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VLN
29.09.2010

Mathol Racing siegt weiter

Es ist schon eine beeindruckende Bilanz: egal ob 24-Stunden-Rennen oder VLN Langstreckenmeisterschaft – seitdem Mathol Racing seinen Aston Martin Vantage V8 GT4 an den Start bringt, hat das Team stets seine Klasse gewonnen.

Auch beim achten Lauf der Serie am vergangenen Wochenende hieß der Sieger in der Klasse SP10 Mathol Racing. Diesmal brachte die Mannschaft von Teamchef Matthias Holle gleich zwei Aston Martins an den Start. Zudem wurde erneut ein Honda Civic Type R eingesetzt.

Der Erfolg von Mathol Racing ist eng mit dem Namen Wolfgang Weber verknüpft. Der Pilot und Instruktor des Teams ist auch zuständig für die Abstimmungsarbeiten am Aston Martin. Und die gestalteten sich gar nicht einfach. Denn im Zeittraining regnete es zu-nächst wie aus Kübeln. Aufgrund zahlreicher Unfälle musste die Rennleitung sogar das Qualifying unterbrechen. Danach brachen die Wolken auf, doch dank relativ niedriger Temperaturen trocknete die Strecke nur langsam.

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Trotzdem konnten Wolfgang Weber und seine beiden Fahrerkollegen Rickard Nilsson und Norbert Bermes die mit Abstand schnellsten Trainingsrunden fahren. Der nächste direkte Konkurrent war fast eine Minute langsamer und stand 31 Plätze weiter hinten. Dazwischen sortierten sich zahlreiche andere Klassen ein. So konnte auch beim Rennen von direktem Kampf eigentlich keine Rede mehr sein. Die Startnummer 73 dominierte das Feld nach Belieben und alle drei Piloten lieferten sehr gute und schnelle Rundenzei-ten ab. Mit 9:13.541 fuhr der schnelle Mathol-Aston auch die schnellste Rennrunde. Al-lerdings wurde der Vorwärtsdrang unterbrochen, als Wolfgang Weber von einem Kon-kurrenten unfreiwillig in die Wiese geschickt wurde. Glücklicherweise blieb der Aston Martin unbeschädigt, doch der Wagen fiel auf den zweiten Rang zurück. Norbert Bermes gelang es binnen wenigen Runden, sich an die Spitze zurück zu kämpfen.

Der zweite Aston Martin landete am Ende auf dem vierten Rang in der Klasse SP10. Scott Preacher und Shane Fox sitzen noch nicht so lange am Steuer des Aston Martin und nutzen aktuell jede Möglichkeit, um Erfahrung zu sammeln und kontinuierlich schneller zu werden. Doch auch die beiden kratzten trotz der schwierigen Bedingungen bereits an der 10-Minuten-Marke und beeindruckten dadurch Teamchef und Fahrerkol-legen.

Pech hatten dagegen Rüdiger Schicht und Sebastian Schäfer. Schicht, der seine Verlet-zungen seines heftigen Unfalls beim 6-Stunden-Rennen wieder auskuriert hatte, wollte mit seinem Kollegen voll angreifen. Dies gelang den beiden auch bis zur 130. Minute. Nach unsanfter Berührung eines hohen Curbs wurde die Radaufhänung beschädigt und an eine Weiterfahrt war nicht mehr zu denken. Zu diesem Zeitpunkt war das Duo im vor-deren Drittel der stark besetzten Klasse SP3 unterwegs.

Das Rennen selbst wurde nach knapp drei Stunden abgebrochen. Die Rennleitung konnte nach zahlreichen kleinen Unfällen die Sicherheit nicht mehr gewährleisten und beendet den Lauf frühzeitig. Zu diesem Zeitpunkt waren Teamchef Matthias Holle und sein Fahrer Wolfgang Weber schon nicht mehr an der Strecke. Beide waren auf dem Weg nach Spa Francorchamps, wo ab 16:00 Uhr ein ebenfalls von Mathol Racing ein-gesetzter Jaguar E-Type an den Start der historischen „6hours of SPA“ ging.

Pilotiert wurde der Wagen von Sascha Berstein und Wolfgang Weber. Die hohen Erwar-tungen nach Platz 6 (von über 120 Startern) im Qualifying konnten in der ersten Renn-hälfte auch problemlos bestätigt werden. Statt einer Platzierung in den Top 10 genügte es am Ende aber nur zu einem Rang im Mittelfeld. Der Vorwärtsdrang wurde erst durch einen defekten Bremssattel verhindert. Nach dessen Instandsetzung wählte ein rabiater Porschefahrer seinen Bremspunkt leider zu optimistisch und nutzte den wunderschönen Jaguar als Bremsklotz.

Die nächsten Einsätze von Mathol Racing folgen in knapp zwei Wochen:
RCN: 9. Oktober auf der Nürburgring-Nordschleife und
RGB-Saisonfinale: 8. bis 10. Oktober auf der Nürburgring-Grandprixstrecke