F1 Academy
15.03.2026
Österreicherin Emma Felbermayr holt sensationellen Sieg
Felbermayr überquerte die Ziellinie nur zwei Zehntelsekunden vor Alisha Palmowski, die die Führung vom Startplatz aus bereits beim Rennstart verloren hatte. Dahinter komplettierte Payton Westcott im Mercedes das Podium, nachdem sie sich in einem ereignisreichen Rennen aus Problemen herausgehalten hatte.
Bei kühleren Streckenbedingungen gelang Alba Larsen ein hervorragender Start und sie verwies Polesitterin Palmowski sofort auf Rang zwei. Kurz darauf musste die Britin auch Felbermayr passieren lassen, während Westcott ebenfalls in den Kampf um die Top-Drei eingriff.
Während die Red-Bull-Racing-Pilotin zunächst Rang drei verteidigen konnte, hatte Larsen bereits einen deutlichen Vorsprung auf Felbermayr aufgebaut. Die Audi-Fahrerin setzte jedoch alles daran, ihr zweites Podium des Wochenendes zu sichern.
Enttäuschung gab es dagegen für Rookie Natalia Granada, die bei ihrem Debütrennen noch mit Platz zwei glänzte. In der ersten Runde kam es zu einer Berührung mit Rafaela Ferreira von Racing Bulls, wodurch Granada an die Box musste, um einen neuen Frontflügel zu holen, und im Feld weit zurückfiel.
Auch im Mittelfeld ging es intensiv zur Sache. Ella Lloyd setzte sich in einem Dreikampf um Rang sechs gegen Ferreira und Lisa Billard durch und markierte dabei zugleich die bis dahin schnellste Rennrunde.
Obwohl Larsen ihren Vorsprung auf etwa zwei Sekunden ausgebaut hatte, entwickelte sich direkt dahinter ein spannender Kampf. Palmowski setzte Felbermayr unter Druck, doch die Audi-Pilotin verteidigte Rang zwei mit spätem Bremsen. Westcott blieb ebenfalls in Schlagdistanz und hoffte weiterhin auf ihr erstes Podium.
In Runde sechs wurde Larsens Vorsprung neutralisiert, als nach einem Zwischenfall zwischen Esmee Kosterman und Jade Jacquet das Safety Car auf die Strecke geschickt wurde. Die Williams-Pilotin blockierte beim Anbremsen, rutschte geradeaus und fuhr Kosterman ins Heck. Für beide war das Rennen damit beendet.
Während hinter dem Safety Car Überholmanöver verboten waren und die havarierten Fahrzeuge geborgen wurden, rückte das Feld wieder eng zusammen. Damit lag die Verantwortung für einen perfekten Restart bei der führenden Ferrari-Pilotin.
Doch ein folgenschwerer Fehler kostete sie die Führung: Beim Restart verlor Larsen in der letzten Kurve die Kontrolle über ihr Auto, rutschte mit einem Übersteuern ins Kiesbett und fiel ans Ende der Top Ten zurück. Felbermayr übernahm damit die Spitze, dicht gefolgt von Palmowski.
Das Rennen blieb turbulent: In Runde zehn kollidierten Wildcard-Fahrerin Wei Shi und Rachel Robertson, nachdem Robertson beim Versuch auf der Innenlinie zu überholen blockierte und in das Auto ihrer Hitech-Teamkollegin fuhr.
An der Spitze brachte Felbermayr die Führung schließlich ins Ziel und sicherte sich den Sieg vor Palmowski, was ein starkes Wochenende für Audi abrundete. Trotz eines späten Angriffs auf der letzten Runde musste sich die Red-Bull-Racing-Pilotin mit Platz zwei begnügen. Westcott komplettierte das Podium.
Nina Gademan wurde Vierte für Alpine vor Ella Lloyd und Rafaela Ferreira. Rookie Lisa Billard belegte Rang sieben. Alba Larsen kämpfte sich noch auf Platz acht zurück und sicherte sich wichtige Punkte, während Megan Bruce und Ava Dobson die letzten Punkteplätze belegten. Die Kölnerin Mathilda Paatz wurde 11.
In der Meisterschaft führt Emma Felbermayr vor Nina Gademann.





