Mittwoch, 11. Dezember 2019
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ADAC GT Masters
04.10.2010

Fürst von Thurn und Taxis und Peter Kox krönen sich zum Meister

Die Piloten des ADAC GT Master zogen beim Finale in der Motorsport Arena Oschersleben nochmals alle Register. In einem der dramatischsten und spektakulärsten Rennen der Saison fuhren Albert von Thurn und Taxis (27, Regensburg) und Peter Kox (46, NL) im Reiter-Lamborghini Gallardo mit einem zweiten Platz zum Meistertitel.

Der Sieg beim Saisonfinale ging an Luca Ludwig (21, Bonn) und Jens Klingmann (20, Leimen) im Abt-Audi R8, Dritte wurden Tim Bergmeister (35, Langenfeld) und Frank Schmickler (45, Rösrath) im Mühlner-Porsche 911. Christopher Mies (21, Heiligenhaus), der im Abt-Audi mit Titelchancen ins Finale startete, sicherte sich trotz eines spektakulären High-Speed-Drehers auf der Start-Ziel-Geraden noch zwei Punkte und damit die Vizemeisterschaft.

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Schon der Start raubte den 13.500 Zuschauern in der Motorsport Arena Oschersleben den Atem. Der von der Pole gestartete Tabellenführer Kox im Lamborghini geriet in der ersten Kurve mit Jens Klingmann im Audi aneinander. Kox setzte sich durch und lag an der Spitze des Feldes auf Titelkurs. Durch einen schnelleren Boxenstopp tauschten der Lamborghini und der Audi bei Rennhalbzeit die Positionen, Luca Ludwig übernahm im Audi die Führung vor Albert von Thurn und Taxis. In unveränderter Reihenfolge überquerten Ludwig und der junge Adlige die Ziellinie, der zweite Platz reichte von Thurn und Taxis und Kox zum Meistertitel. "Das ist der schönste Moment meines Lebens", jubelte der neue Champion Albert von Thurn und Taxis nach dem Rennen. "Ich dachte, in den letzten Rennminuten passiert noch etwas. Ich habe sogar angefangen zu beten, doch dann schnell festgestellt, dass ich dadurch unkonzentriert werde." Auch Teamkollege Peter Kox war überglücklich über den Titelgewinn. "Ich habe eine so lange Geschichte im Team von Hans Reiter. Es ist toll, dass wir endlich gemeinsam einen Titel gewonnen haben. Wir haben den Rennsieg heute beim Boxenstopp verloren, doch das ist angesichts des Titels überhaupt nicht relevant." Luca Ludwig und die Abt-Mannschaft mussten in den letzten Rennminuten noch um den Sieg zittern. "Ich hatte Fehlzündungen und musste fünf, sechs Mal den Motor neu starten. Albert ist mir am Ende sehr nahe gekommen", so Ludwig, der die Meisterschaft als Dritter abschließt. Mit den beiden Siegen beim Saisonfinale gewann Abt Sportsline die Teamwertung vor Reiter Engineering.

Dramatisch verlief der Titelkampf in der Amateurwertung. Die Titelaspiranten und Callaway-Corvette-Markenkollegen Toni Seiler (52, CH) und Sven Hannawald (35, München) starteten punktgleich in das letzte Rennen der Saison. Thomas Jäger (33, München) und Christian Hohenadel (34, Quierschied), die Teamkollegen der beiden Titelkontrahenten, kollidierten in der Startphase. Hohenadel konnte die Fahrt fortsetzen und Seiler am Rennende den sechsten Saisonsieg und die erfolgreiche Titelverteidigung der Amateurwertung feiern. Jäger musste das Rennen mit beschädigtem Auto aufgeben. Dadurch blieb Hannawald punktelos und schloss seine erste volle Saison im Motorsport als Amateur-Vizemeister ab.