Samstag, 31. Oktober 2020
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ATS Formel 3 Cup
01.01.2011

Bertram Schäfer blickt zurück

Als schnellste deutsche Formel-Rennserie ist der ATS Formel-3-Cup schon seit Jahren etabliert. Die von der Formel-3-Vereinigung verantwortete Serie gilt als ideale Ausbildungsplattform und im Rahmen der ADAC Masters Weekends ist ihr ein breites öffentliches Interesse sicher. Bertram Schäfer, der Organisator des ATS Formel-3-Cup, blickt auf die Saison 2010 zurück.

Herr Schäfer, wie beurteilen Sie die abgelaufene Saison?
Die Saison 2010 war die mit Abstand qualitativ stärkste Fahrermeisterschaft der vergangenen acht Jahren. Die hohe Zahl an jungen Nachwuchsfahrern aus unterschiedlichen Serien und Ländern sowie deren Potential hat der Meisterschaft ihren Stempel aufgedrückt, was letztlich dazu führte, dass der Meistertitel im letzten Rennen nur wenige Kilometer vor Rennende vergeben wurde.

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Was war für Sie das Überraschendste am Formel-3-Jahr 2010?
Überrascht hat mich zu Saisonbeginn die Leistungsdichte der zu der Zeit noch nicht gut einzuschätzenden Formel-3-Einsteiger. Diese Rookies haben gleich von Saisonbeginn an um Siege gekämpft, ja sogar mit Kevin Magnussen beim Auftaktrennen in Oschersleben gewonnen haben.

Welcher Fahrer des ATS Formel-3-Cup hat Sie am meisten beeindruckt?
Unschwer zu erkennen war dies Kevin Magnussen. Mit dem Racespeed den Kevin hatte, hat keiner gerechnet, obwohl er uns aus der Formel-Renault NEC wohl gut bekannt war.

Welche Veranstaltung hat Ihnen am besten gefallen?
Natürlich ist mir das Krimi-Resultat vom Finalrennen in Oschersleben in bester Erinnerung, aus sportlicher Sicht war „das Finale“ die beste Formel-3-Veranstaltung schlechthin.

Im Rahmen der Race Night wurde der ATS Formel-3-Cup, mit der Ehrung des Meisters und des Rookies, als einzige Nachwuchsserie vor einem elitären Publikum präsentiert. Wie wichtig ist eine solche Bühne?
Kein Zweifel, der Stellenwert der Race Night ist extrem hoch. Es wäre wünschenswert, wenn auch anlässlich anderer hochwertiger Siegerehrungs-Veranstaltungen die Erfolge der stärksten, in Deutschland organisierten Formel-Serie, mehr Berücksichtigung finden würde.

Mit Daniel Abt konnte der Vizemeister des ATS Formel-3-Cup 2010 beim Weltfinale in Macau glänzen. Hat Abt tatsächlich das Zeug dazu, ein Aushängeschild für den ATS Formel-3-Cup zu werden?
Schon jetzt ist Daniel Abt für den ATS Formel-3-Cup ein Vorzeige-Youngster durch seinen Erfolg in der Meisterschaft, denn so knapp vom erfahrenen Tom Dillmann im Final-Rennen durch technischen Defekt geschlagen zu werden, spricht für das Talent von Daniel Abt. Ich bin ganz sicher, er wird seinen Weg machen und als Aushängeschild für den ATS Formel-3-Cup evtl. schon sehr bald in der Formel-1-Welt auftauchen.

Zum Schluss bitte noch ein Ausblick auf die Saison 2011. Sehen Sie wieder eine ähnlich spannende Saison mit einem ähnlich starken Starterfeld?
Mit Sicherheit lässt sich schon jetzt sagen, dass sich die kommende Saison mit einer ähnlichen Fahrerbesetzung wie bisher, also mit über 20 Startern abzeichnet. Die Saison 2010 an Spannung und Vielfalt der Fahrersiege zu toppen wird allerdings schwer sein, aber nicht unmöglich.