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FIA Formel E
14.07.2026

Formel E GEN4-Rennwagen: Power im Rennsportprogramm von Nissan

Mit voller Kraft in die bislang leistungsstärkste Ära des elektrischen Rennsports: Das Nissan Formel E Team treibt die Entwicklung des neuen GEN4-Rennwagens für die kommende 13. Saison der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft voran.

Der Formel-E-Rennwagen der vierten Generation bietet erhebliche Fortschritte in den Bereichen elektrische Performance, Allradantrieb und Nachhaltigkeit. Für Nissan bedeutet die Einführung des GEN4-Rennwagens mehr als nur eine neue Rennsportplattform – sie bietet neue Möglichkeiten, die Entwicklung elektrifizierter Technologien zu beschleunigen, von denen dank der Nissan Entwicklungsphilosophie „Track to Road“ und „Road to Track“ auch künftige Nissan Serienmodelle profitieren können.

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Im Headquarter des Teams im französischen Viry-Châtillon ist die Entwicklung des GEN4-Rennwagens von Nissan bereits in vollem Gange. Eng eingebunden ist dabei auch der amtierende Formel-E-Weltmeister Oliver Rowland.

Was ist der Formel E GEN4-Rennwagen? GEN4 ist die vierte Generation des vollelektrischen einsitzigen Formel-E-Rennwagens und markiert den größten technischen Fortschritt seit Beginn der Serie.

Im Vergleich zum aktuellen GEN3 Evo bietet das GEN4-Auto eine deutlich höhere Leistung und führt gleichzeitig permanenten Allradantrieb, eine verbesserte Aerodynamik sowie größere technische Freiheiten für die Hersteller ein.

Wie viel schneller ist der Formel E GEN4-Rennwagen? Der GEN4-Rennwagen bietet in allen wichtigen Bereichen eine deutlich bessere Performance. Zu den wichtigsten Leistungsdaten gehören:
 
  • Spitzenleistung: 600 kW (816 PS), gegenüber 350 kW beim GEN3 Evo
  • 0–100 km/h: 1,8 Sekunden
  • 0–200 km/h: 4,4 Sekunden
  • Höchstgeschwindigkeit: 335 km/h
  • Permanenter Allradantrieb
     

Der am schnellsten beschleunigende Rennwagen unter FIA-Reglement

Der Leistungszuwachs in Kombination mit der verbesserten aerodynamischen Perfomance und dem permanenten Allradantrieb wird den GEN4 zum bislang schnellsten und technisch fortschrittlichsten Formel-E-Rennwagen machen.

„Mit dem GEN4 macht die Formel E einen riesigen Schritt in die richtige Richtung“, sagte Oliver Rowland, Fahrer des Nissan Formel E Teams. „Er wird beeindruckend aussehen, und alle Fahrer sind schon sehr gespannt auf das Auto. Ich denke, das wird der Formel E noch mehr Glaubwürdigkeit verleihen, und Fahrer aus anderen Rennsportkategorien werden ihr noch größeren Respekt entgegenbringen. Beim Vergleich der Rundenzeiten werden wir sicher einen großen Sprung nach vorne sehen.“

Wie trägt die Formel E zur Entwicklung der Serienfahrzeuge von Nissan bei?
Das Formel-E-Programm von Nissan ist Teil der umfassenden Elektrifizierungsstrategie des Unternehmens und ermöglicht einen Wissensaustausch zwischen dem Motorsport und der Entwicklung von Serienfahrzeugen.

Diese „Track to Road“ und „Road to Track“ Philosophie sorgt dafür, dass Technologien aus der Formel E in zukünftige Serienfahrzeuge von Nissan einfließen, während die in der Serienentwicklung gewonnenen Erkenntnisse wiederum dazu beitragen, die Leistung der Rennwagen zu verbessern.

Eine der bedeutendsten Möglichkeiten, die der GEN4 eröffnet, ist die Einführung eines permanenten Allradantriebs.

