IMSA SportsCar Championship
01.06.2026
Aufholjagd von Porsche bleibt unbelohnt
Die beiden vom Werksteam Porsche Penske Motorsport eingesetzten Porsche 963 starteten auf dem Detroit Street Course von den Positionen sieben und zehn. Vor allem Kévin Estre am Steuer der Nummer 6 zeigte von Beginn an große Entschlossenheit. Mit starken Manövern arbeitete sich der Franzose konsequent nach vorn, sodass sein Teamkollege Laurens Vanthoor auch dank perfekter Strategie auf Podestkurs in die zweite Rennhälfte ging. Zeitweise betrug der Abstand zum zweitplatzierten BMW weniger als eine Sekunde. Doch die harten Zweikämpfe forderten ihren Tribut: Im späteren Rennverlauf machte eine unverschuldete Kollision einen zusätzlichen Boxenstopp zum Austausch des zerstörten 963-Hecks notwendig. Am Ende blieb Rang acht.
Das Schwesterauto mit der Nummer 7 absolvierte ein weniger auffälliges Rennen. Felipe Nasr aus Brasilien und Julien Andlauer aus Frankreich fuhren jederzeit im Mittelfeld der Topklasse GTP und beendeten den Lauf auf Position fünf.
„Das war sicherlich nicht unser bester Tag“, erklärt Urs Kuratle, Leiter Werksmotorsport LMDh. „Es war uns vor dem Start in das Sprintrennen bewusst, dass es eine schwierige Aufgabe wird. Dies hat sich bewahrheitet. Alle Porsche-Rennwagen wurden durch Kollisionen und Strafen zurückgeworfen. Wir schauen nun nach vorn. Ende Juni beim Sechs-Stunden-Rennen in Watkins Glen greifen wir wieder an.“
In der Herstellermeisterschaft liegt Porsche jetzt auf Rang zwei. In der Fahrerwertung belegt Laurin Heinrich (Deutschland) vom Kundenteam JDC-Miller Motorsport ebenfalls den zweiten Platz. Die Werksfahrerduos Nasr/Andlauer und Estre/Vanthoor rangieren auf den Positionen drei und fünf.
Die Kundenmannschaft JDC-Miller MotorSports verlor bereits im Verlauf des Start-Stints des Niederländers Tijmen van der Helm den Anschluss an das GTP-Feld. Nach dem Wechsel auf den Laguna-Seca-Sieger Laurin Heinrich wurde es kaum besser: zwei Strafen und Kollisionen warfen den Porsche 963 weit zurück. Mit zwei Runden Rückstand beendete das US-Team das Stadtrennen in Detroit auf Platz elf. Für den „Rexy“ genannten Porsche 911 GT R von AO Racing ging in der GTD-Pro-Klasse ebenso wenig. Die Briten Nick Tandy und Harry King kamen auf Rang zehn ins Ziel.
Der sechste Lauf zur IMSA WeatherTech SportsCar Championship findet am 28. Juni auf der ehemaligen Formel-1-Strecke in Watkins Glen statt. Der Lauf über sechs Stunden im US-Bundesstaat New York zählt ebenso wie die Langstreckenrennen in Daytona, Sebring, auf der Road America sowie auf der Road Atlanta („Petit Le Mans“) zum Michelin Endurance Cup.





