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VLN
20.10.2010

Frühes Rennende für die „wohl schnellste Frikadelle der Welt“

Dicke Nebelschwaden, heftige Graupelschauern und zwischenzeitlich sogar Sonnenschein. Beim neunten VLN-Lauf 2010 präsentierte sich die Eifel typischer denn je und bescherte den Teilnehmern der populärsten Breitensportserie Europas schwierigste Witterungsbedingungen.

Für das Frikadelli Racing Team rund um Sabine Schmitz und Klaus Abbelen, die erneut von Niclas Kentenich unterstützt wurden, stellte dies wahrlich keine Schwierigkeiten dar. Dennoch musste das schnelle Trio aber ein abruptes Rennende in Kauf nehmen.

Bereits im Zeittraining bewies Niclas Kenntenich, dass die „wohl schnellste Frikadelle der Welt“ zu den stärksten Fahrzeugen im hart umkämpften VLN-Klassement zählt. Mit einer Rundenzeit von 10:17.976 Minuten platzierte er den Porsche 997 GT3 R auf Position fünf. Kentenich zeigte sich zuversichtlich: „Wir haben uns leider etwas mit der Zeit verschätzt, sodass ich am Ende des Trainings nur noch eine Runde absolvieren konnte. Dennoch ist Platz fünf aber eine super Ausgangssituation. Nun werden wir versuchen, das Beste daraus machen.“

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Unmittelbar nach dem Start des Rennens untermauerte Kentenich erneut eindrucksvoll, was in der Rennfrikadelle steckt, indem er sich weiter nach vorne kämpfte. Kurze Zeit später nahm die Aufholjagd des Neussers allerdings ein jähes Ende. „In der Anfahrt zum Karussell kam es leider zu einer Berührung zwischen mir und dem Porsche von Illbruck und Lauck. Dabei wurde der Kühler an unserem Auto beschädigt, da war das Rennen gelaufen“, erklärte Niclas Kentenich durchaus enttäuscht. Kentenich musste den Frikadelli-Porsche zwangsweise abstellen, nachdem die Motortemperaturen bedingt durch den Schaden am Fahrzeugkühler bedrohlich angestiegen waren.

„Ich glaube, wir hätten wirklich weit nach vorne fahren können. Insbesondere die Yokohama-Reifen haben bei den schwierigen Bedingungen richtig gut funktioniert. Leider gehört aber noch mehr dazu, als nur der richtige Reifen. Wir müssen daher heute leider Lehrgeld in Form dieses Ausfalls bezahlen, aber beim nächsten Mal werden wir wieder angreifen“, resümierte Teamchef Klaus Abbelen, der sich zusammen mit seinem Team nun auf das Saisonfinale zur VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring am 30. Oktober 2010 konzentrieren wird.
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