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24h Nürburgring
30.06.2011

Traumergebnis für WTM-Racing: Platz zehn im Ziel

Die Pechsträhne des Wochenspiegel Team Manthey (WTM-Racing) beim 24-Stunden-Rennen ist gerissen. Bei der 39. Auflage des Langstreckenklassikers fuhr WTM-Racing auf Platz zehn in der Gesamtwertung und Rang zwei in der Klasse SP7. Georg Weiss: „Ein Traum wurde wahr. Wir sind mit einer Spitzenplatzierung ins Ziel gekommen und Manthey-Racing hat zum fünften Mal gewonnen. Es war ein Wahnsinnsrennen mit einem unglaublichen Starterfeld.“

202 Fahrzeuge nahmen vor insgesamt 250.000 Zuschauern am Eifel-Marathon teil. Georg Weiss, Michael Jacobs, Oliver Kainz und Jochen Krumbach fuhren den Wochenspiegel-Porsche 997 GT3. Im Zeittraining ging es zunächst darum, sich im Vorderfeld zu platzieren, um ein blaues Blinklicht zu erhalten, das beim Überholen und Überrunden im Rennen von unschätzbarem Wert ist. Bei unsicheren Wetterverhältnissen fuhr Oliver Kainz den Wochenspiegel-Porsche im ersten Qualifying zunächst auf Startplatz 24. „Die Runde war in Ordnung, aber sicher nicht optimal.“ Nachdem die restlichen Teammitglieder ihre Pflichtrunden absolviert hatten, hörte WTM-Racing vorzeitig auf, da ein Geräusch aufgetreten war, dessen Ursache sich nicht sofort lokalisieren ließ.

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Aus Sicherheitsgründen wurden bis zum zweiten Zeittraining Antriebsstrang und Getriebe überprüft. Georg Weiss: „Zum Glück erwies sich das Ganze als Kleinigkeit.“ Anschließend fuhr Oliver Kainz eine Runde in 8.35,416 Minuten, das bedeutete Startposition 20 und eine Zeitverbesserung gegenüber dem Vorjahr von drei Sekunden. Georg Weiss: „Damit können wir sehr gut leben. Vor uns stehen nur Werksteams und Mannschaften, die Werksfahrer einsetzen.“

Vor dem Start wurde dann noch kurzfristig noch die Leistungseinstufung der Fahrzeuge verändert. Die GT3-Autos durften 25 Kilogramm Gewicht ausladen, der Wochenspiegel-SP7-Porsche musste bei seinem ursprünglichen Gewicht bleiben. Eine Entscheidung, die bei Georg Weiss Kopfschütteln auslöste: „Jetzt werden wir schon als Privatteam bestraft, während die Werke noch Vorteile bekommen.“

Der Start der 24 Stunden erfolgte auf feuchter Strecke. Fast das gesamte Feld startete auf Regenreifen. Nach drei Runden war die Strecke dann so trocken, dass der Wechsel auf Trockenreifen begann. In der Folge hielten die Bedingungen, es blieb trocken. Startfahrer Oliver Kainz konnte seine Position schnell verbessern und lag anschließend in Sichtweite der Top 10. Das Team kam schnell in seinem Rhythmus und hielt konstant die Platzierung in Reichweite der Top 10.

Während beim Kampf um die Spitzenpositionen zahlreiche Teams Federn lassen mussten, spulte WTM-Racing problemlos mit konstanten Zeiten seine Runden ab. Nur einmal in der Nacht herrschte Hektik in der Wochenspiegel-Box. Jochen Krumbach meldete per Funk aus Breidscheid einen Reifenschaden. Das Team beorderte ihn zurück zur Box. Außer einen Verlust von zwei Runden gab es keine Folgen. Anschließend lief der Wochenspiegel-Porsche wieder wie ein Uhrwerk.

In den letzten zwei Stunden lieferte sich WTM-Racing dann noch mit dem Frikadelli-Porsche einen spannenden Kampf um die Position des besten Privatteams hinter den zahlreichen Werksmannschaften. Das Team um Georg Weiss musste sich schließlich geschlagen gegen, was dem Jubel in Box nach 24 Stunden aber keinen Abbruch tat. Georg Weiss: „Dass wir am Ende nur knapp hinter dem Frikadelli-Porsche lagen ist nicht so schlimm. Die haben auch einen super Job gemacht. Gratulation. Wir freuen uns über Platz zehn und den zweiten Rang in der Klasse.“