenarbeit im Team hat trotzdem erneut viel Spaß gemacht und wir gehen mit dem Wissen, jederzeit siegfähig zu sein, gemeinsam hoch motiviert in die weiteren Rennen."
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