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FIA Formel E
09.07.2026

Nissan punktet an einem anspruchsvollen Rennwochenende in Shanghai

Das Nissan Formel E Team konnte an einem schwierigen Rennwochenende auf dem Shanghai International Circuit in den Läufen 12 und 13 der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft 2025/26 wichtige Punkte mitnehmen. Oliver Rowland belegte beim Sonntagsrennen den achten Platz.

Aufgrund der vorhergesagten schwierigen Wetterbedingungen wurden die Zeitpläne für Samstag und Sonntag jeweils um drei Stunden vorverlegt, was für die Fahrer und Teams einen äußerst frühen Start bedeutete.

Im Qualifying am Samstag verpasste Oliver Rowland den Einzug in die Duell-Phase, sodass er das Rennen von Startplatz 13 aufnahm. Teamkollege Norman Nato erhielt nach mehreren Komponentenwechseln eine Startplatzstrafe von insgesamt sechzig Positionen. Hintergrund waren Vorfälle in Monaco sowie zuletzt in Sanya, die außerhalb seines Einflussbereichs lagen. Da er ohnehin vom Ende des Feldes starten musste, entschied sich das Team, im Qualifying seine Reifen zu schonen.

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Im Rennen machte Rowland zunächst hervorragende Fortschritte und arbeitete sich in der hektischen Anfangsphase bis in die Top Fünf vor. Unter trockenen Bedingungen zeigte er eine starke Pace. Mit zunehmender Intensität des Regens in der zweiten Rennhälfte gelang es ihm jedoch nicht mehr, die gleiche Leistung aus seinem Fahrzeug herauszuholen, sodass er schließlich auf Rang 13 ins Ziel kam.

Auf der anderen Seite der Garage musste Nato zusätzlich zu seinem Start vom Ende des Feldes nach der ersten Runde eine Zehn-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe absitzen, da die vollständige Sechzig-Plätze-Strafe nicht bereits in der Startaufstellung abgearbeitet werden konnte. Unter diesen Voraussetzungen konzentrierte sich der Franzose zunächst auf das Energiemanagement. In der Schlussphase entschied sich das Team für einen Boxenstopp, um die Reifen zu wechseln und den Reifendruck anzupassen. Ein Problem während des Stopps verzögerte jedoch seine Weiterfahrt, wodurch er im Verkehr statt im freien Fahrwasser wieder auf die Strecke kam. Dadurch konnte er keinen Positionsgewinn erzielen und überquerte die Ziellinie schließlich als Zwanzigster.

Nach technischen Anpassungen über Nacht wurden Team und Fahrer am Sonntagmorgen erneut von nassen Bedingungen begrüßt. Im Qualifying zeigte Rowland eine starke Leistung, zog bis ins Halbfinale der Duell-Phase ein und sicherte sich Startplatz vier. Auch Nato erreichte die Duelle und wäre ursprünglich von Position fünf gestartet. Aufgrund einer geringfügigen technischen Unregelmäßigkeit wurde er jedoch nachträglich aus der Qualifikation ausgeschlossen.

Für das zweite Rennen entschied sich das Team, beide Fahrzeuge mit einem vollständigen Regen-Setup ins Rennen zu schicken. Aufgrund des starken Regens begann der E-Prix erst nach drei Runden hinter dem Safety Car.

Während Rowland auf der zunächst noch feuchten Strecke seine Position innerhalb der Top Zehn verteidigen konnte, verlor er auf der zunehmend abtrocknenden Fahrbahn mit seinem auf Regenbedingungen ausgelegten Setup allmählich an Boden. Eine späte Full-Course-Yellow-Phase ermöglichte dem Briten jedoch eine mutige Strategieentscheidung: einen Boxenstopp zum Reifenwechsel samt Anpassung des Reifendrucks an trockene Streckenbedingungen. Nach seiner Rückkehr auf die Strecke und dem Einsatz seines letzten Attack Modes zeigte der amtierende Weltmeister in den verbleibenden drei Runden ein beeindruckendes Tempo. Allein in der Schlussrunde machte er sechs Positionen gut und sicherte sich Rang acht sowie den Zusatzpunkt für die schnellste Rennrunde.

Im Fahrzeug mit der Startnummer 23, und erneut vom Ende des Feldes gestartet, erwischte Nato einen guten Beginn. Wie sein Teamkollege konnte er mit dem Regen-Setup auf der abtrocknenden Strecke jedoch kaum Positionen gewinnen. Während seines letzten sechsminütigen Attack Modes arbeitete sich der Franzose nach vorne, ehe eine Full-Course-Yellow-Phase zur Rennmitte seinen Vorstoß stoppte. Am Ende wurde er als 17. gewertet.

Die Formel E kehrt vom 24. bis 26. Juli zurück, wenn das japanische Team sein Heimrennen in Tokio bestreitet.

Tommaso Volpe, Teamchef des Nissan Formel E Teams: „Dieses Wochenende in Shanghai war ein schwieriges für uns. Im ersten Rennen am Samstag konnte Oli trotz eines nicht idealen Qualifyings bis in die Top Fünf vorfahren. Als der Regen jedoch stärker wurde, hatten wir Schwierigkeiten, unser Tempo unter diesen Bedingungen aufrechtzuerhalten, sodass er die Punkteränge verpasste. Normans Rennen war bereits vor dem Start durch die Strafen beeinträchtigt. Trotz verschiedener Strategieansätze gelang es auch ihm nicht, Punkte zu erzielen. Über Nacht haben wir einige Anpassungen vorgenommen, die insbesondere im Qualifying am Sonntag gut funktioniert haben. Für das zweite Rennen entschieden wir uns bei beiden Fahrzeugen für ein Regen-Setup. Diese Entscheidung zahlte sich jedoch nicht aus, da der Regen aufhörte und die Strecke schneller abtrocknete als erwartet. Immerhin war die mutige Entscheidung, während der Full-Course-Yellow-Phase mit Oli einen Reifenwechsel vorzunehmen, die richtige. Anschließend zeigte er ein hervorragendes Tempo und konnte wichtige Punkte holen.”

Und weiter: „Wir haben unsere Leistung an diesem Wochenende nicht vollständig ausgeschöpft. Dennoch befindet sich Oli mit Blick auf die letzten vier Rennen weiterhin in einer guten Position im Kampf um die Fahrerweltmeisterschaft, was sehr positiv ist. Nun richtet sich unser gesamter Fokus auf Tokio – ein Rennen, auf das sich das gesamte Team freut und bei dem wir vor heimischem Nissan-Publikum noch motivierter sein werden, ein starkes Ergebnis zu erzielen.“

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