Dienstag, 27. Oktober 2020
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ADAC GT Masters
16.05.2011

Toller Erfolg für das Team a-workx Akrapovic

Es ist allgemein bekannt, das am Sachsenring, oder auch die Nordschleife des Ostens genannt, leistungsstarke Fahrzeuge gefragt sind, denn auf der Strecke sind Steigungen mit bis zu zehn Prozent zu bewältigen. Dies ist auch der Grund warum die Fahrer von Team a-workx Akrapovic Sebastian Asch im Qualifying nur auf Platz 8 und Michael Ammermüller auf Platz 9 fahren konnte – die Vorteile des Porsche GT3 R liegen eher in Richtung Traktion und Kurvenspeed.

Drehmomentstarke 8- oder sogar 10-Zylinder Fahrzeuge wie der AMG SLS, Corvette oder Lamborghini Gallardo konnten diesen Vorteil ausspielen und teilten die ersten Startpositionen unter sich auf. Rennen 1 Gleich nach dem Start Eingangs der ersten Kurve wurde Robert Renauer im Black Falcon SLS von einem Markenkollegen touchiert und blieb nach einem heftigen Einschlag in die Leitplanke mit Überschlag auf dem Dach liegen. Nach einer längeren Safety Car-Phase konnte Sebastian Asch auf Position 6 liegend angreifen, jedoch die vor ihm liegenden SLS nicht passieren. Erst als diese zum Boxenstopp abbogen hatte Sebastian freie Fahrt und konnte innerhalb weniger Runden soviel Zeit gutmachen, dass sein Teamkollege Michael Ammermüller nach dem Fahrerwechsel auf Position 4 zurück auf die Strecke kam. Als dann Ammermüller auch noch von dem Ausfall der Führenden Margharitis/Lunardi im Alpina profitierte, lag der a-workx Akrapovic Porsche auf dem sensationellen 3. Platz.

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Der erfahrene Formel 1 Testpilot ließ sich diesen Platz auch von einem schnell auffschließenden Audi R8 nicht mehr streitig machen und fuhr souverän das beste Porsche Ergebnis der Saison nach Hause. Sebastian Asch: „Das Auto lag hervorragend dank der super Arbeit die das Team bei der Abstimmung des Fahrwerks geleistet hat. Ich war hoch motiviert und konnte voll attackieren. Nicht auszudenken was mit dem Auto auf einer Strecke möglich ist, die uns besser liegt als der Sachsenring!“ Rennen 2 Dunkle Regenwolken machten schon den ganzen Vormittag sämtliche Teamchefs nervös. Aber es blieb trocken und alle Teams rollten auf Slicks zur Startaufstellung. Plötzlich fing es stark zu regnen an, die Rennleitung reagierte und erklärte das Rennen zum Wet Race. Das Team a-workx Akrapovic setzt auf eine schnell wieder abtrocknende Strecke und geht das Risiko ein auf den profillosen Slicks zu bleiben während viele andere auf Regenreifen wechseln. Nach der Startfreigabe hinter dem Safety-Car waren diese Fahrzeuge zunächst im Vorteil, wodurch Michael Ammermüller einige Plätze verliert und zwischenzeitlich auf Position 12 fährt.

Aber mit zunehmend abtrocknender Strecke kann er die Traktionsvorteile des Porsche 911 GT3 R nutzen und Platz um Platz gutmachen. Endlich kann er bei mittlerweile fast trockener Strecke auch den ABT Audi von Christopher Mies passieren und kommt in die Boxengasse zum Fahrerwechsel. Jetzt kann das Team vom Zeitvorteil nicht von Regenreifen auf Slick wechseln zu müssen nutzen, und so kommt nun Sebastian Asch als sensationeller Zweiter auf die Strecke zurück. Doch gleich gab es von der Rennleitung die Schreckensbotschaft: Stop-and-Go Strafe für den a-workx Akrapovic Porsche, da die Mindestzeit für den Boxenstop um wenige Zehntel Sekunden unterschritten wurde. Grund hierfür war eine defekte Stoppuhr. 

Die Stop-and-Go Strafe wirft Asch auf den 9. Platz zurück, er kann zwar noch einen Konkurrenten überholen, landet aber schlussendlich auf dem 8. Platz. Teamchef Niko Wieth: „Alles in allem hatten wir ein Top-Wochenende. Wir haben gesehen dass unser Auto perfekt funktioniert und wir sogar in der Lage sind auch auf einer Strecke die uns nicht entgegenkommt gute Ergebnisse einzufahren. Auch haben wir gezeigt dass man mit uns und Porsche zu rechnen hat. Leider hatten wir im Rennen 2 Pech mit der Stoppuhr, das hat uns ganz sicher einen zweiten Podestplatz gekostet. Ein achter Platz mit dem Porsche auf dem Sachsenring ist zwar kein schlechtes Ergebnis, aber es wäre mehr drin gewesen!“ Das ADAC GT Masters findet an insgesamt acht Rennwochenenden statt und wird im Rahmen des ADAC Masters-Weekends ausgetragen. Der Fernsehsender kabel eins überträgt alle Rennen der GT Masters LIVE (jeweils samstags und sonntags ab 11.45 Uhr).