In den 1990er-Jahren erlebte der GT-Sport weltweit einen Aufschwung. Ratel spielte dabei eine zentrale Rolle. Unter seiner Leitung entstand 1997 die FIA GT Championship, die schnell zur wichtigsten Plattform für GT-Rennwagen in Europa wurde. Hersteller wie Mercedes, Porsche, oder Ferrari nutzten die Serie, um ihre Hochleistungssportwagen im Wettbewerb einzusetzen.
Parallel dazu entwickelte sich auch das berühmte Langstreckenrennen 24 Hours of Spa, das unter der Organisation der SRO zu einem der bedeutendsten GT-Rennen der Welt wurde.
Einen entscheidenden Schritt machte die SRO Mitte der 2000er-Jahre mit der Einführung der GT3-Kategorie. 2006 startete die FIA GT3 European Championship. Die Idee hinter GT3 war ein relativ kostengünstiges Reglement für serienbasierte Sportwagen mit Leistungsangleichung (Balance of Performance). Dadurch konnten verschiedene Hersteller mit unterschiedlichen Fahrzeugkonzepten gegeneinander antreten. Dieses Konzept erwies sich als äußerst erfolgreich und entwickelte sich zum globalen Standard im GT-Rennsport. 2007 entstand daraus auch das ADAC GT Masters.
2014 führte die SRO mit der Blancpain GT Series eine neue europäische Topserie ein, die Sprint- und Langstreckenrennen kombinierte. 2020 erfolgte die Umbenennung in GT World Challenge Europe. Parallel dazu entstand ein weltweites Netzwerk von Serien unter dem gemeinsamen Dach der GT World Challenge – in Europa, Nordamerika, Asien und Australien.
Heute organisiert die SRO zahlreiche internationale Meisterschaften im GT-Sport. Besonders die GT3-Kategorie ist inzwischen weltweit die wichtigste Plattform für GT-Rennwagen geworden und international agierende Hersteller setzen ihre Fahrzeuge in den zahlreichen SRO-Serien ein.
Mit ihrem Konzept hat die SRO den modernen GT-Rennsport maßgeblich geprägt und eine globale Struktur geschaffen, die Teams, Herstellern und Fahrern attraktive Wettbewerbsmöglichkeiten bietet.







