Sonntag, 26. Mai 2019
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Renault Sport Speed Trophy
02.11.2010

Axel Linther gewinnt turbulenten Finallauf

Er war einsam, aber schneller: Im letzten Saisonlauf um die VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring siegte Solofahrer Axel Linther im New Renault Clio Cup. In der SP3-Wertung belegte er Platz drei. Hinter ihm gelang den Roadrunner-Fahrern „Rennsemmel“ und Jürgen Peter der Sprung aufs Podest.

Trotz einer atemberaubenden Aufholjagd und Platz drei im Rennen (Platz vier in der SP3) schafften es Henry Walkenhorst und Michael Schrey nicht, Mathias Schläppi und Holger Goedicke vom zweiten Meisterschaftsplatz in der Renault-Wertung zu verdrängen. Und das, obwohl das Duo nach einem spektakulären Trainingsunfall gar nicht erst starten konnte. Die vorzeitig feststehenden Meister des New Renault Clio Cup, Elmar Jurek und Jannik Olivo vom TKS-Team, schieden 30 Minuten vor Ende des Rennens wegen eines technischen Defektes aus.

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Ein Punkt trennen Henry Walkenhorst und Michael Schrey in der Renault-Sonderwertung von den Meisterschaftszweiten Mathias Schläppi und Holger Goedicke. Das deutsch-schweizerische Team musste dem packenden Rennverlauf tatenlos zusehen. „Es ist hart, gar nicht eingreifen zu können“, erklärte Holger Goedicke später. Ihn hatte ein heftiger Überschlag aus dem Training geschleudert. „Das Heck brach plötzlich aus, der Clio überschlug sich und blieb mitten auf der Strecke auf dem Dach liegen“, schilderte Goedicke. „Dabei war ich sogar relativ langsam unterwegs“, ergänzte der Schläppi-Fahrer und ergänzte: „Hut ab vor Michael Schrey und Henry Walkenhorst, die trotz ihres Startunfalls so toll aufgeholt haben.“ Startfahrer Walkenhorst war in der ersten Runde mit einem entgegenkommenden Fahrzeug kollidiert. Sein Vordermann hatte sich auf der Strecke gedreht und war gegen den Walkenhorst-Clio geprallt, wodurch dessen Frontpartie abriss. „Dadurch hatte unser Clio extrem an Leistung verloren. So ist der dritte Platz nach diesem Startunfall ein schöner Saisonabschluss“, bilanzierte Michael Schrey.

Zufrieden kommentierte auch Axel Linther seinen Sieg in der Cliowertung und Rang drei in der SP3-Klasse: „Es war etwas trickreich zu fahren, aber es ging. Froh und etwas körperlich ‚kaputt’, ist dies ein versöhnlicher Abschluss des verkorksten Jahres 2010“. Sechs Runden fightete Linther mit Ring-Racing-Kontrahent Uwe Kleen, bevor er die Führung übernahm und auch trotz einsetzenden Regens auf Risiko setzte. „Ich bin mit Slicks durchgefahren und habe dann Olivo und Jurek beim Reifenwechsel an den Boxen überholt“, so Linther. Er steht jetzt im Gesamklassement auf Rang zehn. Kleen und Jacques Meyer beendeten das Rennen auf Rang vier (Platz sieben in der Sp3) vor Robert Lommel und Lutz Rühl und Michael Schneider (Team Teichmann Racing), die in der New Renault Clio-Wertung den vierten Platz belegen.

Alle weiteren Ergebnisse in der Tabelle im Internet (www.renault-sport.de). Auch im nächsten Jahr setzt Renault MotorSport den Breitensport innerhalb der Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring fort. Das teilte Renault-MotorSport-Koordinator Bernd Hütter am Rande des VLN-Finallaufes mit. Damit trägt Renault-MotorSport dem Erfolgskurs im New Renault Clio Cup der diesjährigen Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring Rechnung. Auch im Finallauf waren mehr als 20 Renault Clios am Start.

„Wir freuen uns, dass die VLN dann für den New Renault Clio Cup eine eigene Wertungsklasse ausschreiben wird, die technisch weiterhin dem SP3-Reglement entspricht“, so Hütter. Auch die Renault-Sonderwertung werde weitergeführt. Das bedeutet Planungssicherheit für Teams und Fahrer und Vorfreude auf eine weitere Saison mit hochkarätigem Renault-Motorsport.