Sonntag, 14. Juli 2024
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
Porsche Carrera Cup
01.06.2011

Piloten freuen sich über Traumstrecke

Auf der Beliebtheitsskala der Rennfahrer rangierte der A1-Ring in Österreich immer ganz weit oben. Nach sieben Jahren Pause öffnet er unter dem neuen Namen „Red-Bull-Ring“ wieder seine Pforten. Nick Tandy (Großbritannien) will am 5. Juni auf dem 4,326 Kilometer langen Berg- und Talkurs in der Steiermark, der als anspruchsvolle Fahrerstrecke gilt, seine Tabellenführung ausbauen.

Für drei Österreicher ist der dritte Saisonlauf von Deutschlands schnellstem Markenpokal das Highlight des Jahres: Martin Ragginger (Schnabl Engineering), Clemens Schmid (Herberth Motorsport) und Johann Ledermair (Konrad Motorsport) möchten vor heimischer Kulisse besonders gut abschneiden.

Anzeige
Die Verfolger des Tabellenführers müssen sich wappnen, denn Nick Tandy liegt die Streckencharakteristik des Rings. „Vor allem der Mittelteil und die beiden Schlusspassagen sind mit Kurven im dritten und vierten Gang sehr schnell, flüssig und großartig zu fahren“, sagt der Konrad-Motorsport-Pilot, der zuletzt in Zandvoort seine Konkurrenten mit einer eindrucksvollen Aufholjagd überrascht hat. Der Tabellenzweite und Zandvoort-Sieger Jeroen Bleekemolen ist allerdings ebenso optimistisch, denn er verfügt bereits über Rennerfahrung auf der malerisch in den Bergen gelegenen Strecke. 2003, im letzten Jahr vor der Stilllegung, startete der Niederländer vom Team Deutsche Post by tolimit dort bei einem DTM-Lauf.

Auch Uwe Alzen (Betzdorf) freut sich, dass Spielberg wieder im Terminkalender steht. Der Routinier hofft, dank seiner Erfahrung den vor ihm auf dem dritten Tabellenplatz rangierenden Briten Sean Edwards (Team Deutsche Post by tolimit) überholen und den Abstand zur Spitze verringern zu können. Wie gut der 43-Jährige, der in diesem Jahr im eigenen Team PZ Aschaffenburg Uwe Alzen Automotive antritt, mit dem Kurs zurechtkommt, zeigt ein Blick in die DTM-Historie: 2001 holte er Platz drei, 2002 wurde er Vierter und markierte zudem die schnellste Rennrunde.

Hinter dem Niederländer Jaap van Lagen (Land Motorsport) und dem Steyerberger René Rast (Förch Racing) auf dem fünften und sechsten Rang der Carrera-Cup-Gesamtwertung lauert Lokalmatador Martin Ragginger auf seine Chance. „Ich finde es gigantisch, dass der Kurs viele tolle Überholmöglichkeiten bietet“, sagt der Schnabl-Engineering-Pilot, dem in Zandvoort bei seinem ersten Saisonrennen auf Anhieb der zweite Platz gelang. „In Spielberg fahren wir auf Sieg“, kündigt der 23-Jährige entschlossen an.

Das Rennen in Spielberg kann über die offizielle Website des Porsche Carrera Cup Deutschland (www.porsche.de/carreracup) per Livestreaming verfolgt werden. Am 11. Juni wird von 13.30 bis 14.00 Uhr im TV-Sender Sport1 das Carrera-Cup-Magazin mit Rennrückblick, Interviews und Reportagen ausgestrahlt.
Anzeige