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VLN
21.06.2026

Starkes Qualifying und emotionales Rennen für Max Schlichenmeier

Beim sechsten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) am 20. Juni 2026 konnte Max Schlichenmeier ein erstes deutliches Ausrufezeichen setzen.

In seinem erst zweiten Rennen im Cup-Porsche auf der Nordschleife stellte er sein Auto im Qualifying auf Platz 1 in der Pro-Am-Wertung, Platz 3 in der Klasse Cup 2 und Platz 19 im Gesamtklassement. Doch damit nicht genug: Als Doppelstarter im BMW M2 Racing gelang ihm zudem ein dritter Platz im Rennen.

Bei bestem Eifelwetter und heißen Temperaturen verlangte der sechste NLS-Lauf den Piloten der 110 gestarteten Rennwagen allerdings so einiges ab. Zwar sorgte der Wettergott für durchgehend trockene Streckenverhältnisse, die Temperaturen jenseits der 30 Grad konnten jedoch definitiv als schweißtreibend bezeichnet werden.

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Für den Wagen mit der Startnummer 915 und das Fahrertrio mit Bernhard Wagner, Stefan Beyer und Max Schlichenmeier hielt das Rennwochenende gleich mehrere Herausforderungen parat. Neben besagten hochsommerlichen Temperaturen wurde beim Unfall eines Gastfahrers am Vormittag des Freitagstrainings die rechte Fahrzeugseite beschädigt und es war lange nicht klar, ob das Fahrzeug beim so wichtigen Training am Freitagnachmittag wieder fahrbereit sein würde.

Nach einer fünfstündigen Reparatur unter vollem Einsatz der Mechaniker von Sorg Rennsport gab es jedoch Entwarnung und der Rest des Wochenendes konnte beginnen.

Beim 90-minütigen Qualifying am Samstagmorgen zeigte Schlichenmeier eindrücklich nicht nur sein Können, sondern auch, dass der Porsche wieder einwandfrei funktionierte.

Im Feld der zwölf Cup-2-Fahrzeuge fuhr er die drittschnellste Zeit und kommentierte anschließend sichtlich zufrieden: „Eigentlich war der Plan, dass ich den Beginn des Qualifyings fahre und Stefan und Bernhard den Rest. Allerdings hatten wir mit vielen Gelbphasen und Überholmanövern keine guten Bedingungen und so hat die Teamleitung rund um Daniel und Benjamin Sorg entschieden, dass ich zum Ende nochmal für zwei Runden rausfahre. In der allerletzten Runde hatte ich dann eine freie Strecke und konnte uns so zum ersten Mal in dieser Saison auf P1 in der Pro-Am-Wertung positionieren. Damit waren wir natürlich alle sehr happy.“

Im Rennen hatte die #915 hingegen weniger Glück. In der zweiten Runde brach im schnellen Rechtsknick im Streckenabschnitt Hatzenbach der Zentralverschluss am linken Vorderrad. „Der Defekt traf mich ohne jede Vorwarnung und bei einem Kurventempo von 170 km/h. Erst dachte ich, ich hätte einen Plattfuß, doch als ich im Spiegel das linke Vorderrad wegfliegen sah, wusste ich, dass ich in Schwierigkeiten stecke, und ich war froh, dass ich einen Einschlag vermeiden und den Schaden dadurch in Grenzen halten konnte“, so der Förderpilot des ADAC Hessen-Thüringen. „Aber das Rennen war für uns damit natürlich gelaufen.“

Dennoch war der sportliche Ehrgeiz größer als die Enttäuschung und die Mechaniker-Crew schaffte es abermals, den Schaden zu reparieren und das Auto wieder auf die Strecke zu bringen. Teamchef Benjamin Sorg: „Unser Anspruch ist es immer, ein Rennauto ins Ziel zu bringen. Daher gibt das Team alles und so war es auch heute. Und immerhin haben wir den Rest des Rennens nutzen können, um zu sehen, dass alles wieder einwandfrei funktioniert.“

Neben dem Haupteinsatz im Cup-Elfer ergab sich für Schlichenmeier zudem kurzfristig die Möglichkeit, die Kollegen Maximilian Hill und Tim Peeters auf ihrem BMW M2 Racing zu unterstützen.

Nach dem gemeinsamen 24h-Rennen war man von der Leistung des Frankfurters so überzeugt, dass man ihm anbot, dieses Wochenende den Schluss-Stint zu fahren. Diese Chance nutzte der 18-Jährige sehr gerne. Rund eine Stunde vor Rennende übernahm er den BMW auf aussichtsreicher vierter Position und konnte nach fehlerfreier Fahrt das Rennen mit einem dritten Rang in der Klasse der M2 beenden.

Das nächste NLS-/PETN-Rennen findet am 01. August 2026 statt.

 
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