Donnerstag, 28. Januar 2021
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
VLN
28.09.2010

Platz fünf für die schnellste Frikadelle der Welt

Die vom Porsche Zentrum Willich unterstützte Mannschaft von Frikadelli Racing bleibt die zweitstärkste Porsche-Mannschaft am Nürburgring.

Hinter drei Manthey-Porsche und einer GT3-Corvette platzierten sich Sabine Schmitz, Klaus Abbelen und Niclas Kentenich als fünfte mit ihrem Porsche 997 GT3 R. Dabei hätte es das Team beim achten Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft auch weiter nach vorne schaffen können.

„Bei uns wird mal wieder gepokert“, meinte Uli Lienert mitten im Rennen, als Sabine Schmitz eine Runde mehr als eigentlich geplant auf der Piste blieb und weiter: „Wir benötigen 11 Liter für eine Runde, auf der Döttinger Höhe hat die Tankanzeige 11,2 Liter gezeigt.“ Doch das Risiko wurde belohnt. Sabine versuchte so spritsparend, wie möglich um den Kurs zu kommen, ohne Zeit zu verlieren. Der Porsche lief nicht leer und der Boxenstopp konnte planmäßig über die Bühne gehen.

Anzeige
Diesen Nervenkrimi wollte das Team gegen Ende erneut wiederholen, doch daraus wurde nichts. Denn nach drei Stunden brach die Rennleitung den Lauf mit der roten Flagge ab. An zahlreichen Stellen hatten sich Unfälle ereignet und die Sicherheit der Teilnehmer konnte nicht mehr garantiert werden. Ärgerlich für Frikadelli Racing, deren Taktik dadurch nicht aufging. Trotzdem ist der fünfte Rang ein Grund zur Freude.

Vor allem auch, weil Sabine Schmitz mit 9:50.551 Minuten am Morgen der Sprung in die zweite Startreihe gelungen war. Nur eine GT3-Corvette, ein Manthey-Porsche und der nagelneue Mercedes SLS AMG GT3 waren knapp schneller. Beim Blick auf die eingesetzten Piloten wird klar: damit war Frikadelli Racing die schnellste Mannschaft, die ohne Profis an den Nürburgring gekommen war.

Kurz nach dem Start übernahm Niclas Kentenich am Steuer der Frikadelle sogar die Führung. Er hielt sich aus dem Getümmel eines Startunfalls heraus und setzte sich an die Spitze des 198 Fahrzeuge fassenden Feldes. „Ich denke, wir hätten es auch aufs Podium geschafft, doch der Abbruch war richtig“, resümierte Sabine Schmitz, die in drei Wochen (am 16. Oktober) wieder mit Frikadelli Racing ganz vorne mitfahren will.