Der erste Lauf der Formel-1-Weltmeisterschaft fand am 13. Mai 1950 in Silverstone statt. Damit gilt der Kurs als Geburtsstätte der Formel-1-WM.
Die Rennstrecke entstand auf einem ehemaligen Militärflugplatz der britischen Luftwaffe (RAF) aus dem Zweiten Weltkrieg. Teile der ursprünglichen Start- und Landebahnen sind bis heute erkennbar.
Silverstone liegt in der britischen Motorsport-Hochburg "Motorsport Valley". Die meisten Formel-1-Teams haben ihre Fabriken weniger als zwei Autostunden entfernt.
Mit 5,891 Kilometern und 18 Kurven ist Silverstone die fünftlängste Strecke im aktuellen Formel-1-Kalender. Länger sind nur Spa-Francorchamps, Las Vegas, Dschidda und Baku.
Die Kurvenkombination Maggotts – Becketts – Chapel zählt zu den spektakulärsten Hochgeschwindigkeitspassagen im internationalen Motorsport. Hier wirken Seitenkräfte von über 5g auf Formel1-Fahrer.
Weitere legendäre Kurven heißen Copse, Stowe, Brooklands, Luffield, Abbey und Club – Namen, die weltweit Motorsportgeschichte geschrieben haben.
Silverstone ist eine der wenigen Formel-1-Strecken, auf denen Ingenieure und Fahrer im Funkverkehr überwiegend die Kurvennamen statt Kurvennummern verwenden.
Auf der Hangar Straight erreichen die Formel-1-Boliden Geschwindigkeiten von über 320 km/h.
Wegen der vielen schnellen Kurven fahren die Teams mit hohem Abtrieb, gleichzeitig spielt ein effizienter Luftwiderstand eine entscheidende Rolle.
Der Sprint bis zur ersten Bremszone ist mit 642 Metern der zweitlängste der Saison. Nur in Mexiko legen die Fahrer bis zum ersten Bremspunkt noch mehr Strecke zurück.
Silverstone auf einen Blick
Streckenlänge: 5,891 kmRennrunden: 52
Renndistanz: 306 km
Kurven: 18 (8 links / 10 rechts)
Pole-Position: linke Streckenseite
Weg bis zur ersten Bremszone: 642 m
Boxengasse: 509 m
Zeit durch die Boxengasse (80 km/h): 23 Sekunde
F1-Höchstgeschwindigkeit: 324 km/h





