Donnerstag, 27. Januar 2022
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24h Nürburgring
29.06.2011

Freud und Leid für ROWE RACING

Platz 17, ein Ausfall und dennoch zufriedene Gesichter – so lautet das Fazit zum 39. ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring (23. bis 26. Juni 2011) aus Sicht von ROWE RACING. Das härteste Autorennen der Welt hatte für das Team des Schmierstoffherstellers mit seinen beiden Mercedes-Benz SLS AMG GT3 alle Höhen und Tiefen zu bieten.

Dabei begann das Motorsportspektakel der Superlative für ROWE RACING verheißungsvoll: Die zweitbeste Zeit beim Freien Training für den Flügeltürer mit der Nummer 36 und dessen Fahrer Alexander Roloff (Berlin), Roland Rehfeld (Blankenfelde), Hubert Haupt (München) und Marco Schelp (Berlin). Der 13. Startplatz, den das Quartett schließlich in den beiden gezeiteten Trainingseinheiten herausfuhr, brachte indes kein Glück: Bereits in der vierten Runde des Rennens wurde das Fahrzeug wegen eines Aufhängungsschadens im Bereich Pflanzgarten von der Strecke gezogen. Nach erfolgreicher Reparatur bekamen die 250.000 Zuschauer entlang der Nordschleife eine grandiose Aufholjagd vom Ende des 202 Fahrzeuge zählenden Starterfeldes zu sehen. In den frühen Morgenstunden wurde die couragierte Fahrt jedoch durch einen heftigen Unfall im Bereich Bergwerk gestoppt. Marco Schelp, der zu diesem Zeitpunkt am Steuer saß, blieb zum Glück komplett unverletzt. Für das Fahrzeug mit der Startnummer 36 bedeutete der Unfall jedoch das vorzeitige Aus.

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Besser lief es für das von Platz 22 gestartete Schwesterauto von ROWE RACING, den SLS AMG GT3 mit der Nummer 46. Das Pilotenteam um Michael Zehe (Flörsheim-Dalsheim), Dominik Schwager (München), Klaus Rader (München) und Mark Bullitt (Miami, USA) musste aber auch einen frühen Rückschlag verkraften: Gerade einmal 2½ Stunden nach Rennbeginn kollidierte Klaus Rader im Streckenabschnitt Wippermann mit einem anderen Fahrzeug. Das Resultat war ebenfalls ein Aufhängungsschaden. Nach erfolgreicher Reparatur in der Box liefen die folgenden Stints jedoch weitgehend problemlos. Mit Kampfgeist, Konstanz und gutem Speed gelang es Zehe, Schwager, Rader und Bullitt bis zum Ende des Rennens 116 Positionen gut zu machen. Als Schlussfahrer sicherte Michael Zehe schließlich den 17. Gesamtrang und den zwölften Platz in der stärksten Fahrzeugklasse SP 9 GT3.

Teamchef Hans-Peter Naundorf: „Alles in allem bin ich hochzufrieden mit unserem ersten 24h-Einsatz für ROWE RACING. Der 17. Gesamtrang ist ein fantastisches Ergebnis! Und ein Ausfall beim schwersten Rennen der Welt kann immer und jedem passieren. Das wichtigste ist, dass Marco dabei nichts passiert ist. Ich bin unheimlich stolz auf die Leistung des gesamten Teams. Trotz der Rückschläge zu Rennbeginn hat keiner aufgesteckt. Unser Dank gilt allen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben – dabei möchten wir ausdrücklich auch den guten Support durch Dunlop und KW einschließen.“