Was ist Nissan e‑4ORCE? Nissan e‑4ORCE ist die fortschrittliche Allradsteuerung von Nissan. Sie ermöglicht eine präzise Steuerung der Kraftübertragung und der Bremsen an jedem Rad und optimiert dadurch Traktion, Stabilität und Fahrkomfort.

e‑4ORCE ist derzeit für den Nissan Ariya und den Nissan X‑Trail e‑Power erhältlich. Das System kombiniert die Steuerung der Elektromotoren mit einer intelligenten Drehmomentverteilung, um auf den unterschiedlichsten Straßenbedingungen für sichere Fahreigenschaften zu sorgen.

Die Einführung des permanenten Allradantriebs in der Formel E ermöglicht es den Ingenieurinnen und Ingenieuren von Nissan, ihr Know-how weiterzuentwickeln. Davon können sowohl zukünftige Rennwagen als auch zukünftige Straßenfahrzeuge profitieren.

„Da die Elektrifizierung eine flexiblere Technologie ist, ergeben sich neue Möglichkeiten für einen Techniktransfer zwischen Straße und Rennstrecke“, erklärt Tommaso Volpe, Teamchef des Nissan Formula E Teams. „Ein und derselbe Motor kann auf viele verschiedene Arten eingesetzt werden, und Lösungen, die bei der Entwicklung eines Antriebsstrangs für die Formel E zum Einsatz kommen, lassen sich auch auf Straßenfahrzeuge übertragen – und umgekehrt.

Diese Verbindung zwischen unserer Forschung und Entwicklung und unserem elektrischen Rennwagen ist einer der Hauptgründe, warum Nissan beschlossen hat, sich bis 2030 in der Formel E zu engagieren. Der GEN3 Evo, mit dem wir im vergangenen Jahr die Fahrerwertung gewonnen haben, wurde insbesondere in der Getriebe- und Motorentwicklung stark von der innovativen Forschung und Entwicklung in Japan beeinflusst. Dieser Einfluss hat die Energieeffizienz des Antriebsstrangs massiv verbessert.

Unser e‑4ORCE-System beweist, dass Nissan im Bereich des Allradantriebs zu den Technologieführern gehört. Mit dem GEN4 bietet sich eine riesige Chance, das umfassende Allrad-Know-how von Nissan auf Formel-E-Fahrzeuge zu übertragen und anschließend wieder in unsere Serienfahrzeuge einfließen zu lassen. Im Motorsport nutzt man einfach dieselben technischen Lösungen in einem Kontext, der weitaus extremer ist.“

Inspiriert vom Performance-Erbe von Nissan

Der permanente Allradantrieb ist seit langem ein charakteristisches Merkmal der Performance-Fahrzeuge von Nissan.

Vom legendären R32 Skyline GT‑R – der aufgrund seiner außergewöhnlichen Erfolge im Motorsport „Godzilla“ genannt wurde – bis hin zu den heutigen Modellen Ariya und X‑Trail e‑Power mit e‑4ORCE hat Nissan immer wieder Technologien entwickelt, die sowohl die Leistung verbessern als auch die Sicherheit und das Vertrauen der Fahrer stärken. Mit der Einführung des permanenten Allradantriebs in der Formel E schlägt Nissan das nächste Kapitel dieser Technikgeschichte auf.

Warum ist der Formel E GEN4-Rennwagen nachhaltiger? Die GEN4-Vorschriften sorgen nicht nur für mehr Leistung, sondern auch für die Einführung des bislang nachhaltigsten Formel-E-Rennwagens.

Zu den wichtigsten Nachhaltigkeitsmaßnahmen gehören:
 
  • Mehr als 40 Prozent der Rennenergie werden durch regeneratives Bremsen erzeugt
  • Ziel: 100 % wiederverwendbare Bauteile und Materialien
  • Mindestens 20 Prozent recycelte Materialien im gesamten Fahrzeug
  • Die Batterie enthält keine Seltenen Erden
  • Die Reifen bestehen zu 65 Prozent aus natürlichen und recycelten Materialien
     
Die Formel E ist zudem nach wie vor die erste globale Sportart, die nach dem BSI Net Zero Pathway Standard zertifiziert ist, und die erste Motorsport-Meisterschaft, die die B Corp Zertifizierung erhalten hat.
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